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Zahlreiche Kassenschlager 05.12.2019 17:46:06

Novartis-Aktie profitiert: Langfristiges Wachstum durch Pipeline - Vorteile durch Transformation

Novartis-Aktie profitiert: Langfristiges Wachstum durch Pipeline - Vorteile durch Transformation

Eine umfangreiche und breite Pipeline soll das zukünftige Wachstum des Pharmakonzerns sichern.

Wie der Konzern am Donnerstag vor der Investorenveranstaltung am Nachmittag mitteilte, befinden sich derzeit etwa 60 Projekte in der Phase II. Davon dürften in den kommenden zwei Jahren jeweils mehr als zehn in die Phase III oder ein zulassungsrelevante Programme überführt werden.

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Davon wiederum dürften mehr als 90 Prozent sogenannte "First in Class" oder "First in Indication" sein, also zu den Vorreitern in puncto Behandlung und Indikation gehören.

Zwischen 2020 und 2022 wird Novartis den Angaben zufolge mehr als 80 Zulassungsanträge einreichen. Zudem sieht das Unternehmen mehr als 25 potenzielle Kassenschlager in seiner Pipeline, also Therapien und Medikamente, die einen jährlichen Umsatz von mehr als einer Milliarde Umsatz erzielen.

Breite Pipeline angestrebt

Wichtig ist dabei, dass Novartis sich bemüht, eine möglichst breite Pipeline in seinen jeweiligen Kern-Gebieten aufzubauen. Dazu zählt das Unternehmen sowohl die Onkologie als auch Therapien im Bereich der Herz-Kreislauferkrankungen, der Immunologie, der Neurowissenschaften, der Augenheilkunde (Ophtalmologie) und der Atemwegserkrankungen.

Darüber hinaus stärke man aber die neueren Therapieansätze wie etwa Zell- und Gentherapie oder auch die Radioligandtherapie. Auch hier treibe Novartis seine Forschung weiter voran.

Das Forschungsinstitut Novartis Institutes for BioMedical Research (NIBR) dürfte zudem etwa 90 innovative neue molekulare Einheiten (NMEs) liefern. Damit verfüge Novartis auch über ein vielfältiges Frühphasenportfolio. So habe das NIBR-Team mehrere neue therapeutische Plattformen entwickelt, um schwierige Angriffspunkte und Krankheiten in der Onkologie und anderen therapeutischen Bereichen zu behandeln.

Neue Indikationen für lancierte Mittel

Für die bereits lancierten Mittel wie Cosentyx, Beovu, Piqray und Kisqali geht Novartis davon aus, noch an die 40 weitere Indikationen zu erforschen.

Schon in absehbarer Zukunft geht Novartis davon aus, sein Mittel Ofatumumab zur Behandlung von schubförmiger MS auf den Markt zu bringen. Auch Fevipiprant bei Asthma, die Radioligandtherapie Lu-PSMA-617 bei Prostatakrebs, Adakveo bei Sichelzellkrankheiten und Canakinumab bei Lungenkrebs zählt der Konzern in der Mitteilung zu den kurzfristig erwarteten Markteinführungen.

Novartis streicht Vorteile der eigenen Transformation heraus

Mit der Ernennung von Vas Narasimhan als CEO hat Novartis in den vergangenen gut anderthalb Jahren eine klare Transformation erfahren. Und diese beginnt, sich auszuzahlen, wie der CEO zu Beginn des Investorentreffens in London am Donnerstag sagte.

Dabei bekommt er Unterstützung von John Tsai, dem globalen medizinischen Leiter. "Data und digitale Technologien beginnen sich auszuzahlen", erklärte Tsai in der Konferenz. Zwar sei dies nicht das Allheilmittel, aber der stärkere Fokus habe viele Prozesse beschleunigt und gleichzeitig Kosten gesenkt.

Darüber hinaus kündigte Tsai an, dass man gerade in China weiter stark wachsen wolle. Zwischen 2019 und 2023 wolle man mehr als 50 Zulassungsanträge stellen.

Nachdem Novartis gerade erst am Donnerstagmorgen ein Update zur geplanten Milliarden-Übernahme von The Medicines gegeben hatte, stellte CEO Narasimhan klar, dass man die aktuelle Strategie bei Übernahmen auch weiter verfolgen werde. Zukäufe, die der Pipeline einen Vorteil bringen, seien nach wie vor auf der Agenda, so der Novartis-Chef.

Während Novartis zuvor vor allem die Breite und Tiefe seiner Pipeline herausgestellt hat, betonte Jay Bradner, Chef des NIBR-Instituts von Novartis, zunächst, dass er die Zahl der Programme seit seiner Amtsübernahme zunächst deutlich ausgesiebt und auf die erfolgversprechendsten reduziert habe.

Mit Blick auf die Pipeline kündigte Bradner an, schon bald neue Daten im Bereich der Zelltherapie zu präsentieren. Konkret gehe es um den Einsatz von Zelltherapie bei Patienten, die an Friedreich-Ataxie leiden, einer degenerativen Krankheit des zentralen Nervensystems.

Insgesamt stelle die Forschung im Bereich der Zell- und Gentherapie etwa 10 Prozent des Research-Portfolios dar, so Bradner weiter.

Anleger reagierten erfreut und schickten Novartis-Aktien bis Handelsschluss in der Schweiz um 0,31 Prozent aufwärts auf 90,44 Franken. Zeitweise war sie am Donnerstag bis auf 91,53 Franken geklettert.

hr/rw

Basel (awp)

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Bildquelle: lucarista / Shutterstock.com,Keystone