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15.05.2019 08:27:36

LafargeHolcim steigert Umsatz deutlich und verbessert Profitabilität

(Meldung ausgebaut)

Jona (awp) - Der Baustoffkonzern LafargeHolcim hat im ersten Quartal 2019 von einer stabilen Nachfrage in Asien, Europa und Nordamerika sowie von höheren Preisen profitiert. Das Umsatzwachstum im üblicherweise eher schwachen Startquartal war in der Folge stärker als für das Gesamtjahr angestrebt. Und der operative Gewinn stieg überproportional.

Der Umsatz in den ersten drei Monaten 2019 wuchs verglichen zum Vorjahr um 2,2 Prozent auf 5,96 Milliarden Franken. Auf vergleichbarer Basis, also bereinigt um Devestitionen, Zukäufe und Währungen, wurde ein Plus von 6,4 Prozent ausgewiesen.

Einsparungen bei den Verwaltungskosten liessen den Betriebsgewinn überproportional steigen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der wiederkehrende EBITDA (vor IFRS 16) verbesserte sich auf vergleichbarer Basis um rund 21 Prozent auf 809 Millionen Franken. Die entsprechende Marge stieg auf 13,6 Prozent von 12,0 Prozent. Nach IFRS 16, bei dem die Leasingverhältnisse anders bilanziert werden, wurde ein Wert von 920 Millionen ausgewiesen.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten auf allen Ebenen klar übertroffen.

Nur Nahost/Afrika gibt nach

Die Entwicklung der Verkaufsvolumen war in allen Bereichen auf vergleichbarer Basis positiv. Der konsolidierte Zement- und Klinkerabsatz stieg um 4,6 Prozent auf 50,1 Millionen Tonnen, die Zuschlagstofflieferungen um 1,7 Prozent auf 49,6 Millionen Tonnen und die Transportbetonvolumen um 2,9 Prozent auf 11,4 Millionen Kubikmeter.

Regional betrachtet habe Europa sehr gute Ergebnisse verzeichnet, dank starkem Volumenwachstum in allen Segmenten und Preiserhöhungen in vielen Märkten. Hier wurde der Umsatz auf vergleichbarer Basis um rund 16 Prozent gesteigert und der Betriebsgewinn legte um 77 Prozent zu.

Nordamerika sei mit +4,0 Prozent ebenfalls gut ins Jahr gestartet. Die Region habe gutes Volumenwachstum gesehen und mehrere langfristige Aufträge verbuchen können. Lateinamerika (Umsatz +4,2%, EBITDA -1,6%) habe ein abschwächendes Umfeld gesehen und trotzdem "robuste Ergebnisse" erzielt. Die dynamische Entwicklung in der Region Asien Pazifik (Umsatz +4,3) habe sich fortgesetzt.

Einzig die Region Naher Osten/Afrika wies einen Umsatzrückgang von 2,4 Prozent aus und einen tieferen Betriebsgewinn (-16%).

Ziele bestätigt

Mit dem Verkauf einiger Aktivitäten in Südostasien habe man attraktive Bewertungen erzielt, wodurch die Finanzkraft verbessert wurde, schrieb der Konzern weiter. Die Umsetzung der Strategie bis zum Jahr 2022 soll weiter beschleunigt werden.

Zum Ausblick hiess es, dass sich die "positive Dynamik" des ersten Quartals im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen wird. Der Konzern bestätigt die Guidance und rechnet für das Jahr 2019 weiter mit einer positiven Marktentwicklung und einem Wachstum beim Nettoverkaufsertrag von 3 bis 5 Prozent. Der wiederkehrende betriebliche EBITDA auf vergleichbarer Basis soll ein Wachstum von mindestens 5 Prozent aufweisen.

Durch die Erlöse aus dem Verkauf von Unternehmensteilen soll die Verschuldungsquote im Verhältnis zum EBITDA ausserdem bis Jahresende auf den Faktor 2 oder darunter sinken. Die Ausgaben für Investition und ergänzende Akquisitionen sollen laut den Angaben unter der Marke von 2 Milliarden Franken bleiben.

yr/rw