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Sicherheit hat Vorrang 15.04.2024 17:38:00

Lufthansa-Aktie tiefer: Lufthansa senkt Jahresprognose - Swiss meidet Lufträume von Iran, Irak und Israel - Lufthansa macht Zugeständnisse an Ita

Lufthansa-Aktie tiefer: Lufthansa senkt Jahresprognose - Swiss meidet Lufträume von Iran, Irak und Israel - Lufthansa macht Zugeständnisse an Ita

Die Fluggesellschaft Swiss hat vorerst Flüge von und nach Tel Aviv ausgesetzt.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag begann der Iran mit einem Angriff auf Gebiete in Israel. Aussagen Israels zufolge sollen fast alle Flugkörper (99 Prozent) abgefangen worden sein. Auch die USA und Grossbritannien sollen bei der Abfang-Aktion Hilfe geleistet haben. So bestätigten die US-Amerikaner iranische Drohnen mit Ziel Israel abgeschossen zu haben.

Laut dem israelischen Armeesprecher Hagari seien jedoch nicht nur aus dem Iran, sondern auch aus dem Iran, Libanon und dem Jemen Raketen in Richtung Israel gestartet worden. Verteidigungsminister Galant machte deutlich, dass es noch nicht vorbei sei: "weitere Bedrohungen sind unterwegs", sagte er laut n-tv.

Irans Führung hatte im Vorfeld öffentlich damit gedroht, Vergeltung für einen Angriff in Syrien auf das iranische Konsulat in Damaskus in der vergangenen Woche zu üben, der mutmasslich von Israel ausgeführt wurde und bei dem hochrangige iranische Militärs getötet wurden. Syrien und der Iran beschuldigten Israel, den Anschlag verübt zu haben.

Swiss meidet Lufträume

Die Fluggesellschaft Swiss setzt angesichts der Entwicklungen im Nahen Osten ihre Flüge nach und von Beirut bis und mit dem kommenden Donnerstag aus. Konkret betreffe dies den Flug, der für Dienstag geplant war, teilte die Lufthansa-Tochter am Sonntag mit.

Bis am Donnerstag würden die Swiss-Flieger weiterhin den iranischen Luftraum meiden. Dies hat laut der Mitteilung zur Folge, dass sich die Flugzeit auf den Strecken zwischen Zürich und den Destinationen Hongkong, Bangkok, Singapur, Delhi und Mumbai um bis zu 90 Minuten verlängert.

Auch der Flugbetrieb nach und von Tel Aviv in Israel bleibt laut der Swiss mindestens bis und mit Montag ausgesetzt. Die Swiss will die betroffenen Passagiere kontaktieren.

Die iranischen Revolutionsgarden hatten am Samstag einen Angriff auf Israel mit Raketen und Drohnen gestartet. Israel, Jordanien und Irak öffneten ihre Lufträume am Sonntag wieder.

Die Swiss beobachte die Lage im Nahen Osten und tausche sich mit den zuständigen Behörden in der Schweiz und vor Ort aus, hiess es. Darauf basierend werde über die Wiederaufnahme der aktuell sistierten Flüge entschieden. Die Sicherheit von Fluggästen und Crews habe stets oberste Priorität.

Swiss-Mutter Lufthansa setzt ebenfalls Flüge nach Nahost aus

Nach dem iranischen Angriff auf Israel hat auch die Swiss-Muttergesellschaft Lufthansa mehrere Flugverbindungen in den Nahen Osten vorübergehend eingestellt. Betroffen sind reguläre Flüge von und nach Tel Aviv in Israel sowie nach Erbil im Irak und Amman in Jordanien, wie der Konzern am Sonntag auf seiner Webseite mitteilte.

