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28.11.2016 18:47:44

MÄRKTE EUROPA/Investoren vor Italien-Referendum vorsichtiger

   Von Thomas Leppert

   FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkten ging es zum Start in die neue Handelswoche überwiegend nach unten. Das am kommenden Wochenende anstehende Verfassungsreferendum in Italien drückte bereits auf die Kaufbereitschaft der Investoren. Allerdings gehen die Meinungen weit auseinander, was die Auswirkungen betrifft: Während einige Marktteilnehmer befürchten, eine Ablehnung der Pläne von Italiens Regierungschef Matteo Renzi könnte über eine Regierungskrise auch die Euro-Krise wieder anheizen, wiegelten andere mit dem Hinweis ab, dass Regierungskrisen in Italien der "Normalzustand" seien. Der Dax verlor in diesem Umfeld 1,1 Prozent auf 10.583 Punkte und der Euro-Stoxx-50 gab um 1,0 Prozent auf 3.017 Punkte nach.

Steigende Risikoaversion gegenüber Italien vor Verfassungsreferendum Der Renditeabstand der italienischen Staatspapiere zu Bundesanleihen, der als Gradmesser der Risiken fungiert, stand mit dem bevorstehenden Referendum im Fokus. Die Zinsdifferenz weitete sich um 2 Basispunkte aus, die Investoren setzen auch hier auf Sicherheit.

   Die DZ Bank adjustierte vor dem Italien-Referendum ihr Portfolio. Die Analysten verkauften Banktitel, da sie im Extremfall erneuten Stress für den italienischen Bankensektor erwarten. Eine erneute Risikoaversion der Anleger dürfte sich dann auch belastend auf die Kurse der anderen europäischen Titel aus dem Sektor auswirken. Mit der frei werdenden Liquidität würden langlaufende US-Staatsanleihen gekauft. Der jüngste Renditeanstieg in den USA im Zuge der "Trump-Rally" scheint der DZ Bank übertrieben. Hier erwartet sie auf Sicht der kommenden Monate eine Korrektur.

   Die Banken standen europaweit unter Druck, der Sektor gab um 1,8 Prozent nach. Die angezählte Banca Monte Paschi di Siena (minus 13,8 Prozent) muss das Kapital um 5 Milliarden Euro aufstocken. "Nimmt man die Kapitalmassnahme zum Massstab, müssten Italiens Banken zusammen weitere 45 Milliarden Euro an Rückstellungen buchen", sagte Eoin Mullany von der Berenberg Bank.

Lufthansa wird vom Streik belastet Die Situation zwischen der Lufthansa und der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ist weiter verfahren. Der Streik verlängert sich momentan von Tag zu Tag. Für die Passagiere wird es auch die kommenden Tage streikbedingt zu erheblichen Einschränkungen kommen. Wie die Lufthansa via Twitter mitteilte, hat sie wegen des Pilotenstreiks für Dienstag 816 Flüge und für Mittwoch 890 Flüge gestrichen. Die VC hatte ihre Mitglieder zuvor für zwei weitere Tage zur Arbeitsniederlegung bei der Deutschen Lufthansa aufgerufen.

   Der Lufthansa ist es bisher nicht gelungen, den anberaumten Streik der Piloten auf juristischem Wege zu unterbinden. Das Arbeitsgericht München lehnte den Antrag der Airline, den Streik zu untersagen, ab. Die Lufthansa-Aktie reduzierte sich um 2,2 Prozent.

   Die Aktie von RWE fiel um 1,0 Prozent auf 11,66 Euro. Die Analysten von HSBC haben RWE auf "Reduce" von "Hold" abgestuft und EON auf "Hold" von "Reduce" nach oben genommen. Eon zogen dagegen um 0,2 Prozent an. Im SDAX gaben Stabilus um 1,1 Prozent nach. Der Industriekonzern hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2015/16 zwar mehr als verdoppelt, an der Börse wurde allerdings der Ausblick als "zu konservativ" bemängelt.

=== Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung stand absolut in % seit Jahresbeginn Euro-Stoxx-50 3.016,80 -31,58 -1,0% -7,7% Stoxx-50 2.810,98 -24,84 -0,9% -9,3% Stoxx-600 339,83 -2,62 -0,8% -7,1% XETRA-DAX 10.582,67 -116,60 -1,1% -1,5% FTSE-100 London 6.799,47 -41,28 -0,6% +8,9% CAC-40 Paris 4.510,39 -39,88 -0,9% -2,7% AEX Amsterdam 452,71 -5,28 -1,2% +2,5% ATHEX-20 Athen 1.624,94 -58,08 -3,5% -11,4% BEL-20 Bruessel 3.463,14 -29,63 -0,8% -6,4% BUX Budapest 30.002,50 +22,54 +0,1% +25,4% OMXH-25 Helsinki 3.480,10 -36,15 -1,0% +3,6% ISE NAT. 30 Istanbul 91.765,22 +830,40 +0,9% +2,7% OMXC-20 Kopenhagen 827,50 +2,63 +0,3% -18,4% PSI 20 Lissabon 4.461,89 -35,38 -0,8% -16,7% IBEX-35 Madrid 8.619,30 -55,10 -0,6% -9,7% FTSE-MIB Mailand 16.216,95 -298,16 -1,8% -24,3% RTS Moskau 1.018,18 -0,33 -0,0% +34,5% OBX Oslo 585,98 -3,28 -0,6% +8,7% PX-GLOB Prag 1.145,56 -4,06 -0,4% -7,7% OMXS-30 Stockholm 1.472,68 -18,55 -1,2% +1,8% WIG-20 Warschau 1.776,30 -20,00 -1,1% -4,5% ATX Wien 2.485,18 -28,42 -1,1% +3,7% SMI Zuerich 7.823,23 -58,30 -0,7% -11,3%

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:12 Fr, 17:45 % YTD EUR/USD 1,0574 -0,71% 1,0649 1,0600 -2,6% EUR/JPY 118,8829 -0,41% 119,3781 119,85 -19,5% EUR/CHF 1,0743 -0,07% 1,0751 1,0739 -1,2% EUR/GBP 0,8526 +0,33% 0,8519 1,1751 +15,8% USD/JPY 112,47 +0,32% 112,11 113,06 -4,2% GBP/USD 1,2400 -0,80% 1,2500 1,2456 -15,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 47,38 46,06 +2,9% 1,32 +7,2% Brent/ICE 48,42 47,24 +2,5% 1,18 +6,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.190,06 1.183,63 +0,5% +6,43 +12,2% Silber (Spot) 16,58 16,53 +0,3% +0,05 +20,0% Platin (Spot) 920,80 908,00 +1,4% +12,80 +3,3% Kupfer-Future 2,66 2,67 -0,4% -0,01 +23,3% === Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

   DJG/thl/ros

   (END) Dow Jones Newswires

   November 28, 2016 12:17 ET (17:17 GMT)

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