Mercedes-Benz Group Aktie 945657 / DE0007100000
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| Millionen Kläger |
13.07.2026 14:58:00
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Mercedes-Benz-Aktie steigt: Juristischer Etappensieg im britischen Milliardenverfahren
Mehrere grosse Autohersteller haben im Rechtsstreit um illegale Abschalteinrichtungen in Grossbritannien einen juristischen Sieg errungen.
Die Kläger behaupteten, dass bestimmte von den Beklagten hergestellte Dieselfahrzeuge mit verbotenen Abschaltvorrichtungen ausgestattet seien, die die Wirksamkeit der Emissionskontrollsysteme ausserhalb der behördlichen Tests verringern, was zu höheren Emissionen schädlicher Stickoxide im normalen Fahrbetrieb führe.
Renault begrüsste die Entscheidung. "[Sie] steht voll und ganz im Einklang mit unserer langjährigen Position, dass unsere Fahrzeuge in Übereinstimmung mit allen geltenden gesetzlichen Anforderungen entwickelt, konstruiert und hergestellt wurden und werden", erklärte der Autohersteller.
Die anderen Beklagten reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach einer Stellungnahme zu dem Urteil.
Ein weiteres Verfahren soll im Oktober stattfinden, um "die Folgen etwaiger einklagbarer Verstösse sowie Fragen im Zusammenhang mit Schadensersatz oder anderen Rechtsmitteln zu klären", so das Gericht.
Mercedes-Chef: Ungarisches Werk setzt Massstäbe bei Kosten
Mercedes -Chef Ola Källenius hat das Werk im ungarischen Kecskemet als Schlüsselstandort hervorgehoben. Der weltweite Wettbewerb werde immer härter - sowohl in technologischer Hinsicht als auch in Bezug auf Kosten, Geschwindigkeit und Qualität, sagte der Manager bei der Eröffnung der Werkserweiterung. Fabriken wie die in Kecskemet seien ein Wettbewerbsvorteil und ein kraftvoller Beweis, dass höchste Qualität und höchste Kosteneffizienz miteinander einhergehen können. Die Fabrikkosten setzten Massstäbe in Europa.
Mercedes will den Anteil der Produktion in europäischen Niedriglohnländern in den nächsten Jahren von 15 auf 30 Prozent verdoppeln. Die Produktionskosten in Ungarn liegen nach früheren Angaben von Finanzchef Harald Wilhelm rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau.
Grösstes Autowerk in Ungarn
Zur Eröffnung war auch der neue ungarische Ministerpräsident Peter Magyar gekommen. Kecskemet liegt gut 80 Kilometer südöstlich von Budapest. Der Konzern hat den Standort, an dem seit 2012 Fahrzeuge gefertigt werden, kräftig ausgebaut. Es handelt sich demnach nun um die grösste Autofabrik des Landes. Mit einer potenziellen Jahreskapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen wäre Kecskemet künftig aber auch die grösste Mercedes-Fabrik Europas.
Für rund eine Milliarde Euro entstanden in der Provinzstadt unter anderem zwei neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine neue Lackiererei sowie eine Batteriemontage errichtet.
Produktionsbeginn für elektrische C-Klasse
Produziert werden in Kecskemet bereits die A-Klasse und der SUV GLB. Nun kommt die elektrische C-Klasse dazu. Damit wird in dem Werk erstmals ein Modell aus dem Volumen-Segment (Core) hergestellt. Der Konzern setzt den Angaben nach auf ein zweigleisiges Fertigungskonzept: In der bestehenden Halle laufen Verbrenner- und Elektrofahrzeuge flexibel auf einer Linie, die neue Halle ist auf vollelektrische Modelle ausgelegt. Eine kompaktere Version der G-Klasse soll künftig ausschliesslich in Ungarn gebaut werden. Und auch der GLC könnte in dem Werk vom Band laufen.
Magyar lobt Mercedes-Werk als Symbol für Partnerschaft
Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar hat das Mercedes -Werk in Kecskemet als starkes Symbol für die deutsch-ungarische Zusammenarbeit gewürdigt. Es stehe für gemeinsames Wissen, gemeinsame Leistung und gemeinsame Verantwortung, sagte Magyar bei der Eröffnung der Werkserweiterung. Der Regierungschef sprach zu Beginn kurz auf Deutsch, bevor er ins Ungarische wechselte. An der Feier nahm unter anderem auch Konzernchef Ola Källenius teil.
Die Präsenz von Mercedes stärkt Magyar zufolge die Position seines Landes in der globalen Auto-Wertschöpfungskette und beweist, dass Ungarn langfristige, strategisch wichtige Industrie-Investitionen anziehen kann. Deutschland sei seit Jahrzehnten der wichtigste ausländische Investor. Die rund 2.300 deutschen Unternehmen in Ungarn brächten nicht nur Kapital, sondern auch Technologie und Management-Fachwissen. "Wir sind stolz darauf, dass ungarisches und deutsches Know-how hier, in diesem Werk, zusammenkommt", sagte Magyar.
Partnerschaft auf Gegenseitigkeit
Ungarn sei bereit, ein attraktiver Standort mit einem stabilen Umfeld, einem wettbewerbsfähigen Steuersystem, einer angemessenen Infrastruktur und qualifizierten Arbeitskräften zu bleiben, sagte Magyar. Zugleich stellte er klare Bedingungen an die ausländischen Unternehmen. "Diese Partnerschaft (...) muss auf Gegenseitigkeit beruhen", sagte er. Die neue Regierung erwarte von allen Beteiligten die Einhaltung der Vorschriften und den Respekt gegenüber ungarischen Arbeitnehmern. "Arbeiter haben - genau wie Führungskräfte - Anspruch auf fairen Lohn, Arbeitssicherheit und Erholung."
Ziel seiner Regierung sei es nicht nur, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch eine sichere Existenzgrundlage zu gewährleisten. Besonders fördern wolle er ausserdem den Mittelstand - und er appellierte an deutsche Investoren, auch ungarischen kleinen und mittleren Unternehmen zu helfen.
Grösstes Mercedes-Werk in Europa
Mercedes hat das Werk in Kecskemet für rund eine Milliarde Euro erweitert und es so zur grössten Autofabrik gemacht. Mit einer potenziellen Kapazität von bis zu 400.000 Fahrzeugen jährlich wäre Kecskemet in Zukunft auch die grösste Mercedes-Fabrik in Europa. Neu hinzugekommen sind unter anderem zwei Hallen für Karosserie- und Montagelinien, ein zweites Presswerk, eine Lackiererei sowie eine Batteriemontage.
Neben A-Klasse und GLB wird dort nun auch die elektrische C-Klasse gefertigt. Weitere Modelle sollen folgen. Die Produktionskosten in Ungarn liegen nach früheren Angaben von Finanzchef Harald Wilhelm rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau.
Im XETRA-Handel geht es für das Papier am Montag marginale 0,39 Prozent auf 44,16 Euro nach oben.
DOW JONES / AWP
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