| Hybrozyme |
02.09.2026 15:58:00
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Novartis-Aktie wenig bewegt: Lizenzvereinbarung mit Alteogen - Stellenstreichungen in Basel
Novartis hat mit dem südkoreanischen Biopharmaunternehmen Alteogen eine Vereinbarung über die Nutzung der Hybrozyme-Technologie geschlossen.
Gemäss der Vereinbarung erhält Novartis mehrere Optionen auf exklusive Rechte zur Entwicklung und Vermarktung entsprechender Produkte mit dem Enzym ALT-B4, wie Alteogen am Mittwoch mitteilte. Die Hybrozyme-Plattform ermögliche mithilfe dieses Enzyms, Biologika von einer intravenösen auf eine subkutane Verabreichung umzustellen.
Sollte Novartis sämtliche Optionen ausüben und würden alle vereinbarten Entwicklungs- und kommerziellen Meilensteine erreicht, könnte Alteogen Zahlungen von insgesamt bis zu 3,223 Milliarden US-Dollar erhalten, so die Meldung. Hinzu kämen Lizenzgebühren auf die Nettoumsätze der im Rahmen der Vereinbarung vermarkteten Produkte.
Novartis streicht bis zu 130 Stellen in Basel
Novartis streicht in Basel bis Ende 2027 bis zu 130 Stellen. Der Grund sei, dass die kleinvolumige Produktion von Biologika im Stadtteil Kleinbasel aufgegeben werde, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Künftig sollen andere Biologika-Standorte weltweit die Aufgaben der Basler Fabrik übernehmen, wie es weiter hiess.
Hintergrund der Produktionsaufgabe sei, dass einzelne Mietverträge am Standort Kleinbasel ausliefen. Deshalb würden weitere Tätigkeiten vom Stadtteil Kleinbasel an den Novartis Campus auf der anderen Rheinseite verlagert, so das Communiqué. Dazu zählten Labore für biologische Zellbanken, analytische Testverfahren und technische Entwicklungsaktivitäten.
Der Umzug stelle den nächsten Schritt der bereits angekündigten Pläne dar, auf dem Campus ein neues Zentrum für die technische Entwicklung von Biologika aufzubauen, hiess es. Dieses solle das bestehende Forschungszentrum für Biologika ergänzen.
Alle geplanten Änderungen stehen laut den Angaben unter dem Vorbehalt des Informations- und Konsultationsprozesses. Novartis setze sich dafür ein, betroffene Mitarbeitende mit einer Reihe von Angeboten zu unterstützen - unter anderem einem lange laufenden Sozialplan.
Unia fordert Verzicht auf Entlassungen
Die Gewerkschaft Unia zeigt sich in einer ersten Reaktion "alarmiert angesichts des fortschreitenden Abbaus von Produktionsstellen in der Schweiz". Die Ankündigung erfolge neun Monate nach der Bekanntgabe des letzten grossen Stellenabbaus in Stein, Aargau. Seit 2018 habe Novartis somit fast 3000 Stellen in der Schweiz abgebaut.
Die Unia fordert vom Basler Konzern daher "den Verzicht auf jegliche Entlassungen und die Weiterbeschäftigung der Arbeitnehmenden an einem anderen Standort in der Nordwestschweiz, statt die Produktion ins Ausland zu verlagern", wie es in der Mitteilung heisst.
Die Novartis-Aktie notiert an der SIX zeitweise 0,02 Prozent tiefer bei 130,93 Franken.
Basel (awp)
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Novartis am 02.09.2026
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