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Ziele bekräftigt 24.07.2019 17:54:37

Lonza-Aktie mit zwischenzeitlichem Allzeithoch: Wachstum im ersten Halbjahr dank Pharma-Biotech-Geschäft

Lonza-Aktie mit zwischenzeitlichem Allzeithoch: Wachstum im ersten Halbjahr dank Pharma-Biotech-Geschäft

Bei den Chemieprodukten harzten hingegen einige Bereiche. Die Prognose für das laufende Jahr wird bestätigt.

Lonza habe eine anhaltend positive Dynamik in ihren zentralen Healthcare-Geschäften erfahren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Von Januar bis Juni 2018 steigerten die Basler ihren Umsatz um 6,4 Prozent auf 2,98 Milliarden Franken. Davon blieben 509 Millionen Franken als Betriebsgewinn (EBIT), das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Daneben weist Lonza die um Wertberichtigungen und Restrukturierungsaufwendungen für den Konzernumbau bereinigten Zahlen aus: Der sogenannte "Kern-EBIT" stieg um 7,0 Prozent auf 643 Millionen Franken und der "Kern-EBITDA" um 7,7 Prozent auf 828 Millionen. Die entsprechende Marge verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 27,8 Prozent.

Unter dem Strich stand ein Reingewinn von 393 Millionen Franken zu Buche, ein Plus von 0,5 Prozent. Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Lonza die Schätzungen der Analysten erfüllt oder gar leicht übertroffen.

Starke Pharma-Sparte

Das Glanzstück bei Lonza ist und bleibt das Segment Pharma&Biotech (LPBN), das unter anderem Pharmakonzerne mit Wirkstoffen für Medikamente beliefert. Hier kletterten die Verkäufe um fast 11 Prozent auf 2,09 Milliarden Franken und der Kern-EBITDA um 9,7 Prozent auf 693 Millionen.

Lonza habe dabei "bedeutende" Investitionen in das künftige Wachstum getätigt. Im ersten Halbjahr beliefen sich die Ausgaben auf 308 Millionen Franken.

So hat Lonza am Berichtstag etwa den Ausbau ihrer Biokonjugationsanlage am Standort Visp im Wallis angekündigt. Zuvor hatte das Unternehmen seine dritte Zulassung für die kommerzielle Produktion eines Antikörper-Wirkstoff-Konjugats erhalten. Dabei handelt es sich um eine neue Klasse hochwirksamer Krebsmedikamente.

Einzig das ebenfalls zur LPBN-Sparte gehörende Geschäft mit Kapseln und Inhaltsstoffen für Nahrungsmittel (Consumer Health & Nutrition) sei hinter den Erwartungen zurückgeblieben, teilte Lonza weiter mit.

LSI "widrigem" Umfeld ausgesetzt

Das Segment Specialty Ingredients, das unter anderem Desinfektions- oder Holzkonservierungsmittel herstellt, sah sich laut Lonza unverändert einem "widrigen" Marktumfeld ausgesetzt. Gestiegene Rohstoffpreise, Probleme in der Lieferkette und negative konjunkturelle Einflüsse sind hier die Stichworte.

In Zahlen ausgedrückt sank bei LSI der Umsatz um 3,8 Prozent auf 859 Millionen Franken. Und der operative Gewinn EBITDA ging um 3,0 Prozent auf 163 Millionen zurück. Die Marge stieg aber leicht auf 19,0 Prozent.

Denn einerseits habe Lonza höhere Rohstoffpreise teilweise den Kunden weitergegeben. Andererseits hätten Massnahmen zur Kostenkontrolle erstmals eine Wirkung gezeigt. Ab der zweiten Jahreshälfte rechne Lonza hier mit einer Umsatzerholung.

Mit speziellen Problemen kämpfte das Geschäft mit Mitteln zur Bekämpfung von schädlichen Mikroben. Bei einen wichtigen Rohstoff habe nach wie vor ein Lieferengpass bestanden. Die Versorgung mit dem Rohstoff "BIT" sei nach der Schliessung eines Chemieparks in China, wo der weltgrösste Hersteller angesiedelt sei, deutlich eingeschränkt gewesen.

