06.12.2018 18:15:43

LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:13 Uhr) +++++

INDEX Stand +-% +-% YTD

EuroStoxx50 3.045,94 -3,31% -13,07%

Stoxx50 2.806,96 -3,19% -11,67%

DAX 10.810,98 -3,48% -16,31%

FTSE 6.704,05 -3,15% -9,96%

CAC 4.780,46 -3,31% -10,02%

DJIA 24.414,86 -2,45% -1,23%

S&P-500 2.642,77 -2,12% -1,15%

Nasdaq-Comp. 7.062,07 -1,35% +2,30%

Nasdaq-100 6.708,28 -1,28% +4,88%

Nikkei-225 21.501,62 -1,91% -5,55%

EUREX Stand +-Ticks

Bund-Future 163,44 +58

+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 51,00 52,89 -3,6% -1,89 -11,7%

Brent/ICE 59,24 61,56 -3,8% -2,32 -5,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.241,16 1.237,33 +0,3% +3,84 -4,7%

Silber (Spot) 14,46 14,51 -0,4% -0,05 -14,6%

Platin (Spot) 787,10 801,00 -1,7% -13,90 -15,3%

Kupfer-Future 2,72 2,77 -1,9% -0,05 -18,9%

Für Verunsicherung sorgen auch die weiter abstürzenden Ölpreise vor dem Hintergrund des gerade stattfindenden Opec-Treffens in Wien. Vom Treffen der Opec-Staaten heisst es, dass man sich prinzipiell auf eine Förderkürzung geeinigt hat. Das Ausmass der Massnahme dürfte allerdings erst am Freitag festgelegt werden. Die derzeit offenbar diskutierte Senkung der Fördermenge von rund 1 Million Barrel bliebe unter den Erwartungen. Auch der kräftige Abbau der Rohöllagerbestände in den USA kann den Preisverfall nicht aufhalten.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Die Aktienkurse an der Wall Street sacken am Donnerstagmittag New Yorker Zeit erneut massiv ab. Damit droht eine Wiederauflage des Absturzes vom Dienstag, als die Indizes um über 3 Prozent nachgaben. Am Vortag fand wegen des Gedenkens an den verstorbenen Ex-Präsidenten George H. W. Bush kein Handel statt. Die Sorgen um eine weitere Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und China verwandeln sich zunehmend in Angst über die weltwirtschaftliche Entwicklung. Auslöser am Berichtstag ist die Meldung über die Verhaftung der Finanzchefin des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada auf Betreiben der USA. Denn diese Massnahme bedeutet aus Sicht der Marktteilnehmer einen harschen Dämpfer für die erhoffte Annäherung im Handelsstreit zwischen USA und China. Neben der China-Frage drückt weiter die zunehmend inverse Zinsstruktur in den USA, bei der die Zinsen am kurzen Ende höher sind als die am langen Ende. Die Konjunkturdaten finden in dem nervösen Umfeld kaum Beachtung. Der ADP-Arbeitsmarktbericht blieb mit einer Zunahme von 179.000 Stellen im privaten Sektor im November leicht unter der Prognose eines Plus von 190.000. "Das Jobwachstum ist stark, hat aber wahrscheinlich seinen Höhepunkt erreicht", sagt Mark Zandi, Chefökonom von Moody's Analytics. Die Produktivität ex Agrar fiel im dritten Quartal mit einem Plus von 2,3 Prozent einen Tick höher als erwartet aus. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist zwar gefallen, doch waren Ökonomen von einem stärkeren Rückgang nach dem deutlichen Anstieg in der Vorwoche ausgegangen. Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Oktober etwas stärker als erwartet gestiegen. Mit den fallenden Ölpreisen geht es für die Aktien der Öl- und Energiewerte nach unten. Der Energie-Sektor im S&P-500 gehört zu den schwächsten Branchen.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Quer Beet haben sich am Donnerstag Anleger von ihren Aktien getrennt. Regelrechte Verkaufswellen waren in einigen Werten zu beobachten. Die Gegenwehr, in diesem Falle Kauforders, waren eher überschaubar. Am Nachmittag belastete dann zudem die erneut schwache Eröffnung an der Wall Street. Dass die Indizes nahe ihrer Tagestief schlossen, ist kein gutes Zeichen. Belastungsfaktor ist weiter der Handelsstreit zwischen den USA und China. Neu ist hier die Verhaftung von Meng Wanzhou, Finanzvorstand von Huawei und Tochter des Firmengründers des seit kurzem zweitgrössten Smartphone-Herstellers der Welt. "Die Chinesen werden diese Verhaftung als neue Provokation werten", sagte Thomas Altmann von QC Partners. Aber auch die Unsicherheit über den anstehenden Brexit, der 2019er Haushalt von Italien und die massiven Proteste und Ausschreitungen in Frankreich halten die Anleger momentan davon zurück, ihr Geld an den Börsen in Europa zu investieren. Die Aktie von Daimler fiel um 6,2 Prozent. Das Gewinnpotenzial - egal, ob kurz-, mittel- oder langfristig - sei unsicher und eine anhaltende Belastung, hiess es von Warburg. Für Zudem verhagelt die Verzögerung beim gemeinsamen Mobilitätsunternehmen mit BMW der Daimler-Finanzsparte das Ergebnis. Auch Covestro standen mit einem Minus von 5,6 Prozent weit oben auf der Verliererseite, zusätzlich belastet von einer Abstufung der Aktie durch die UBS. Mit 7,67 Euro notierte die Aktie der Deutschen Bank auf einem neuen Rekordtief. Im Handel wird darauf verwiesen, dass die Prämien am Markt für Kreditausfallversicherungen jüngst deutlich angezogen sind. Die Aktie verlor schliesslich 4,4 Prozent auf 7,69 Euro. Die Aktie des Immobilienkonzerns Vonovia schloss nach Neunmonatszahlen 1,3 Prozent im Plus. Den Analysten von Jefferies zufolge hat der Nettovermögenswert aufgrund höherer Immobilienbewertungen ihre Schätzung übertroffen. Das Immobilienunternehmen habe seinen Ergebnisausblick für 2018 bestätigt, wobei die Dividende je Aktie über der Prognose der Analysten liege.

