Nebius Aktie 12955842 / NL0009805522
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14.04.2026 22:24:00
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Nebius-Aktie zieht klar an CoreWeave vorbei - Milliardeninvestitionen in KI sorgen für Druck
Seit dem Börsengang von CoreWeave hat sich die Aktie deutlich schlechter entwickelt als die des Konkurrenten Nebius.
• Nebius legt über 350 % zu und bleibt nahe Rekordhoch
• Analysten sehen beide Aktien positiv, Nebius klar bevorzugt
CoreWeave und Nebius im Vergleich
Seit dem Börsengang von CoreWeave hat sich ein deutlicher Abstand zur Aktie des Konkurrenten Nebius entwickelt. Dabei wird die schwächere Entwicklung von CoreWeave nicht primär mit dem Geschäftsmodell erklärt, sondern vor allem mit Sorgen rund um hohe Investitionen in künstliche Intelligenz im Hinblick auf das Jahr 2026, berichtet Bloomberg.
Seit dem Börsendebüt am 27. März hat sich der Kurs der CoreWeave-Aktie zwar mehr als verdoppelt - von 40 US-Dollar am ersten Handelstag auf zuletzt 102 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 10.04.2026) -, verlief dabei jedoch stark volatil. Vom Zwischenhoch im Juni bei knapp 184 US-Dollar hat das Papier rund 44 Prozent verloren. Nebius hingegen legte seit dem CoreWeave-IPO, als die Aktie noch rund 27 US-Dollar kostete um mehr als 436 Prozent auf zuletzt 144,97 US-Dollar zu und notiert über 2,74 Prozent oberhalb seines letzten Rekordstand vom Oktober (141,10 US-Dollar).
Der Börsengang selbst verlief für CoreWeave ebenfalls holprig. Statt der ursprünglich geplanten 2,7 Milliarden US-Dollar wurden nur 1,5 Milliarden US-Dollar eingesammelt. NVIDIA unterstützte den Deal mit einer Verkaufsorder im Umfang von rund 250 Millionen US-Dollar. CEO Michael Intrator betonte später, dass diese Beteiligung entscheidend für den Abschluss gewesen sei.
Kurz nach dem IPO profitierten die Aktien zunächst von der KI-Euphorie. Ein Vertrag mit OpenAI über bis zu 4 Milliarden US-Dollar zur Bereitstellung von Rechenleistung sorgte für zusätzliche Fantasie. Doch die Stimmung kippte infolge wachsender Sorgen über hohe KI-Ausgaben, Lieferengpässe sowie Verzögerungen beim Bau von Rechenzentren.
Beide Unternehmen weiter unprofitabel
Analysten führen die schwächere Entwicklung von CoreWeave gegenüber Nebius laut Bloomberg unter anderem auf eine weniger "saubere" Bilanzstruktur zurück. Gleichzeitig weist Nebius ebenfalls Finanzierungsthemen auf: So fiel die Aktie am 17. März um 10 Prozent, nachdem eine Privatplatzierung von Wandelanleihen über 3,75 Milliarden US-Dollar angekündigt worden war. Diese diente unter anderem der Finanzierung von Rechenzentren. Zuvor hatte das Unternehmen eine 27-Milliarden-US-Dollar-Partnerschaft mit Meta geschlossen sowie einen Vertrag über 2 Milliarden US-Dollar mit NVIDIA vereinbart.
Beide Unternehmen bleiben unprofitabel. CoreWeave werden dabei deutlich höhere Verluste zugeschrieben, rund 1,7 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr, während Nebius bei etwa 660 Millionen US-Dollar liegt. Gleichzeitig soll CoreWeave 2026 jedoch einen deutlich höheren Umsatz von rund 12,5 Milliarden US-Dollar erzielen - etwa viermal so viel wie Nebius. Ein Gewinn wird für beide Firmen frühestens ab 2028 erwartet. Zudem sehen Analysten das Risiko, dass sogenannte Neocloud-Anbieter an Bedeutung verlieren könnten, wenn grosse Hyperscaler zunehmend eigene Recheninfrastruktur aufbauen. Auch die Abhängigkeit von Grossverträgen wird kritisch gesehen. Ohne diese Aufträge fehle es den Geschäftsmodellen laut Marktbeobachtern an Skalierbarkeit und Profitabilität, berichtet Bloomberg.
Einschätzungen der Analysten zu CoreWeaveAktie und Nebius-Titel
Trotz der Risiken bleibt die Mehrheit der Analysten für beide Aktien positiv eingestellt, wobei Nebius klar besser bewertet wird. Laut TipRanks sprechen sich von zehn beobachtenden Analysten für Nebius neun für einen Kauf aus, während einer zum Halten rät und kein einziger zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel von 160,70 US-Dollar signalisiert ein Aufwärtspotenzial von rund 10 Prozent. Bei CoreWeave empfehlen laut TipRanks 13 von 22 Analysten den Kauf, während acht zum Halten raten und einer ein Sell-Rating vergeben hat. Das durchschnittliche Kursziel von 115,10 US-Dollar impliziert ein Potenzial von fast 13 Prozent.
Julia Walter, Redaktion finanzen.ch
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