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"Geschäft läuft gut" 12.05.2019 17:40:00

LafargeHolcim-VRP sieht Fusionswehen überwunden

LafargeHolcim-VRP sieht Fusionswehen überwunden

"Wir liegen seit Jahresbeginn an der Spitze aller SMI-Werte. Das Geschäft läuft seit Mitte letzten Jahres sehr gut. Sie sehen daran, es geht in die richtige Richtung vorwärts", sagte er in einem Interview mit der "NZZ am Sonntag".

"Wir haben zu Beginn der Fusion viel Zeit verloren und wurden damals auch von einigen Ereignissen überrascht, auf die wir keinen Einfluss hatten. Diese Phase liegt jetzt eindeutig hinter uns."

Hess verteidigte weiter die mit der Aufgabe des Aktienrückkaufs geänderte Strategie. "Wir kamen nach intensiven Diskussionen zum Schluss, dass wir das Geld für Unternehmen und Aktionäre wertschaffender einsetzen können, als damit eigene Aktien zurückzukaufen." Mit der Entwicklung des Aktienkurses zeigte er sich dennoch zufrieden: "Beim Aktienkurs geht es seit Jahresbeginn Schritt für Schritt bergauf. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass das erst der Anfang ist."

Hess befürwortet CO2-Steuer

Gegen die Einführung einer CO2-Steuer, wie sie in der angeheizten Klimadebatte wieder diskutiert wird, hätte Hess nichts. "Wir unterstützen eine faire Steuer für CO2-Emissionen. Eine solche ist ein Innovationstreiber für unsere Branche", so der LafargeHolcim-Präsident. Er verwies auf seit Jahren intensiven Bemühungen des Unternehmens, die CO2-Emissionen der Produkte zu senken. So werde etwa an neuen Zementen gearbeitet, die weniger kohlenstoffintensiv seien. In den Zementöfen in vielen Schwellenländern werde zudem Plastik- und Hausmüll verbrannt, dem die Kommunen kaum noch Herr werden könnten. Und künftig wolle LafargeHolcim auch den Plastik, der in den Weltmeeren schwimme, in den Zementwerken verwenden.

Eine klare Absage erteilt der der Konzernverantwortungsinitiative. "Die halte ich für eine Absurdität. Sie ist einfach nicht durchdacht." Er sei sich aber der Popularität der Initiative bewusst. "Das Anliegen tönt gut, es ist aber populistisch und falsch." Es wäre extrem anmassend von der Schweiz, über die Ausgestaltung von Menschenrechten und Umweltschutz in Asien, Afrika oder Lateinamerika zu urteilen.

Zürich (awp)

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Bildquelle: THOMAS SAMSON/AFP/Getty Images,Keystone,keystone