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RENK Aktie 129870173 / DE000RENK730

Rüstungsaufträge 18.08.2026 21:04:49

Lockheed Martin-Aktie nach neuen Aufträgen fest - Kein Gleichlauf bei Rheinmetall, RENK, HENSOLDT, TKMS

Lockheed Martin-Aktie nach neuen Aufträgen fest - Kein Gleichlauf bei Rheinmetall, RENK, HENSOLDT, TKMS

Vier neue Verträge des US-Verteidigungsministeriums schieben die Aktie von Lockheed Martin am Dienstag an, während die europäische Rüstungsbranche zurückhaltend bleibt.

  • Neue Aufträge für Lockheed Martin reichen von F-35-Modifikationen bis zu Radar-Störsystemen
  • Rekord-Auftragsbestand und angehobene Jahresprognose stützen die Stimmung
  • Europäische Rüstungswerte bleiben am Dienstag zurückhaltend

Lockheed Martin hat sich laut Investing.com in den letzten Tagen vier neue Verteidigungsaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 153,5 Millionen US-Dollar gesichert, die von Radarsystemen über Trainingsunterstützung bis zu F-35-Modifikationen reichen. Die Aktie legt daraufhin am Dienstag an der NYSE zeitweise um 2,53 Prozent auf 608,77 US-Dollar zu. Auf die deutschen Branchenvertreter schwappte die gute Stimmung jedoch nicht über: Die Aktie von Rheinmetall sank zum XETRA-Schluss zwar nur um 0,02 Prozent auf 1.213,80 Euro, die anderen Rüstungswerte gaben derweil ebenfalls nach. So fielen Papier von RENK zeitweise um 2,30 Prozent auf 49,99 Euro, Anteilsscheine von HENSOLDT gaben via XETRA um 1,57 Prozent auf 94,14 Euro nach und TKMS-Aktien verloren 3,70 Prozent auf 96,30 Euro.

Die Aufträge für Lockheed Martin fügen sich in eine Serie von Vertragsvergaben ein, die das US-Verteidigungsministerium am Montag veröffentlichte, und sie treffen auf einen Konzern, der bereits einen Rekordauftragsbestand vorweist. So hatte der Rüstungs- und Technologiekonzern mit den Segmenten Aeronautics, Missiles and Fire Control, Rotary and Mission Systems und Space zum 28. Juni 2026 einen Auftragsbestand von 230,4 Milliarden US-Dollar in den Büchern, nach 193,6 Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2025.

Vier Aufträge, ein gemeinsamer Nenner

Die Fort-Worth-Division von Lockheed Martin in Texas erhielt einen Auftrag über 31,3 Millionen US-Dollar für technische Unterstützungsleistungen, die unter anderem in Argentinien, Bahrain, Chile, Ägypten, Indonesien, Jordanien, Marokko, Oman, Taiwan, Thailand und der Türkei anfallen und bis Ende Juni 2029 laufen sollen. Die Sparte Rotary and Mission Systems mit Sitz in Orlando, Florida, sicherte sich daneben bereits am 6. August einen Vertrag über 24,2 Millionen US-Dollar für Trainingsunterstützung des Air Force Special Operations Command mit Laufzeit bis Ende Januar 2027.

Hinzu kam am 12. August eine Vertragsmodifikation der Baltimore-Division in Maryland über 73,9 Millionen US-Dollar für Radar-Störsysteme vom Typ Indra Rigel, die für Mehrzweck-Überwasserkampfschiffe Saudi-Arabiens bestimmt sind und grösstenteils in Madrid gefertigt werden. Die Fort-Worth-Aeronautics-Division rundete das Paket mit einer Modifikation über 24,1 Millionen US-Dollar für Retrofit-Arbeiten an F-35-Kampfjets ab, die bis Oktober 2028 abgeschlossen sein sollen und sowohl US-Streitkräfte als auch ausländische Abnehmer betreffen.

Solides Fundament aus dem zweiten Quartal

Die neuen Verträge treffen auf einen Konzern, der zuvor bereits robuste Zahlen vorgelegt hatte. Für das zweite Quartal 2026 meldete Lockheed Martin am 23. Juli einen Umsatzanstieg von 11 Prozent auf rund 20,1 Milliarden US-Dollar sowie einen Nettogewinn von rund 1,8 Milliarden US-Dollar, was 7,94 US-Dollar je Aktie entsprach. Die Jahresprognose wurde angehoben, der Umsatz soll nun zwischen 79,75 und 81,75 Milliarden US-Dollar liegen. Getragen wurde das Wachstum unter anderem von einem mehrjährigen THAAD-Vertrag mit der Missile Defense Agency über 35 Milliarden US-Dollar.

Am Kapitalmarkt bleibt die Einschätzung zur Aktie mehrheitlich verhalten positiv: Der Analystenkonsens aus 14 Stimmen kommt laut TipRanks auf ein mittleres Kursziel von 622,62 US-Dollar bei einer Spanne von 503 bis 700 US-Dollar. Zuletzt bestätigte Citi am 14. August die Einstufung "Buy" und hob das Kursziel von 641 US-Dollar auf 691 US-Dollar an.

Carolin Ludwig, Martina Köhler, Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquelle: Lockheed Martin
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