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Umsatzrückgang 27.02.2019 17:47:00

Kudelski leidet an Umbaukosten und schreibt rote Zahlen - Aktie gibt nach

Kudelski leidet an Umbaukosten und schreibt rote Zahlen - Aktie gibt nach

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen leicht höhere Erlöse.

Konkret setzte Kudelski im Gesamtjahr 2018 mit 919,7 Millionen Dollar 9,1 Prozent weniger um als im Vorjahr. Das operative Ergebnis ohne die Berücksichtigung der Umbaukosten (EBIT adj.) kam bei 32,9 Millionen Dollar zu liegen. Inklusive Umbaukosten fiel operativ ein Minus von 7,3 Millionen Dollar an. Und unter dem Strich ergab sich ein Verlust von 20 Millionen Dollar, nachdem Kudelski im Vorjahr noch knapp schwarze Zahlen ausweisen konnte.

Damit haben die Westschweizer die Erwartungen der Finanzgemeinde verfehlt. Diese rechnete laut dem AWP-Konsens mit einem Umsatz von 999 Millionen Dollar. Beim bereinigten EBIT waren die Experten von 38,6 Millionen ausgegangen.

Mit Blick nach vorne sei man aber zuversichtlich, wie Kudelski am Mittwoch mitteilte. Für 2019 wird eine Stabilisierung des kriselnden Pay-TV-Geschäfts erwartet. Zudem will das Unternehmen weiterhin in neue Geschäftsfelder wie den "Internet-der-Dinge"-Bereich (IoT) investieren. Aus diesen neuen Sparten wird aber erst ab 2020 mit einem Gewinnbeitrag gerechnet.

Die Aktien des Technologieunternehmens Kudelski reihten sich am Mittwoch im unteren Ende des Tableaus ein. Mit dem Vorstoss in neue Geschäftsfelder hat das Unternehmen viel Geld verbrannt und weist entsprechend einen höheren Verlust aus als von Finanzexperten erwartet.

Die Kudelski-Papiere verbuchten zum Handelsschluss am Mittwoch ein Minus von 4,04 Prozent auf 5,94 Franken. Damit standen die Titel aber noch immer höher als im Dezember 2018, als zeitweise Preise von unter 5,40 Franken bezahlt worden waren.

Das Unternehmen befinde sich noch vollumfänglich im Transformationsmodus, so der Tenor der Analysten. Inwieweit dieser bereits Früchte trägt, sind sich die Experten aber uneinig.

Wenig überzeugt zeigen sich etwa die Analysten von UBS und Vontobel. Erstere hält angesichts der unter den Erwartungen ausgefallenen Zahlen an ihrer Verkaufsempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von 5 Franken fest. Letztere überdenken ihr Kursziel von 9,10 Franken, da der Transformationsprozess bei Kudelski weiter anhalten dürfte.

Einzig die Analysten von Baader Helvea vermögen den Zahlen etwas Positives abzugewinnen und bezeichnen die Ergebnisse als "besser als befürchtet". Das "Cash-Cow-Geschäft" Pay-TV etwa habe eine Trendwende in der Ergebnisentwicklung vollzogen. Sie sehen den Wendepunkt in der "mehrjährigen und kostspieligen" Transformation erreicht und belassen daher ihre Ergebnisprognosen für 2019 weitgehend unverändert. Die Empfehlung lautet "Kaufen" bei einem Kursziel von 14 Franken.

sta/gab/uh

Cheseaux-sur-Lausanne (awp)

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Bildquelle: Keystone