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Erwartungen übertroffen 28.07.2021 22:06:00

Nach starken Zahlen bei Umsatz und Ergebnis: Microsoft-Aktie schwächer

Nach starken Zahlen bei Umsatz und Ergebnis: Microsoft-Aktie schwächer

Microsoft hat ein weiteres Quartal mit Rekordumsätzen verzeichnet - ein Beleg dafür, dass der Softwarekonzern weiterhin Erfolg bei der Gewinnung neuer Cloud-Kunden hat, auch wenn ein Teil des Videospielgeschäfts nicht mit den rasanten Wachstumsraten mithalten konnte.

Microsoft gehört zu den Unternehmen, die während der Pandemie am meisten von Home-Office und Fernunterricht profitiert haben.

Der Konzern mit Sitz in Redmond im Bundesstaat Washington meldete am Dienstag nach Börsenschluss für das vierte Geschäftsquartal per Ende Juni einen Umsatzanstieg um rund 21 Prozent auf 46,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 47 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street. Analysten hatten mit einem Umsatz von 44,1 Milliarden Dollar und einem Gewinn von 14,6 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Bewertung des Herstellers von Windows und anderen Softwareprodukten übersteigt inzwischen die Marke von 2 Billionen Dollar, der Softwareriese liegt damit an zweiter Stelle hinter Apple. Der Aktienkurs von Microsoft ist im vergangenen Jahr um rund 40 Prozent gestiegen. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie jedoch um mehr als 2 Prozent.

Die Umsätze im Zusammenhang mit dem Cloud-Dienst Azure stiegen um 51 Prozent und damit etwas stärker als in den vorangegangenen beiden Quartalen mit 50 Prozent. Azure wurde im vergangenen Jahr zu einer grösseren Einnahmequelle für das Unternehmen als sein Windows-Betriebssystem. Das Videospielgeschäft wurde zuletzt von der Markteinführung neuer Xbox-Konsolen und Streaming-Dienste für Spiele getrieben, im Schlussquartal gingen die Umsätze mit Xbox-Inhalten und -Diensten jedoch um 4 Prozent zurück.

Da die US-Wirtschaft begonnen hat, einige der pandemiebedingten Beschränkungen zu lockern und die Büros wieder zu öffnen, will Microsoft mit neuen Angeboten von hybriden Arbeitsmodellen profitieren. Im Februar brachte das Unternehmen eine Reihe von Anwendungen für eine Arbeitsumgebung auf den Markt, in der einige Mitarbeiter von zu Hause und andere im Büro arbeiten. Vor Kurzen stellte der Konzern den Cloud-Service Windows 365, der das komplette Betriebssystem samt Anwendungen, Daten und Einstellungen in die Microsoft Cloud verlagert.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/sha/err

(END) Dow Jones Newswires

July 27, 2021 17:21 ET (21:21 GMT)

Die Microsoft-Aktie zeigte sich an der NASDAQ trotz der guten Zahlen letztlich 0,11 Prozent schwächer bei 286,22 US-Dollar.

Redaktion finanzen.ch / NEW YORK (Dow Jones)

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