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Starke Verluste voraus? 24.06.2019 17:42:09

Mark Hulbert: Der nächste Bärenmarkt könnte den Dow 35 Prozent kosten

Mark Hulbert: Der nächste Bärenmarkt könnte den Dow 35 Prozent kosten

Schon seit geraumer Zeit gibt es Spekulationen um eine bevorstehende Rezession. Doch auch für Experten ist es nicht einfach abzuschätzen, ob oder wann diese eintreten könnte. Wenn es an den Aktienmärkten zu einem Abschwung kommen würde, dürfte dies auch die Wirtschaft schwächen. Um bessere Vorhersagen über bevorstehende Kursstürze machen zu können untersuchte Mark Hulbert alle 36 Bärenmärkte seit 1900, die in einem Kalender von Ned Davis Research festgehalten sind und berichtete bei MarketWatch über die Entwicklung des Dow Jones in solchen Phasen.

Länge des Bullenmarkts

Viele Anleger sorgten sich darum, dass auf den aktuellen Bullenmarkt, der der aktuell längste in der Geschichte des US-Aktienmarktes ist, ein schlimmer Bärenmarkt folgen könnte. Hulbert untersuchte daher, ob die Härte eines Bärenmarktes mit der Länge des vorherigen Bullenmarktes zusammenhänge. Hierbei gebe es aber keinen Zusammenhang. Der Experte teilte die 36 Bärenmärkte in zwei gleichgrosse Gruppen. Bei den 50 Prozent mit den zuvor kürzesten Bullenmärkten sei der Dow durchschnittlich um 31,5 Prozent gefallen, bei den 50 Prozent mit den zuvor längsten Bullenmärkten habe er im Schnitt 30,8 Prozent nachgegeben. Es konnte also kein erkennbarer Unterschied festgestellt werden.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Als nächstes untersuchte Hulbert, ob das Kurs-Gewinn-Verhältnis des Gesamtmarktes am Anfang eines Bärenmarktes Auswirkungen auf dessen Schwere habe. Dafür unterteilte er wieder in zwei Gruppen. Bei den Bärenmärkten, zu deren Beginn das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) am geringsten war, verlor der Dow Jones 27,8 Prozent, während er bei jenen, vor denen das KGV am höchsten war 34,5 Prozent abgab. Diese Differenz lasse aufgrund der geringen Datenmenge und der Abweichung allerdings keine zuverlässigen Aussagen über einen Zusammenhang treffen, erklärte der Experte bei MarketWatch.

Zyklisch angepasstes Kurs-Gewinn-Verhältnis

Beim Vergleich zwischen den Gruppen mit dem geringsten bzw. höchsten zyklisch angepassten Kurs-Gewinn-Verhältnis (allgemein als CAPE bekannt) war der Unterschied etwas grösser. Bei den 50 Prozent der Bärenmärkte, die mit den höchsten CAPEs begannen, sank der Dow Jones um 35,3 Prozent im Vergleich zu etwa 26 Prozent bei der Hälfte mit den geringsten CAPEs. Zwar sei auch diese Berechnung nicht aussagekräftig genug, zeige aber dennoch eine gewisse Tendenz.

Aktuell liege das zyklisch angepasste Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr hoch. Wenn man der Betrachtung der vergangenen Abschwünge an den Märkten also Bedeutung beimesse, könnte das heissen, dass der Dow im nächsten Bärenmarkt ähnliche Verluste erleiden könnte. Beim aktuellen Stand von etwa 26'000 Indexpunkten würde dieses Minus von rund 35 Prozent ein Unterschreiten der Marke von 17'000 Punkten und somit einen Verlust von insgesamt rund 9'000 Zählern bedeuten.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Ilkin Zeferli / Shutterstock.com,TunedIn by Westend61 / Shutterstock.com,albund / Shutterstock.com,Inked Pixels / Shutterstock.com

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