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Unsicherheiten 09.04.2020 18:02:36

Leonteq-Aktie knickt nach Gewinnwarnung über 15% ein - Halbjahrergebnis auf Break-even-Niveau erwartet

Leonteq-Aktie knickt nach Gewinnwarnung über 15% ein - Halbjahrergebnis auf Break-even-Niveau erwartet

Angesichts der Unsicherheiten bezüglich der Dauer und der globalen wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Situation sei Leonteq derzeit nicht in der Lage, einen finanziellen Ausblick für das Gesamtjahr zu geben, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit. Deshalb werde die bisher kommunizierte Prognose für 2020 zurückgezogen.

Im Februar anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsergebnisses 2019 hatte CEO Lukas Ruflin für das laufende Jahr noch einen Betriebsertrag in der Bandbreite von 270 bis 300 Millionen Franken in Aussicht gestellt, nachdem dieser 2018 256 Millionen betragen hatte.

Für das erste Halbjahr 2020 erwartet Leonteq ein Ergebnis in etwa auf "Break-even-Niveau", hiess es weiter. Erklärt wird dies in der Mitteilung damit, dass in diesem volatilen Umfeld zwar auf der einen Seite das Transaktionsvolumen und die Kommissionserträge zulegen, auf der andern Seite wegen der sich rasch ändernden Marktrisikopositionen in einem zunehmend illiquiden Absicherungsmarkt zugleich die Hedging-Kosten ansteigen. Insgesamt sehe Leonteq aber weiterhin eine starke Kundennachfrage, hiess es weiter.

Die Resultate zum ersten Semester wird die Gesellschaft am 23. Juli 2020 veröffentlichen.

Neuer White-Labeling-Partner

"Angesichts der anhaltenden Unsicherheiten sind wir auf den Schutz der Profitabilität konzentriert und betreiben ein striktes Kostenmanagement", wird CEO Ruflin in der Mitteilung zitiert. Das Geschäft werde weiter vorangetrieben.

Darüber hinaus habe Leonteq kürzlich eine Kooperationsvereinbarung mit einem neuen White-Labeling-Partner unterzeichnet. Einzelheiten dazu sollen im Laufe dieses Monats bekannt gegeben werden.

Leonteq habe einen starken Start ins Geschäftsjahr 2020 mit hoher Kundenaktivität und einem positiven Handelsergebnis an den Tag gelegt, schrieb die Gesellschaft. Im März habe dann aber die weltweite Ausbreitung von Covid-19 und der Ölpreisschock zu ausserordentlich hoher Volatilität und Turbulenzen an den globalen Kapitalmärkten geführt, wobei alle Anlageklassen, die strukturierten Produkten zugrunde liegen, in Mitleidenschaft gezogen worden seien.

Leonteq-Aktie nach Gewinnarnung unter Druck

Die Aktien des Finanzdienstleisters Leonteq büssen am Donnerstag massiv an Wert ein. Das Unternehmen spürt die Auswirkungen der Coronakrise und hat wegen der grossen Unsicherheit an den Finanzmärkten die im Februar ausgegebene Guidance zurückgezogen.

Die Leonteq-Papiere verloren im Schweizer Handel 15,95 Prozent und schlossen bei 31,10 Franken. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich für Leonteq trotz des grossen Rücksetzers am Donnerstag damit ein Minus von knapp 8 Prozent - weniger als der SPI in diesem Zeitraum mit rund -9 Prozent verloren hat. Die Titel des Struki-Anbieters haben zuvor zu den wenigen Gewinnern im SPI 2020 gehört.

Im derzeit unsicheren Marktumfeld rechnet Leonteq zwar mit steigenden Kommissionserträgen, gleichzeitig würden aber die Kosten für Absicherungen ansteigen und die Einnahmen im Bereich der Dividenden abnehmen. Das Unternehmen hofft, im ersten Halbjahr ein Ergebnis auf "Break Even"-Niveau zu erreichen.

Ein Semester ohne Gewinn könne Leonteq zwar verkraften, doch komme das am Aktienmarkt weniger gut an, schreibt ZKB-Analyst Michael Kunz. Einmal mehr zeige sich, dass man bei den Titeln einen gewissen Bewertungspuffer einkalkulieren müsse, da das Derivatbuch anfällig auf überraschende Entwicklungen sei.

In Zeiten steigender Volatilität profitiere Leonteq zwar für gewöhnlich mit steigenden Handelsergebnissen, so der Analyst weiter. Doch trocknet der Markt aus und kommt die Bewertung der Derivate durcheinander, dann helfe auch die steigende Volatilität nichts mehr.

Auch die Analysten der UBS hatten bei Leonteq im Vorfeld des heutigen Handels mit klar sinkenden Kursen gerechnet. Zwar könne sich Leonteq auf ein "komfortables" Kapitalpolster stützen und allfällige Verluste auffangen, doch die im Aktienkurs eingepreisten Ergebniserwartungen müssten die Anleger nun deutlich reduzieren, heisst es in einem Kommentar.

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone

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