Lufthansa Aktie 667979 / DE0008232125
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| Ab 1. Juli |
11.05.2026 18:03:00
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Lufthansa-Aktie fester: Flugkonzern streicht Verbindung zwischen Bremen und Frankfurt - Grossaktionär Kühne erhöht Beteiligung
Die Entscheidung der Lufthansa , die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt zum 1. Juli einzustellen, stösst in Bremen auf immer grössere Kritik.
"Bremen verliert damit seinen wichtigsten Zugang zum weltweiten Lufthansa-Netz", so Grobien laut Mitteilung. "Für eine der aussenhandelsorientiertesten Regionen Deutschlands ist das ein schwerer Schlag." Die Flüge seien regelmässig gut ausgelastet, so Grobien weiter. "Vor diesem Hintergrund können wir die Entscheidung der Lufthansa nicht nachvollziehen."
"Keine Luxusverbindung, sondern eine essenzielle Lebensader"
Auch der Wirtschaftsrat der CDU zeigte sich besorgt. "Die Verbindung Bremen-Frankfurt ist keine Luxusverbindung, sondern eine essenzielle Lebensader für Wirtschaft, Wissenschaft und internationale Erreichbarkeit unserer Region", sagte Jörg Müller-Arnecke, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Bremen, laut Mitteilung.
Den Senat forderte er auf, sich klar zum Erhalt der internationalen Erreichbarkeit Bremens zu bekennen. Gemeinsam mit Lufthansa, dem Flughafen und dem Bund müsse der Senat alle Möglichkeiten zum Erhalt der Verbindung auszuschöpfen. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauche Bremen bessere Anbindungen und keine zusätzlichen Standortnachteile.
CDU fordert bessere Rahmenbedingungen für Airlines
Ähnlich äusserte sich auch die hafen- und wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Susanne Grobien. "Die Anbindung an das internationale Drehkreuz Frankfurt ist für unsere Unternehmen essenziell", sagte sie laut Mitteilung. Rund 30.000 Arbeitsplätze, eine Bruttowertschöpfung von rund 2,3 Milliarden Euro und ein Steueraufkommen von knapp 600 Millionen Euro hingen direkt oder indirekt vom Flughafen ab, so die CDU-Politikerin.
"Der Senat muss jetzt alles daransetzen, dass die Lufthansa ihre Entscheidung noch einmal revidiert", forderte Grobien. "Der Senat Bovenschulte muss endlich dafür sorgen, dass der Flughafen für Airlines wirtschaftlich attraktiv bleibt. Dafür braucht es bessere Rahmenbedingungen, mehr Anreize für Fluggesellschaften und eine klare Strategie zur Sicherung des Standorts."
Bovenschulte: "Schwerer Schlag für Bremen"
Zuvor hatte bereits der Senat die Entscheidung der Lufthansa scharf kritisiert. Der Schritt sei "ein schwerer Schlag für Bremen und den ganzen Nordwesten", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Sonntag laut Mitteilung. Der Senat werde deshalb alles dafür tun, dass die Entscheidung noch einmal überdacht wird.
Die Lufthansa hatte am Wochenende angekündigt, die Flugverbindung zwischen Bremen und Frankfurt am Main zum 1. Juli einzustellen. Die Entscheidung sei Teil einer Anpassung des Streckennetzes an "Nachfrage, Wirtschaftlichkeit und operative Rahmenbedingungen", hiess es. Bislang gibt es laut Flughafen bis zu fünf Flüge täglich von Bremen nach Frankfurt.
Grossaktionär Kühne erhöht Lufthansa-Beteiligung von 15 auf 20 Prozent
Der Logistikmilliardär Klaus-Michael Kühne hat seine Beteiligung an der Lufthansa Group erhöht. Der Anteil seiner Beteiligungsgesellschaft an dem Airline-Konzern überschritt am vergangenen Freitag die Schwelle von 20 Prozent, wie aus einer am Montag veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Zuvor hatte die Kühne Holding knapp über 15 Prozent an der Lufthansa Group gehalten. Zu den Gründen für die Aufstockung war zunächst nichts bekannt.
Der Präsident des Verwaltungsrats der Kühne Holding, Karl Gernandt, hatte sich im April angesichts der aktuellen Streiks bei mehreren Lufthansa-Konzernairlines bei den Spartengewerkschaften Unabhängige Flugbegleiter Organisation (Ufo) und Vereinigung Cockpit (VC) über einen Missbrauch des Streikrechts beklagt. Das Schreiben war an mehrere Medien verschickt worden, unter anderem an das Handelsblatt.
Die Lufthansa-Aktie schloss im XETRA-Handel 2,11 Prozent höher bei 8,31 Euro.BREMEN (awp international) / Dow Jones Newswires
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