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Enttäuschung gross 14.03.2019 18:00:07

Komax mit höherem Ergebnis und Dividende - Komax-Aktie bricht nach Ausblick ein

Komax mit höherem Ergebnis und Dividende - Komax-Aktie bricht nach Ausblick ein

Der Ausblick ist jedoch verhalten und das Management rechnet für das erste Halbjahr mit einem Umsatzrückgang und einem "markant tieferen Ergebnis", wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag hiess.

Der Betriebsgewinn auf Stufe EBIT stieg 2108 gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent auf 67,3 Millionen Franken. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 14,0 Prozent (VJ 13,5%). Das Gruppenergebnis nach Steuern (EAT) legte um 23 Prozent auf 51,8 Millionen Franken zu.

Der Verwaltungsrat schlägt die Ausschüttung einer Dividende von 7,0 Franken je Aktie vor (VJ 6,50 Fr.), davon 0,80 Franken aus Kapitaleinlagereserven. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 52 Prozent, wie es weiter hiess.

Erwartungen verfehlt

Mit den ausgewiesenen Zahlen blieb Komax hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Der AWP-Konsens für den EBIT lag bei 69,4 Millionen Franken und für den Reingewinn bei 54,8 Millionen. Bei der Dividende wurde durchschnittlich mit einem Wert von 7,45 Franken gerechnet.

Die Zahlen zu Umsatz und Auftragseingang wurden bereits im Januar veröffentlicht und wurden nun bestätigt. So wuchs der Umsatz um rund 17 Prozent auf rund 479,7 Millionen Franken und der Auftragseingang stieg um rund 10 Prozent auf 496,7 Millionen.

Wichtigstes Marktsegment für Komax ist die Automobilindustrie, auf die rund 80 Prozent vom Umsatz entfallen. Durch den Umbruch in dem sich die Industrie derzeit befinde sieht Komax eine Chance, für sich zusätzliche Alleinstellungsmerkmale zu schaffen. Entsprechend soll weiter in Forschung und Entwicklung und in den Ausbau der Kapazitäten investiert werden.

Verhaltener Ausblick

Für das Jahr 2019 ist das Management verhalten. Der Bestellungseingang in den ersten beiden Monaten sei unerwartet schwach gewesen, hiess es. Momentan rechne man damit, dass in den ersten sechs Monaten 2019 Bestellungseingang und Umsatz zwischen 10 und 20 Prozent tiefer ausfallen werden. Zudem werde von einem "markant tieferen Ergebnis" ausgegangen. Trotz der erwarteten Schwächephase will Komax weiter in Forschung und Entwicklung sowie in die Digitalisierung investieren, wodurch der EBIT im Jahresvergleich stärker fallen werde als der Umsatz.

Das Geschäftsjahr werde "sehr herausfordernd", wie es weiter hiess. Unterschiedliche wirtschaftliche und politische Faktoren in den einzelnen Regionen würden insbesondere in der Automobilindustrie momentan zu einer starken Verunsicherung führen. Diese Lage werde jedoch nur vorübergehend sein.

Bei der Umsetzung der Strategie 2017-2021 ist das Unternehmen zuversichtlich, die Ziele zu erreichen.

Komax-Aktie knickt ein

Der Aktienkurs von Komax reagiert mit einem Einbruch auf den mit den Jahreszahlen abgegebenen negativen Ausblick für das erste Halbjahr. Zum Handelsende sackten Komax-Aktien um 16,67 Prozent auf 210,00 Franken ab.

Komax scheine von dem Sturm bei den Automobilzulieferern getroffen zu werden, schreibt der Analyst der UBS. Bei den Konsensschätzungen für den Gewinn pro Aktie 2019 rechnet er nach dem pessimistischen Ausblick für das erste Halbjahr mit einem Abwärtsrisiko von rund 30 Prozent. Zudem hätten auch EBIT und Gruppenergebnis nach Steuern unter den Erwartungen gelegen.

Der negative Ausblick sei eine grosse Enttäuschung, heisst es in einem Kommentar von Vontobel. Das Kursziel von 350 Franken wird überprüft. Das Management habe eine 180-Grad Wende bei der Formulierung ihrer Umsatzerwartung vollzogen und rechnet damit, dass die Unsicherheiten einen signifikanten Einfluss auf das Geschäftsjahr 2019 haben werden. Es werde erwartet, dass dies jedoch nur temporär sei und dass das Unternehmen vom strukturellen Wachstum durch die Lancierung neuer Modelle und dem Zwang zur Automatisierung profitieren werde. Vontobel stuft Komax als "Buy" ein.

Bei der ZKB wird die Einstufung auf "Marktgewichten" von "Übergewichten" gesenkt. Die gedämpften Aussichten werden das Ergebnis 2018 überschatten, schätzt der Analyst. Dass die Dynamik 2019 abnehmen wird, haben man angenommen. In dieser Grössenordnung, zumindest für das erste Halbjahr 2019, komme das doch etwas überraschend. Er werde seine Schätzungen deutlich reduzieren. "Langfristig ist für uns der Investment-Case weiterhin intakt", heisst es weiter.

Dierikon (awp)

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Bildquelle: Keystone,Komax

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