| Krebskongress ASCO |
01.06.2026 15:46:00
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Novartis-Aktie im Minus: Vorstellung verschiedener neuer Daten an Kongressen
Der Pharmakonzern Novartis hat am Krebskongress ASCO in der US-Stadt Chicago neue Daten zu seinem Prostatakrebs-Medikament Pluvicto vorgestellt.
Die Daten stammen aus der Studie "PSMAddition" bei Patienten mit metastasiertem, hormonsensitivem Prostatakrebs, deren Tumore den Biomarker PSMA aufweisen. Laut Novartis-Mitteilung vom Sonntag reduzierte die Behandlung mit der Radioligandtherapie Pluvicto (lutetium Lu 177 vipivotide tetraxetan) zusätzlich zur Standardtherapie das Risiko eines Fortschreitens der Erkrankung oder des Todes um 28 Prozent im Vergleich zur Standardtherapie allein.
Die Ergebnisse stützten den Einsatz von Pluvicto bereits in einem frühen Stadium von metastasiertem Prostatakrebs, erklärte Novartis. Das Sicherheitsprofil entsprach laut den Angaben weitgehend den bisherigen Erkenntnissen. Schwerwiegendere Nebenwirkungen traten bei rund 51 Prozent der mit Pluvicto behandelten Patienten auf, verglichen mit 43 Prozent in der zweiten Gruppe, die nur mit der Standardtherapie behandelt wurde.
Für Pluvicto hat Novartis auf Basis dieser Studiendaten Zulassungsanträge in den USA, China und Japan eingereicht. Erste Entscheide der Behörden werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Erste Daten zur nächsten Therapiegeneration
Darüber hinaus präsentierte der Pharmakonzern erste klinische Daten zu einer nächsten Generation von Radioliganden-Therapien gegen Prostatakrebs. In der Phase-I-Studie "AcTION" zeigte der noch in Entwicklung befindliche Wirkstoff 225Ac-PSMA-617 erste Hinweise auf eine krebshemmende Wirkung bei Patienten mit fortgeschrittenem, therapieresistentem Prostatakrebs.
Der experimentelle Wirkstoff nutzt radioaktive Actinium-Partikel, um gezielt Krebszellen anzugreifen und dabei umliegendes gesundes Gewebe möglichst zu schonen. Novartis rekrutiert für die Therapie derzeit Patienten für zwei Phase-III-Studien.
Radioligandtherapien kombinieren einen zielgerichteten Wirkstoff mit einer radioaktiven Komponente. Dadurch kann die Strahlung gezielt zu Tumorzellen transportiert werden, um diese möglichst präzise zu bekämpfen.
Novartis stellt an Krebskongress Asco Langzeitdaten für Leukämie-Mittel vor
Novartis hat am Krebskongress Asco neue Langzeitdaten zu seinem Leukämiemedikament Scemblix (Asciminib) vorgestellt. Die Ergebnisse der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie ASC4FIRST nach einer Nachbeobachtungszeit von 144 Wochen zeigten eine anhaltende Verbesserung, teilte Novartis am Montag mit.
Das Medikament zeigte demnach bei neu diagnostizierten erwachsenen Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie in der chronischen Phase (Ph+ CML-CP) anhaltend bessere molekulare Ansprechraten als etablierte Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI).
In der Studie wurde Scemblix mit einer vom Prüfarzt ausgewählten Standardtherapie verglichen. Die nun präsentierten Langzeitdaten zeigen laut Novartis, dass der Vorsprung von Scemblix bei den molekularen Ansprechraten im Verlauf weiter zunimmt - sowohl gegenüber der gesamten Standardtherapie als auch gegenüber Imatinib und den Zweitgenerations-TKI.
Nach 144 Wochen erreichten knapp 24 Prozentpunkte mehr Patienten unter Scemblix ein sogenanntes Major Molecular Response (MMR) als unter den Standardtherapien insgesamt. MMR ist ein wichtiger Messwert bei der Behandlung der chronischen myeloischen Leukämie (CML). Er beschreibt, wie stark die Krankheitsaktivität auf molekularer Ebene zurückgedrängt wurde.
Novartis präsentiert am EULAR-Kongress neue Daten zu Immunologie-Portfolio
Der Pharmakonzern Novartis präsentiert am europäischen Rheumatologenkongress EULAR Anfang Juni in London Daten aus 31 Studienbeiträgen zu seinem Immunologie-Portfolio. Im Fokus stehen neue Erkenntnisse zu den Medikamenten Cosentyx und Ianalumab sowie zur CAR-T-Zelltherapie Rap-Cel bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen.
Novartis sieht darin einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Behandlungen in Bereichen mit hohem medizinischem Bedarf, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Darunter Behandlungen für die Krankheiten Polymyalgia rheumatica, Sjögren-Syndrom, systemischer Lupus erythematodes und systemische Sklerose.
Die Novartis-Aktie notiert am Montag an der SIX zeitweise 2,55 Prozent im Minus bei 114,82 Franken.
Basel (awp)
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