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20.07.2016 18:45:52

MÄRKTE EUROPA/SAP, VW und EZB-Spekulationen stützen Aktien

   FRANKFURT (Dow Jones)--Überraschend gute vorläufige Quartalszahlen von Volkswagen haben am Mittwoch Aktienkäufe im Automobilsektor ausggelöst und auch den Dax nach oben geführt. VW-Aktien verteuerten sich um 6 Prozent. Der DAX legte um 1,6 Prozent auf 10.142 Punkte zu und der Euro-Stoxx-50 um 1,2 Prozent auf 2.967 Zähler. Nach unerwartet guten Ergebnissen des Schwergewichts SAP waren auch europäische Technologiewerte gesucht. Die SAP-Aktie stieg um 5,7 Prozent auf den höchsten Stand des Jahres.

   Die Börsen wurden einen Tag vor der Sitzung der EZB erneut auch von der Spekulation auf weitere geldpolitische Lockerungen getragen. Allerdings gibt es nicht wenige Skeptiker am Markt. "Was kann die EZB (...) morgen noch liefern, das die europäischen Aktienmärkte und allen voran den DAX auf neue Höchststände befördert und den zehnprozentigen Kursanstieg der letzten zehn Handelstage rechtfertigt", fragte Jens Klatt im Auftrag des Brokers JFD.

   Selbst wenn EZB-Präsident Mario Draghi den Leitzins erneut senken sollte und zudem die Rendite-Untergrenze von minus 0,4 Prozent für aufzukaufende Anleihen aufhebt, so würde dies nur "zur weiteren Enteignung der Sparer" beitragen, argumentierte Klatt. Die strukturellen Probleme der Eurozone würden damit nicht gelöst. Für den DAX schliesst Klatt einen Rücksetzer wie im Dezember 2015 nicht aus, als der Leitindex in kurzer Zeit um 700 Punkte einbrach.

VW und SAP überraschen mit guten Ergebnissen Volkswagen hat in der ersten Jahreshälfte trotz des Abgasskandals mehr verdient als von vielen Analysten erwartet: Operativ erlöste der Konzern zwischen Januar und Juni einen Gewinn von 7,5 Milliarden Euro, nach 6,99 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Die Zahlen sind wirklich super, damit hat man mit der ganzen Abgasproblematik nicht gerechnet", sagte ein Händler. Im Fahrwasser der VW-Aktie legten BMW um 2,5 Prozent zu, Daimler um 1,8 Prozent und Continental um 2,2 Prozent.

   SAP hat im zweiten Quartal mehr Software-Lizenzen verkauft als erwartet und sieht sich als Profiteur eines Austritts Grossbritanniens aus der EU. Laut den Analysten der Baader Bank generieren Software-Unternehmen 50 bis 60 Prozent ihres Umsatzes mit Softwarelizenzen in den letzten beiden Wochen eines Quartals. Just in diesen Zeitraum fiel das Brexit-Votum. Der Kurs stieg um 5,7 Prozent. Die Papiere des französischen Software-Beraters Capgemini gewannen 4,9 Prozent hinzu.

Überkapazitäten bei Rohstoffen lasten auf dem Sektor In London büsste der Kurs der Bergwerksgesellschaft BHP Billiton 2,3 Prozent ein und der des Wettbewerbers Anglo American 4,8 Prozent. Nach Aussage von Händlern haben die Produktionsberichte beider Branchengrössen enttäuscht. "Der Gegenwind für die weltweite Bergwerksbranche, wie zum Beispiel das Überangebot, scheint nicht nachzulassen", sagte Jit Hoong Chan von S&P Global. Der Rohstoffsektor verlor 1,2 Prozent, auch Rio Tinto fielen um 1,6 Prozent und Glencore um 2,1 Prozent.

   In Amsterdam verteuerten sich die Papiere von ASML um 3 Prozent nach guten Ergebnissen des Halbleiter-Zulieferers. Im europäischen Technologiesektor sind ASML mit einem Indexgewicht von 12,2 Prozent hinter SAP mit 24,7 Prozent der zweitschwerste Titel. Die Kursgewinne beider Aktien liessen den Technologiesektor um 3,6 Prozent zulegen.

   In Zürich zogen Aktien von Lonza um 5,8 Prozent an. Der Schweizer Chemie- und Pharmakonzern hat das beste erste Halbjahr in der 119-jährigen Unternehmensgeschichte absolviert. In Stockholm fielen Electrolux um 6 Prozent. Der Hersteller von Haushaltsgeräten hat zuletzt weniger umgesetzt als erwartet und spricht von Risiken wegen eines Brexit.