Die drei Ziele sollen nach jetziger Planung ab Dienstag wieder regulär angeflogen werden. Flüge in die Hauptstädte des Libanons und des Irans, Beirut und Teheran, bleiben nach Unternehmensangaben mindestens bis einschliesslich Donnerstag ausgesetzt.

pre/

Lufthansa stellt Flüge nach Tel Aviv, Erbil und Amman vorübergehend ein

Die Lufthansa hat nach Irans Angriff auf Israel ihre regulären Flüge von und nach Tel Aviv, Erbil (Irak) und Amman (Jordanien) vorübergehend eingestellt. Wie das Unternehmen auf Anfrage von Dow Jones Newswires mitteilte, gilt dies zunächst bis einschliesslich Montag, 15. April. Ab Dienstag plane "die Lufthansa Group zum jetzigen Zeitpunkt mit einer Wiederaufnahme des regulären Flugverkehrs zu diesen drei Destinationen".

Bereits am Freitag hatte Lufthansa entschieden, den iranischen Luftraum bis einschliesslich Donnerstag, 18. April, zu umfliegen und damit die Flugverbindungen nach Teheran temporär einzustellen. Die Flüge nach Beirut und Teheran sollen bis "mindestens" Donnerstag ausgesetzt bleiben. Dies sei der aktuelle Stand, möglicherweise gebe es im Laufe des Montag eine Aktualisierung, so der Unternehmenssprecher.

Die Lufträume über Israel, Jordanien und Irak seien von den jeweiligen Ländern wieder geöffnet worden, entsprechend nutze Lufthansa diese Lufträume wieder.

Der Iran hatte Israel am Samstag mit mehr als 300 Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen erstmals direkt von seinem Staatsgebiet aus angegriffen. Dutzende Drohnen und die überwiegende Mehrheit der Raketen seien von israelischen, amerikanischen und anderen alliierten Streitkräften abgeschossen worden, bevor sie israelisches Territorium erreichten, sagten Vertreter Israels und der USA. Unklar bleibt zunächst, ob und wie Israel reagiert.

Lufthansa bei Ita für Zugeständnisse bereit

Die Lufthansa hat der EU-Kommission im Ringen um den geplanten Einstieg bei der italienischen Fluggesellschaft Ita weitere Zugeständnisse gemacht. "Wir können bestätigen, dass die Parteien Zusagen gemacht haben, um die vorläufigen wettbewerbsrechtlichen Bedenken auszuräumen", sagte eine Kommissionssprecherin am Montag. Diese würden sorgfältig geprüft. Ein Lufthansa-Sprecher sprach von einer "umfassenden, konstruktiven Lösung", um den wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Behörde zu fraglichen Strecken und der Lage am Flughafen Mailand-Linate Rechnung zu tragen.

Das Konzept lasse sich auch mit der wirtschaftlichen Realität auf dem stark umkämpften italienischen Markt vereinbaren. Zu weiteren Details äusserten sich weder die Lufthansa noch die EU-Kommission. Die Fluggesellschaft zeigte sich weiter zuversichtlich, dass ihr Einstieg bei der Ita genehmigt wird und die Nachfolgerin der früheren Staatsgesellschaft Alitalia in diesem Jahr Teil des Konzerns werden kann.

Vor drei Wochen war bekanntgeworden, dass die EU-Wettbewerbshüter weiter Bedenken gegen die Übernahme haben. Man vertrete derzeit die Auffassung, dass das geplante Geschäft den Wettbewerb auf bestimmten Strecken in und aus Italien einschränken könnte, erklärte die Kommission damals. Die Behörde befürchtete, dass Kunden nach der Übernahme unter steigenden Preisen oder einer schlechteren Qualität leiden könnten.

Die Lufthansa hatte in dem EU-Kartellverfahren bereits Zugeständnisse gemacht, aber keine Details genannt. Das Unternehmen hatte angekündigt, ein Konzept für weitere Zugeständnisse vorzulegen, um Bedenken zu begegnen.

