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21.10.2014 08:57:53

Micronas mit leichtem Umsatzrückgang im dritten Quartal

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp) - Der Halbleiterhersteller Micronas hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2014 im Vergleich zur Vorjahresperiode einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet, vor allem wegen des Bereichs Automotive. Deutlich war der Rückgang der Gewinnziffern, was auf Anlaufkosten für neue Produkte und auf den anhaltend schwachen japanischen Yen zurückzuführen ist. Das zweite Halbjahr entwickelt sich damit wie angekündigt schwächer als das erste. Die Prognosen für das Gesamtjahr werden bestätigt.

Der Umsatz reduzierte sich im dritten Quartal zum Vorjahr um gut 1% auf 38,5 Mio CHF. Der EBIT ging überproportional um über 47% auf 1,68 Mio CHF deutlich zurück, wobei sich die EBIT-Marge auf 4,4 von 8,2% beinahe halbierte. Der Reingewinn reduzierte sich um rund 70% auf noch 0,79 Mio CHF.

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Micronas hat damit die Erwartungen der Analysten mit dem Umsatz verpasst, mit dem Reingewinn dagegen übertroffen. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 39,9 Mio CHF, für den EBIT bei 1,7 Mio und für den Reingewinn bei 0,5 Mio.

WEITERHIN BELASTUNGEN DURCH EINFÜHRUNG NEUER PRODUKTE

Im dritten Quartal hätten die Anlaufkosten für neue Produkte nach wie vor die Margen belastet, teilt Micronas am Dienstag mit. Der Anteil der in Euro fakturierten Rechnungen an die japanischen Kunden habe dafür weiter erhöht werden können und liege mittlerweile bei rund 30%.

Der Umsatzrückgang im Quartal wird auf die wichtigere Division Automotive zurückgeführt. Dieser Kernbereich habe wie erwartet ein Minus verzeichnet, da sich der starke Automobilabsatz in Japan und die Auffüllung der Lager bei den Kunden positiv auf den Umsatz im ersten Semester ausgewirkt hätten. Der kleinere Industriebereich verzeichnete dagegen im dritten Quartal erneut ein "erfreuliches" Wachstum.

Die Auslastung der Freiburger Fertigungsanlagen, welche sowohl Frontend- als auch Backendaktivitäten beinhaltet, lag auch im dritten Quartal 2014 auf der Höhe der Vorquartalswerte; über die ersten neun Monate 2014 gerechnet betrug die Auslastung 85%.

UMSATZPLUS NACH NEUN MONATEN - WENIGER GEWINN

Über die ersten neun Monate kumuliert ergab sich ein Umsatzplus um 4,5% auf 119,6 Mio CHF. Dabei erreichte der Bereich Automotive ein Plus von 3,0% auf 111,3 Mio und der Industriebereich eine Steigerung von knapp 30% auf 8,4 Mio. Der EBIT fiel dagegen um 14% auf 4,97 Mio (Marge 4,2%) und der Reingewinn um mehr als die Hälfte auf 3,09 Mio zurück. Die Bruttomarge verminderte sich um 90 Basispunkte auf 31,0%. Das Eigenkapital reduzierte sich wegen der erneuten Anpassung der Pensionskassenrückstellungen im dritten Quartal an das gesunkene Zinsniveau um 8% auf 108,4 Mio, entsprechend einer Eigenkapitalquote von 36%.

Die bisherigen Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt, offenbar entwickelt sich das zweite Semester in etwa wie vorhergesehen. Demnach soll 2014 ein Umsatz von rund 158 Mio CHF sowie eine EBIT-Marge im niedrigen einstelligen Bereich erreicht werden. Noch 2012 lag diese Marge bei über 14%, im vergangenen Jahr dann noch bei 5,3%.

Er erwarte für das zweite Halbjahr einen weltweit flachen Automobilmarkt sowie einen deutlichen Rückgang der Autoverkäufe in Japan, sagte CEO Matthias Bopp gegenüber AWP vor einigen Wochen. Entsprechend werde der Umsatz im zweiten Halbjahr nicht mehr so stark erwartet. Zuletzt wurde der Ausblick Ende September an einer Investorenkonferenz bekräftigt.

cf