Prognose bestätigt

Die Jahresziele für 2019 werden bekräftigt. Diese sehen für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich vor sowie eine Kern-EBITDA-Marge auf "anhaltend hohem Niveau". 2018 lag die genannte operative Gewinnmarge bei 27,3 Prozent.

In Kraft bleiben auch die mittelfristigen Ziele für 2022: Bis zum genannten Jahr soll der Umsatz auf 7,1 Milliarden Franken steigen (2018: 5,5 Milliarden) und die Kern-EBITDA Marge auf 30,5 Prozent.

Lonza erweitert Biokonjugationsanlage in Visp

Der Feinchemikalienhersteller und Pharmazulieferer Lonza baut am Standort Visp weiter aus. Dank der Zulassung für die kommerzielle Produktion eines dritten Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) wird die Biokonjugations-Anlage erweitert.

Eine Inspektion der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA für die kommerzielle Produktion eines kürzlich zugelassenen ADCs sei erfolgreich abgeschlossen worden, teilte Lonza am Mittwoch mit. Somit könne am Standort Visp das dritte ADC in die Kommerzialisierungsphase übergehen.

Abnehmer dafür gibt es laut Lonza genug. "Nach der Fertigstellung von elf Prüfsubstanzen (INDs) und der Tatsache, dass inzwischen drei von fünf kommerziell erhältlichen ADCs von unserer Biokonjugationsanlage unterstützt werden, sehen wir die Notwendigkeit für eine Expansion, um uns für eine neue Welle von Therapien zu rüsten, die unsere Kunden entwickeln", wird in der Mitteilung die Chefin des Bereichs Mammalian und Mikrobiologische Entwicklung und Produktion, Karen Fallen, zitiert.

Lonza-Papiere auf Allzeithoch

Die Aktien des Spezialchemieunternehmens reagieren am Mittwoch positiv auf die veröffentlichten Halbjahreszahlen und knüpfen damit an die Kursrekorde der Vortage an. Der Pharmazulieferer hat solide Zahlen vorgelegt, die von den Analysten als insgesamt leicht positiv gewertet werden.

Um 09.40 Uhr gewannen Lonza 1,8 Prozent auf 350,30 Franken. Damit hatte die Aktie eine neue Bestmarke gesetzt. Schlussendlich haben die Anteilsscheine ihre zwischenzeitlichen Gewinne wieder eingebüsst und die Aktie schloss 0,58 Prozent tiefer bei 342,20 Franken.

Insbesondere dank IFRS 16 sei die Core-EBITDA-Marge besser ausgefallen als erwartet, schreibt der Analyst der ZKB in einem Kommentar. Rein operativ sei die Margenentwicklung auf Gruppenebene in etwa in den Erwartungen. Die Umsatzentwicklung bei Pharma, Biotech & Nutrition sei erfreulich gewesen, was ein positives Zeichen für die weitere Entwicklung der Gruppe darstelle.

Die Analystin von Baader Helvea wertet insbesondere die Margenverbesserung im Spezialitäten-Geschäft positiv. Dies sei trotz negativer Umsatzeffekte erreicht worden und belege die Widerstandsfähigkeit und die Wirksamkeit der Kosten-Massnahmen. Die bestätigte Guidance signalisiere eine Verlangsamung im zweiten Halbjahr. Die unter den Prognosen ausgefallenen Werte beim Gewinn pro Aktie könnte in Senkungen der Schätzungen resultieren.

Auch bei Vontobel wird die Profitabilität bei Speciality Ingredients positiv hervorgehoben. Die Halbjahreszahlen seinen ein positiver Schritt in Richtung der 2022-Ziele, heisst es dort.

Basel (awp)

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Bildquelle: Keystone,Lonza

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Basiswert Valor Fälligkeitstag Maximale Rendite p.a.
ABB / LafargeHolcim / Lonza 45380613 08.02.2021 8.83 %
Geberit / LafargeHolcim / Lonza 48130230 28.06.2021 8.48 %
Lonza Group N / Straumann Hldg. AG 48130426 19.01.2021 7.74 %

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