Nach monatelangen Verhandlungen hatte der Konzern Ende Mai mit dem italienischen Staat die Übernahme eines Anteils von 41 Prozent an Ita Airways vereinbart. Dafür sollen der Ita 325 Millionen Euro Eigenkapital aus Lufthansa-Barmitteln zufliessen. Ausserdem kann die Lufthansa laut Vereinbarung ab 2025 zu bestimmten Bedingungen weitere 49 Prozent der Anteile übernehmen und später auch die restlichen 10 Prozent.

Lufthansa senkt Jahresprognose wegen Streiks

Die jüngsten Streiks im Luftverkehr durchkreuzen die Gewinnpläne von Lufthansa . Nach einem unerwartet hohen Verlust im ersten Quartal erwartet Vorstandschef Carsten Spohr für das laufende Jahr nur noch einen operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von rund 2,2 Milliarden Euro, wie der Konzern überraschend am Montag in Frankfurt mitteilte. Das ist rund eine halbe Milliarde weniger als bisher angepeilt, das Vorjahresergebnis von knapp 2,7 Milliarden scheint damit ausser Reichweite. An der Börse kamen die Nachrichten schlecht an.

Der Kurs der Lufthansa-Aktie sackte nach den Neuigkeiten vom Nachmittag um mehr als vier ins Minus und war damit grösster Verlierer im MDax , dem Index der mittelgrossen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier nun rund 18 Prozent eingebüsst.

Im ersten Quartal hatten die Flugbegleiter und die Bodenbeschäftigten von Lufthansa die Arbeit niedergelegt. Auch das Sicherheitspersonal kämpfte mit Ausständen an mehreren Flughäfen für mehr Geld. Den Angaben zufolge kosteten die Streiks das Unternehmen im ersten Quartal rund 350 Millionen Euro.

Zwar schreiben Fluggesellschaften in dieser Zeit meistens rote Zahlen, doch diesmal fiel der operative Verlust des Konzerns mit 849 Millionen Euro mehr als dreimal so hoch aus wie ein Jahr zuvor. Von Lufthansa befragte Analysten hatten im Schnitt nur ein Minus von 554 Millionen erwartet.

Inzwischen sind die Tarifkonflikte in Deutschland gelöst oder steuern auf eine Einigung zu. Ihre Folgen für die kurzfristigen Ticketbuchungen reichen jedoch über das erste Quartal hinaus. Hinzu kommen die ungelösten Konflikte bei der österreichischen Konzerntochter Austrian Airlines. Daher rechnet Spohr für das zweite Jahresviertel mit einer weiteren Ergebnisbelastung von rund 100 Millionen Euro. Die endgültigen Zahlen zum ersten Quartal und weitere Details will der Konzern wie geplant am 30. April veröffentlichen.

Unterdessen muss Lufthansa auf neue Flugzeuge teils noch länger warten als gedacht. Auch deshalb soll das Flugangebot im zweiten Quartal nicht so stark wachsen wie zunächst geplant. Zudem will das Management mit einem geringeren Kapazitätsausbau nach eigenen Angaben die Pünktlichkeit verbessern.

An Nachfrage fehlt es jedenfalls nicht. Die Buchungen entsprächen insgesamt den Erwartungen, berichtete der Konzern. Dies gelte besonders für die reisestarken Sommermonate. Im zweiten Quartal werde das operative Ergebnis des Konzerns daher voraussichtlich höher ausfallen als ein Jahr zuvor.

Für Unsicherheit sorgt derweil der Konflikt im Nahen Osten. Schon vor dem Angriff des Iran auf Israel am Wochenende hatten mehrere internationale Airlines ihre Flüge nach Iran eingestellt und den Luftraum gemieden. Auch die Lufthansa-Gruppe stellte mehrere Flugverbindungen in den Nahen Osten vorübergehend ein.

Die Lufthansa-Aktie verliert via XETRA zeitweise 4,42 Prozent auf 6,57 Euro.

Redaktion finanzen.ch / Zürich (awp/sda) /

Dow Jones

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Bildquelle: Casablanca Stock / Shutterstock.com
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