Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

Mercedes-Benz Group Aktie 945657 / DE0007100000

China im Fokus 28.07.2026 17:54:00

Mercedes-Benz-Aktie gibt Gas: Erwartungen bei Margen übertroffen

Mercedes-Benz-Aktie gibt Gas: Erwartungen bei Margen übertroffen

Mercedes-Benz hat im zweiten Quartal trotz eines herausfordernden Marktumfelds in China die Erwartungen bei der Profitabilität seiner Kernsparte und auch bei Vans übertroffen.

Der Autobauer Mercedes -Benz hat im wichtigen Pkw-Geschäft auch im zweiten Quartal wegen der Krise im einstigen Wachstumsmarkt China Federn lassen müssen. Weil der Wettbewerbsdruck in der Volksrepublik nach wie vor hoch ist, kappte der Dax -Konzern am Dienstag seinen Umsatzausblick für das laufende Jahr und geht nur noch von einem Erlös leicht unter dem Vorjahreswert aus statt auf Vorjahresniveau. Zudem schrieben die Schwaben laut der Mitteilung wegen der trüben Aussichten in China auf die dortigen Gemeinschaftsunternehmen 704 Millionen Euro ab. Insgesamt machte das Unternehmen aber dennoch mehr Gewinn, weil es mit den Lieferwagen und bei den Finanzdiensten besser lief.

Die Zahlen kommen an der Börse gut an und sorgen für Erleichterung bei Anlegern.

Schlussendlich ging es via XETRA um 2,88 Prozent hoch auf 46,62 Euro. Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies sprach von insgesamt besseren Resultaten als erwartet. Der Grossteil der Jahresprognose sei bestätigt worden. Die freien Finanzmittel seien durch den Verkauf von Daimler-Truck-Anteilen aufgepolstert worden, die Wertminderung in China werfe allerdings Fragen auf. Auch Stephen Reitman vom Analysehaus Bernstein verwies auf die aktuellen Verluste aus chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.

Die am Kapitalmarkt viel beachtete operative Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten im Pkw-Geschäft sackte im zweiten Quartal im Jahresvergleich um 1,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent ab. Analysten hatten im Schnitt einen noch etwas kräftigeren Rückgang befürchtet. Von teils deutlich zweistelligen Margen wie noch nach der Corona-Pandemie ist Mercedes mittlerweile weit entfernt und hat daher auch die Sparanstrengungen intensiviert. Mercedes habe seine Effizienz und Produktivität weiter verbessert, hiess es laut Mitteilung. Kostenmassnahmen aus einem Sparprogramm hätten das Ergebnis im zweiten Quartal gestützt.

Mercedes hat derzeit neben den Einfuhrzöllen in die USA vor allem mit dem schwachen Verkauf in der Volksrepublik zu kämpfen. Mercedes-Chef Ola Källenius setzt weiter auf eine Belebung in der zweiten Jahreshälfte mit frischen Modellen und bestätigte damit die Jahresprognose für das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern sowie für die operative Marge im Pkw-Geschäft.

Mercedes bleibe im chinesischen Markt weiter voll engagiert, stellte er in einer Analystenkonferenz klar. Es sei der wichtigste Markt der Welt, auf dem man technologisch bestehen müsse. "Auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld sind wir im zweiten Quartal auf Kurs geblieben und haben unsere Modelloffensive beschleunigt", sagte der Manager.

Auf Konzernebene ging der Umsatz um 3,3 Prozent auf 32,1 Milliarden Euro zurück. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um gut ein Fünftel auf 1,55 Milliarden Euro zu, weil es in der Lieferwagensparte Vans und bei den Finanzdienstleistungen deutliche Zuwächse gab. In der Autosparte gab es zwar nicht so hohe Einmalkosten für den Stellenabbau wie im Vorjahreszeitraum - dafür aber die Abschreibung in China. Unter dem Strich verbesserte sich das Konzernergebnis um 13,5 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro. Es war der erste Anstieg des Quartalsgewinns seit drei Jahren.

Der Druck in dem Geschäft ist hoch. Ein deutliches Minus in China hatte im zweiten Quartal erneut für einen Absatzrückgang gesorgt. Mercedes verkaufte rund 512.000 Pkw und Vans, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entsprach. Bei den Pkw brach der Absatz in China um 30 Prozent ein.

Die Veränderungen in China seien unter anderem von einem verstärkten Marktdruck, einem weniger günstigen Modellmix sowie Kosten im Zusammenhang mit Anlaufkampagnen geprägt gewesen, hiess es laut Mitteilung. Auch anderswo muss Mercedes aber Abstriche machen: Der durchschnittliche Verkaufspreis je Auto - auch ohne das China-Gemeinschaftsunternehmen BBAC gerechnet - fiel von 67.700 Euro auf 64.700 Euro.

Mercedes begann zudem wie anvisiert mit dem Verkauf von Anteilen der ehemaligen Konzerntochter Daimler Truck. Im zweiten Quartal strich das Unternehmen dafür 417 Millionen Euro an Mitteln ein über Verkäufe im April und Juni, wie Finanzchef Harald Wilhelm in der Telefonkonferenz erläuterte. Im Juli schlug Mercedes dem Manager zufolge dann weitere Papiere in Höhe von rund 600 Millionen Euro los. Nach dem Spin-Off hatte Mercedes zuvor noch einen  Anteil von fast 38 Prozent an dem Nutzfahrzeughersteller, inklusive Anteilen im Mercedes-Pensionsfonds. Laut Wilhelm hält Mercedes nach den Verkäufen nun noch 34,8 Prozent insgesamt.

Der Autobauer will zudem bis zur Hauptversammlung im kommenden Jahr eine weitere Milliarde Euro für Aktienrückkäufe aufwenden.

AWP international / DOW JONES

Weitere Links:


Bildquelle: Vladi333 / Shutterstock.com,Daimler,THOMAS KIENZLE/AFP/Getty Images,Vytautas Kielaitis / Shutterstock.com
In eigener Sache

Trading Signals: Beiersdorf - Underperformer in Lauerstellung

Der Konsumgüterkonzern hat mit Problemen bei seiner Kernmarke Nivea zu kämpfen. An der Börse keimte zuletzt die Hoffnung auf Besserung, die Beiersdorf-Aktie klopft an einem markanten Widerstand an.

Weiterlesen!

Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
13.10.26 Mercedes-Benz Group Sector Perform RBC Capital Markets
12.10.26 Mercedes-Benz Group Buy Jefferies & Company Inc.
09.10.26 Mercedes-Benz Group Neutral UBS AG
09.10.26 Mercedes-Benz Group Buy Deutsche Bank AG
08.10.26 Mercedes-Benz Group Buy Jefferies & Company Inc.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

ETF-Sparplan boom in der Schweiz – Worauf sollten Anleger achten?

ETF-Sparpläne gewinnen in der Schweiz stark an Bedeutung. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger investieren regelmässig in ETFs und nutzen Sparpläne für den langfristigen Vermögensaufbau.

Im Gespräch mit Timo Hegnauer (neon) und Nima Pouyan (Amundi) geht es darum, warum ETF-Sparpläne in der Schweiz aktuell so stark wachsen, welche ETFs besonders häufig bespart werden und worauf man bei Gebühren, Diversifikation, Produktauswahl und Handelskosten achten sollten.

ETF-Sparplan boom in der Schweiz – Worauf sollten Anleger achten?

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 16’716.21 6.24 S2BZ5U
SMI-Kurs: 14’391.31 16.10.2026 17:31:41
Long 13’050.05 10.11 SE2BZU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com