Ruhe am Devisen- und Bondmarkt vor EZB-Sitzung Am Devisen- und Rentenmarkt herrschte einen Tag vor der EZB-Sitzung Ruhe. Der Euro handelte zum US-Dollar mit 1,10 am unteren Rand der Handelsspanne der vergangenen Wochen. Euro und Dollar werteten zum Yen leicht auf. Das Pfund Sterling legte dank guter Arbeitsmarktdaten aus Grossbritannien zum Dollar und zum Euro zu. Im Juni ist die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld um 400 gestiegen. Volkswirte hatten mit einem zehnmal so starken Anstieg gerechnet.

   Bundesanleihen gaben am Nachmittag nach, die Rendite zehnjähriger Papiere bewegte sich am Abend an der Marke von Null Prozent. Gold und vor allem Silber tendierten schwächer.

   Bei den deutschen Nebenwerten schnellten Air Berlin um gut 20 Prozent nach oben. Laut Handelsblatt verhandelt die Lufthansa mit Etihad, dem grössten Aktionär von Air Berlin, über eine Übernahme derjenigen Strecken, die nicht über die Drehkreuze Düsseldorf und Berlin führen.

   Schwache Quartalszahlen der australischen Tochter Cimic drückten HOCHTIEF um 6 Prozent. Cimic waren an der Börse von Sydney um fast 20 Prozent eingebrochen. Eine Kaufempfehlung der Commerzbank für Pfeiffer Vacuum liess den Aktienkurs des Herstellers von Pumpen, Ventilen und Messgeräten um 5,9 Prozent zulegen.

   Eine Hochstufung auf "Outperformer" der Leoni-Aktie durch den Broker MainFirst sorgte laut Händlern für ein Kursplus von 5,8 Prozent.

Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung . stand absolut in % seit . Jahresbeginn Euro-Stoxx-50 2.966,95 +35,85 +1,2% -9,2% Stoxx-50 2.879,02 +27,97 +1,0% -7,1% Stoxx-600 340,81 +3,49 +1,0% -6,8% XETRA-DAX 10.142,01 +160,77 +1,6% -5,6% FTSE-100 London 6.731,86 +34,49 +0,5% +7,8% CAC-40 Paris 4.379,76 +49,63 +1,1% -5,6% AEX Amsterdam 452,18 +4,33 +1,0% +2,3% ATHEX-20 Athen 1.533,60 +6,91 +0,5% -16,4% BEL-20 Bruessel 3.431,32 +21,08 +0,6% -7,3% BUX Budapest 27.573,51 +163,37 +0,6% +15,3% OMXH-25 Helsinki 3.361,53 +23,57 +0,7% +0,1% ISE NAT. 30 Istanbul 92.502,76 -1546,90 -1,6% +3,5% OMXC-20 Kopenhagen 981,95 +11,08 +1,1% -3,2% PSI 20 Lissabon 4.591,99 +12,35 +0,3% -13,3% IBEX-35 Madrid 8.575,50 +90,30 +1,1% -10,2% FTSE-MIB Mailand 16.763,82 +90,05 +0,5% -21,7% RTS Moskau 946,73 -6,07 -0,6% +25,1% OBX Oslo 560,03 -0,43 -0,1% +3,9% PX-GLOB Prag 1.147,37 +7,72 +0,7% -7,5% OMXS-30 Stockholm 1.386,59 +14,69 +1,1% -4,2% WIG-20 Warschau 1.800,41 +7,94 +0,4% -3,2% ATX Wien 2.222,30 +12,98 +0,6% -7,3% SMI Zuerich 8.197,43 +85,95 +1,1% -7,0%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 7.47 Uhr Di, 17.25 Uhr % YTD EUR/USD 1,1003 -0,17% 1,1021 1,1012 +1,3% EUR/JPY 117,3243 +0,34% 116,9319 116,96 -18,9% EUR/CHF 1,0860 +0,01% 1,0858 1,0846 -0,2% EUR/GBP 0,8354 -0,68% 0,8405 1,1930 +13,4% USD/JPY 106,64 +0,48% 106,13 106,23 -9,2% GBP/USD 1,3172 +0,47% 1,3111 1,3135 -10,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 45,14 44,65 +1,1% 0,49 +7,8% Brent/ICE 47,40 46,66 +1,6% 0,74 +10,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.318,31 1.334,80 -1,2% -16,49 +24,3% Silber (Spot) 19,57 19,90 -1,7% -0,33 +41,6% Platin (Spot) 1.085,20 1.094,00 -0,8% -8,80 +21,7% Kupfer-Future 2,25 2,26 -0,5% -0,01 +4,6% Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

   DJG/bek/cln

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   July 20, 2016 12:14 ET (16:14 GMT)

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