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Milliardendeal 30.04.2021 17:52:09

Nestlé-Aktie letztlich im Minus: Nestlé kauft US-Vitaminhersteller Bountiful

Nestlé-Aktie letztlich im Minus: Nestlé kauft US-Vitaminhersteller Bountiful

Nestlé kauft kräftig in den USA zu. Für 5,75 Milliarden Dollar übernimmt der Nahrungsmittelkonzern den US-Vitaminhersteller Bountiful von KKR.

Der Deal dürfte im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden, heisst es am Freitag. Im letzten Geschäftsjahr 2020/21 erzielte Bountiful einen Umsatz von 1,87 Milliarden Dollar, die EBITDA-Marge lag bei 18,3 Prozent. Diese Marge werde wohl durch einmalige Integrationskosten negativ beeinflusst und werde sich auch leicht verwässernd auf die bereinigte operative Marge von Nestlé im laufenden Jahr auswirken.

Zu den Kernmarken, die übernommen werden, zählen Nature's Bounty, Solgar, Osteo Bi-Flex und Puritan's Pride. Diese Marken sollen in Nestlé Health Science integriert werden und zusammen einen weltweit führenden Anbieter von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln schaffen.

Nestlé-Aktien nach Übernahme von US-Vitaminhersteller Bountiful gesucht

Die Aktien von Nestlé legten am Freitag zeitweise zu. Der Nahrungsmittelkonzern hat die Übernahme des in den USA ansässigen Vitaminherstellers Bountiful bestätigt. Bei Analysten kam die Akquisition grundsätzlich gut an. Zum Handelsschluss fiel die Nestlé-Aktie dennoch 0,26 Prozent ab auf 108,88 Franken.

Wie Nestlé mitteilte dürfte die Übernahme für 5,75 Milliarden Dollar im zweiten Semester abgeschlossen werden. Im letzten Geschäftsjahr 2020/21 erzielte Bountiful einen Umsatz von 1,87 Milliarden Dollar bei einer EBITDA-Marge von 18,3 Prozent.

Nestlé werde damit zum weltweit führenden Anbieter von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln in einem allerdings hoch fragmentierten Markt, heisst es bei der Bank Vontobel. Die zehn führenden Unternehmen in diesem Bereich verfügten über noch nicht einmal 20 Prozent des Marktes, so der zuständige Analyst. Bountiful habe sich in den letzten Jahren aber hervorragend weiterentwickelt und durch die Corona-Pandemie noch einmal einen Schub erhalten.

Die ZKB erachtet die Akquisition derweil als "sehr gut" passend zur Strategie von Nestlé, in der "hochattraktiven" und weltweit wachsenden Kategorie der Spezialnahrung weiter zu expandieren. Den Übernahme-Preis hält der zuständige ZKB-Experte denn auch für fair, auch wenn die EBITDA-Marge von Bountiful etwas tiefer sei als die von Nestlé.

Und Baader Helvea geht davon aus, dass der Deal kurz- bis mittelfristig das Umsatzwachstum des Nahrungsmittelriesen weiter beschleunige. Allerdings gibt der zuständige Experte auch zu bedenken, dass es geteilte Ansichten zu Nahrungsmittelergänzungsstoffen gäbe bzw. darüber, inwieweit diese für eine gesunde und nachhaltige Ernährung notwendig seien und ob entsprechende Produkte einen messbaren Gesundheitseffekt hätten.

dm/ra

Vevey (awp)

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