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Rote Zahlen 14.02.2020 17:55:00

Krise bei Nissan schlägt bei Renault durch - Aktie dreht ins Plus

Krise bei Nissan schlägt bei Renault durch - Aktie dreht ins Plus

Der auf die Muttergesellschaft entfallende Fehlbetrag betrug im vergangenen Jahr 141 Millionen Euro nach einem Jahresüberschuss von 3,3 Milliarden Euro 2018, wie der Autobauer am Freitag in Boulogne-Billancourt bei Paris mitteilte.

Der japanische Hersteller Nissan hatte bereits angekündigt, dass er wegen schwacher Verkäufe erstmals seit elf Jahren einen Quartalsverlust eingefahren hatte. Nissan trug bisher Milliardenbeträge zum Renault-Gewinn bei - im vergangenen Jahr waren es aber nur noch 242 Millionen Euro. Probleme bei Gemeinschaftsunternehmen in China belasteten zudem den Gewinn von Renault, auch Steuereffekte in Frankreich schlugen zu Buche.

Renault, an dem der französische Staat beteiligt ist, hält 43,4 Prozent der Anteile an Nissan. Die Japaner sind zu 15 Prozent an Renault beteiligt, haben aber dabei keine Stimmrechte.

Der Umsatz des französischen Traditionskonzerns sank um 3,3 Prozent auf rund 55,5 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis verminderte sich um rund 30 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro. Die Dividende soll auf 1,10 Euro sinken nach 3,55 Euro zuvor.

Nach dem Skandal um den früheren Konzernchef Carlos Ghosn sucht der Hersteller nach einem Neuanfang. Der frühere Seat-Vorstandschef Luca de Meo wird seinen neuen Posten als neuer Generaldirektor aber erst am 1. Juli antreten.

Die Renault-Aktie verlor im Pariser Handel nach einem Auf und Ab letztlich 0,90 Prozent auf 34,50 Euro.

Renault will nach Verlust sparen - Auch Fabriken auf dem Prüfstand

Nach einem Verlust im vergangenen Jahr will der französische Autobauer Renault einen Sparplan mit einem Umfang von mindestens zwei Milliarden Euro auflegen. Interimschefin Clotilde Delbos machte am Freitag deutlich, dass dabei auch Fabriken in Frankreich und in der ganzen Welt auf dem Prüfstand stehen. "Wir haben kein Tabu, wir schliessen nichts aus", sagte die Topmanagerin bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2019 in Boulogne-Billancourt bei Paris.

Delbos warnte vor Risiken im Zusammenhang mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit in China. Der Konzern habe dafür ein Krisenmanagement eingesetzt. Mit Ausnahme eines Standorts in Südkorea liefen derzeit alle Renault-Fabriken. Aus der besonders betroffenen Region Hubei in Zentralchina kommen aber viele Autoteile, sagte Delbos. Die Auswirkungen seien deshalb schwer abzusehen. "Das Problem ist: Wir haben keine Sicht", sagte sie.

/cb/DP/eas

BOULOGNE-BILLANCOURT (awp international)

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Bildquelle: FotograFFF / Shutterstock.com,Keystone,Renault Deutschland AG,JuliusKielaitis / Shutterstock.com

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