+++++ DEVISEN +++++

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:16 Mi, 18:01 % YTD

EUR/USD 1,1380 +0,28% 1,1332 1,1350 -5,3%

EUR/JPY 127,96 -0,35% 128,07 128,39 -5,4%

EUR/CHF 1,1293 -0,22% 1,1304 1,1324 -3,6%

EUR/GBP 0,8909 -0,02% 0,8913 0,8904 +0,2%

USD/JPY 112,44 -0,62% 113,03 113,11 -0,2%

GBP/USD 1,2773 +0,30% 1,2713 1,2747 -5,5%

Am Devisenmarkt legt der als "Fluchtwährung" gesuchte Yen gegenüber dem Dollar zu. Der US-Dollar rutschte im Tagestief bis auf 112,22 Yen nach Wechselkursen klar über der Marke von 113 am Vorabend. Aktuell geht der Dollar mit 112,44 Yen um. Der Dollar gibt mit den etwas schwächeren ADP-Daten nach. Im Gegenzug steigt der Euro bis auf das Tageshoch von 1,1394 Dollar, gibt aber aktuell wieder etwas nach auf 1,1380.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Ein Paukenschlag in Kanada hat die Börsen in Asien am Donnerstag unter Druck gesetzt und belastet auch den US-Aktienterminmarkt: Die Finanzchefin des chinesischen Mobiltelefonherstellers Huawei, Meng Wanzhou, ist bereits am Samstag in Kanada auf Betreiben der USA verhaftet worden, die Meldung wurde aber erst jetzt verbreitet. Die USA werfen ihr die Verletzung der Iran-Sanktionen vor, es droht ihre Auslieferung an die USA. Im Handel wertete man dies als möglichen Beleg, dass der Prozess der Annäherung im Handelsstreit aus der Spur geraten könnte. "Wir verfolgen äusserst aufmerksam die Entwicklungen in Asien, nachdem Berichte über die Verhaftung der Huawei-CFO mit einer möglichen Auslieferung an die USA die Runde gemacht haben (...). Die Nachricht ist wirklich bedeutsam, denn die US-Regierung versucht, Verbündete davon zu überzeugen, die Verwendung von Huawei-Geräten aus Sicherheitsgründen einzustellen - diese Schlagzeile könnte die Technologiewerte negativ beeinflussen", sagte Chefhändler Stephen Innes von Oanda in Singapur. Erst am Vortag war bekannt geworden, dass die BT Group, einer der grössten und ältesten westlichen Kunden von Huawei, die Technik des chinesischen Telekommunikationsausrüsters aus seinem Netzwerk-Kern entfernen will. Dies seien keine guten Veraussetzungen, den Handelskonflikt zu lösen. Technologiewerte und solche mit Bezug zum Telekommunikationssektor standen in der gesamten Region besonders unter Druck.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Daimler senkt Prognose für Finanzsparte - Konzern-Ausblick bleibt

Die Verzögerung beim gemeinsamen Mobilitätsunternehmen mit BMW verhagelt der Daimler-Finanzsparte das Ergebnis. Weil das Gemeinschaftsunternehmen dieses Jahr nicht mehr zustandekomme, werde der daraus erwartete "signifikante positive Bewertungs- und Ergebniseffekt" bei Daimler Financial Services erst 2019 realisiert. Das Geschäftsfeld rechne deshalb nun für 2018 mit einem EBIT deutlich unter Vorjahr. Auf Konzernebene bleibe die Prognose für das operative Ergebnis davon unberührt, weil mit dem Deal kein Cashflow im Industriegeschäft verbunden sei.

RWE dementiert Bericht: Kohleausstieg lässt Gewinn nicht steigen

Der Energieversorger RWE hat einem Bericht widersprochen, wonach die Abschaltung von Kohlekraftwerken aus Gründen des Klimaschutzes den Gewinn des Unternehmens steigern würde. "Ein Rückschluss - wie er heute in der Börsen-Zeitung gezogen wird - Kompensationsleistungen für die Stilllegung von Kohlekraftwerken könnten gewinnsteigernd für die Unternehmen wirken, ist falsch und für uns nicht nachvollziehbar", erklärte das Unternehmen.

Audi erhält KBA-Freigabe für weiteren Rückruf

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December 06, 2018 12:16 ET (17:16 GMT)

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