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Erwartungen erfüllt 29.01.2020 17:45:01

Novartis-Aktie freundlich: Novartis erhöht nach starkem Geschäftsjahr die Dividende

Novartis-Aktie freundlich: Novartis erhöht nach starkem Geschäftsjahr die Dividende

Novartis setzt dieses Mal die Latte für das laufende Jahr gleich von Anfang an etwas höher an.

So soll der Umsatz 2020 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. 2019 hatte der Pharmakonzern seine Prognosen dreimal erhöht und diese am Ende dann auch erfüllt.

Am guten Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres werden die Aktionäre mit einer erneut leicht erhöhten Dividende beteiligt.

Entsprechend zufrieden zeigt sich denn auch der Novartis-CEO Vas Narasimhan. Wie der Konzernlenker am Mittwoch während einer Telefonkonferenz mit Journalisten erklärte, hat Novartis in kaum einem Jahr die eigenen Ambitionen so gut erreicht. "Sowohl was die strategischen als auch die geschäftlichen Ziele betrifft, hat Novartis 2019 eine herausragende Leistung erzielt", sagte Narasimhan.

Den Nettoumsatz steigerte Novartis 2019 auf annähernd 47,5 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zu konstanten Wechselkursen (kWk) ergab sich ein Anstieg um 9 Prozent.

Wachstumstreiber beflügeln Pharmageschäft

Hierzu steuerte die Pharmasparte Innovative Medicines mit 37,7 Milliarden (+8%; +11% kWk) den Löwenanteil bei. Das gute Abschneiden begründet der Konzern vor allem mit dem Absatz seiner sogenannten Wachstumstreiber, zu denen etwa das Schuppenflechtemittel Cosentyx oder das Herzmittel Entresto zählen. In der Onkologie sind dies Kisqali oder auch die personalisierte Zelltherapie Kymriah. Auch Piqray, das erst kürzlich lanciert wurde, ist einer der Wachstumstreiber.

Diese Mittel sollen laut Narasimhan auch 2020 massgeblich zum weiteren Wachstum beitragen. Hinzu kommen die neueren Lancierungen, die ebenfalls eine steigende Absatzdynamik versprechen. Neben der Gentherapie Zolgensma zählt der CEO noch das Augenmittel Beovu oder Mayzent zur Behandlung der multiplen Sklerose dazu.

Mit Blick auf den Blockbuster Gilenya, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von mehr als 3 Milliarden zum Konzernumsatz beigesteuert hat, sagte Narasimhan, man gehe weiterhin davon aus, dass 2020 in den USA keine Generika von Gilenya auf den Markt kommen. Der Konzern befindet sich der Mitteilung zufolge in einem Rechtsstreit mit Generikaherstellern über das Patent für das Dosierungsschema in den USA (ANDA).

Die Generikasparte Sandoz erreichte 2019 Umsätze in Höhe von 9,7 Milliarden, was einem Rückgang von 1 Prozent (+2% kWk) entspricht. Die Volumensteigerung um 8 Prozentpunkte wurde durch den Preisverfall im Umfang von 6 Prozentpunkten weitgehend aufgehoben.

Produktivitätssteigerungen treiben Kerngewinn an

Auch auf Gewinnseite hat Novartis die eigenen Ziele etwa erreicht. So lag der Kern-Betriebsgewinn bei 14,1 Milliarden (+12%; +17% kWk). Das Plus erklärte der Konzern insbesondere mit gestiegenen Umsätzen und Produktivitätssteigerungen. Der Kern-Reingewinn verbesserte sich um 11 Prozent auf 12,1 Milliarden.

Der ausgewiesene Reingewinn des Gesamtkonzerns ging dagegen um 7 Prozent auf 11,7 Milliarden Franken zurück. Darin enthalten ist für 2019 der einmalige Effekt aus der Abspaltung von Alcon und für 2018 der Nettogewinn aus der Veräusserung des OTC-Joint-Ventures an GSK. Unter Ausklammerung dieser Einmaleffekte liege der Gewinn weitgehend auf Vorjahresniveau, so Novartis.

Wachstum soll weitergehen

Für das laufende Jahr rechnet das Novartis-Management zu konstanten Wechselkursen mit ähnlichen Wachstumsraten wie sie 2019 erreicht wurden. So soll der Umsatz im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen und beim operativen Kernergebnis hat sich der Konzern ein Plus im hohen einstelligen bis tiefen zweistelligen Bereich zum Ziel gesetzt.

Und auch für die weitere Zukunft bleibt Novartis optimistisch: "Wir rechnen damit, unser langfristiges Wachstum und unsere langfristigen Margensteigerungen aufrechtzuerhalten", lässt sich CEO Narasimhan zitieren. Dank der bedeutenden Margensteigerung sei Novartis zudem auf bestem Weg, um mittelfristig bei Innovative Medicines eine Kerngewinnmarge im mittleren bis hohen 30er-Prozentbereich zu erzielen.

Den Aktionären schlägt Novartis für 2019 eine Dividende von 2,95 Franken vor, nach 2,85 Franken im Vorjahr.

So reagiert die Novartis-Aktie

Die Aktien des Pharmakonzerns Novartis legen am Mittwoch leicht zu. Als "ermutigend" werden von den Analysten die Ziele für das angelaufene Geschäftsjahr angesehen.

Zum Börsenschluss gewannen Novartis-Aktien im Schweize Handel 1,23 Prozent auf 93,73 Franken.

Deutlich stärker gewachsen als erwartet sei der Umsatz mit dem Mittel Entresto, womit der Rückgang beim Medikament Cosentyx habe ausgeglichen werden könne, geht Stefan Schneider von Vontobel ins Detail. Die neu im Markt eingeführten Produkte hätten sich im Rahmen oder gar besser als erhofft entwickelt. Lediglich Xiidra habe die Prognosen verfehlt, so Scheider weiter.

Für UBS-Analystin Laura Sutcliffe stechen vor allem die guten Verkaufszahlen der Gentherapie Zolgensma hervor. Ähnlich äussert sich auch ihr Berufskollege Peter Welford bei der US-Investmentbank Jefferies. Auch er findet neben dem überzeugenden Umsatzbeitrag seitens von Zolgensma am Absatzwachstum beim Herzmedikament Entresto Gefallen.

Das Gesamtergebnis 2019 dürfte mit Fokus auf Innovative Medicine und den starken Ausblick 2020 positiv aufgefasst werden, ziehen die Analysten der ZKB Fazit. Die Fülle an Newsflow mit den zwei beschleunigten Zulassungsverfahren von Ofatumumab gegen MS und Cosentyx für die vierte Indikation sowie dem guten Start in den Markt von Beovu würden das Ihre dazu beitragen.

Gut kommen bei den Analysten vor allem die Zielvorgaben für 2020 an. Diese würden sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Kerngewinn am oberen Ende der Erwartungen liegen, halten die Analysten von Goldman Sachs fest. Ihrer Ansicht nach ist dies ermutigend.

Positiv überrascht von den Zielvorgaben für das neue Jahr zeigt sich wiederum Welford von Jefferies. Grösseren Anpassungsbedarf bei seinen Schätzungen sieht er dennoch nicht. Für UBS-Analystin Laura Sutcliffe bewegt sich der Ausblick dagegen im Rahmen dessen, was zu erwarten gewesen sei.

Basel (awp)

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