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Netflix Aktie 1413346 / US64110L1061

Streaming im Blick 17.07.2026 22:07:00

Netflix-Aktie tiefer: Umsatzwachstum verfehlt Erwartungen - Gewinn springt an

Netflix-Aktie tiefer: Umsatzwachstum verfehlt Erwartungen - Gewinn springt an

Mit Spannung hatten Anleger auf die Zahlen des Streamingriesen Netflix gewartet. So fiel die nachbörslich präsentierte Bilanz aus.

Im zweiten Geschäftsquartal 2026 hat Netflix mehr verdient. Nachdem die Marktschätzungen bei 0,786 US-Dollar je Aktie gelegen hatten, präsentierte das Unternehmen ein EPS von 0,8 US-Dollar und verdiente damit mehr als am Markt erwartet worden war. Im Vorjahresquartal hatten noch 0,720 USD je Aktie in den Büchern gestanden.

Der Umsatz verbesserte sich unterdessen von 11,08 Milliarden US-Dollar auf 12,56 Milliarden US-Dollar, damit hat das Unternehmen die Markterwartungen leicht verfehlt. Analysten hatten zuvor Erlöse von 12,58 Milliarden US-Dollar erwartet.

Netflix lässt Menschenmengen mit KI generieren

Beim Videostreaming-Marktführer Netflix ist in rund 300 Titeln allein in diesem Jahr Künstliche Intelligenz zum Einsatz gekommen. So würden etwa mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Menschenmengen oder Szenen historischer Schlachten erzeugt, sagte Co-Chef Ted Sarandos vor Analysten.

In vielen Fällen wären solche Fragmente ohne KI aus Kosten- oder Zeitgründen gar nicht erst gedreht worden, argumentierte er. Zugleich betonte Sarandos, dass KI nur ein Werkzeug in der Hand kreativer Menschen sei: "Filme werden von Leuten gemacht, die Filme machen."

Netflix veröffentlichte seine Zahlen für das vergangene Quartal, begleitet von Zweifeln an der Börse daran, wie gut der langjährige Branchenprimus seine Kunden halten kann. Der Kampf um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers, den Netflix gegen den Rivalen Paramount verlor, wurde von einigen Anlegern in diesem Kontext als Flucht nach vorn gesehen.

Ein weiterer Auslöser waren Marktforscher-Daten, die den Eindruck erweckten, dass Zuschauerzahlen ab der zweiten Staffel selbst populärer Netflix-Serien sinken. Die Rückgänge zwischen der ersten und der zweiten Staffel hätten sich im Vergleich zum Vorjahr sogar verringert, sagte Sarandos dazu.

Zugleich will der Videostreaming-Marktführer künftig nur noch jährlich statt zweimal pro Jahr Angaben zur Popularität seiner Filme und Serien veröffentlichen. Das Netflix-Management betont ausserdem, es bestehe nicht unbedingt ein direkter Zusammenhang zwischen der Zahl der Stunden, die Kunden vor dem Bildschirm verbringen, und den Erlösen.

So lockten Live-Übertragungen überdurchschnittlich viele Neukunden an, während sie insgesamt nicht so viele Zuschauer hätten wie anderes Programm, sagte der zweite Co-Chef Greg Peters.

Anleger überzeugte das alles nicht: Im Freitagshandel fiel der Kurs an der NASDAQ letztlich um 7,26 Prozent auf 68,95 US-Dollar. Mit ein Grund war auch, dass die Prognose für den Umsatz im laufenden Quartal die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen verfehlte. Die Netflix-Aktie hatte bereits in den vergangenen Monaten mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren.

Netflix macht keine regelmässigen Angaben zur Kundenzahl mehr. Aber der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar (10,98 Mrd Euro). Der Gewinn unter dem Strich wuchs um knapp neun Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar.

Netflix bekam von Warner im Februar 2,8 Milliarden Dollar als Vertragsstrafe nach Auflösung der bereits vereinbarten Übernahme. Das liess im vergangenen Quartal die Steuerzahlungen des Streaming-Marktführers etwas steigen.

Claudia Stephan, Thomas Zoller, Evelyn Schmal, Benedict Kurschat, Martina Köhler, Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Netflix,pixinoo / Shutterstock.com,XanderSt / Shutterstock.com
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