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Julius Bär Aktie 10248496 / CH0102484968

Mittelfristziele bestätigt 21.07.2026 17:57:00

Julius Bär-Aktie verliert dennoch: Rekordgewinn im ersten Halbjahr

Julius Bär-Aktie verliert dennoch: Rekordgewinn im ersten Halbjahr

Die Privatbank Julius Bär hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn dank höherer Erträge aber auch dank dem Wegfall von Sonderbelastungen auf ein neues Rekordhoch gesteigert.

Die Neugeldzuflüsse zum Vermögensverwaltungsinstitut blieben derweil verhalten.

Der Konzerngewinn für die ersten sechs Monate lag mit 673 Millionen Franken mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr (295 Millionen), wie Julius Bär am Dienstag mitteilte. Allerdings war der Gewinn in der Vorjahresperiode noch von Wertberichtigungen auf dem Kreditportfolio von 130 Millionen Franken und von weiteren Sonderfaktoren belastet worden.

Der Netto-Neugeldzufluss im ersten Halbjahr 2026 belief sich auf 5,7 Milliarden Franken, nach einem Zufluss von 7,9 Milliarden Franken in der Vorjahresperiode. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr entsprach das einem Neugeldwachstum von 2,2 Prozent.

Die verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) kletterten per Ende Juni auf ein Allzeithoch von 547 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Jahresende 2025 sind die verwalteten Vermögen damit um rund 5 Prozent gestiegen. Neben den Neugeldzuflüssen profitierte die Bank von einer guten Entwicklung an den Aktienmärkten sowie von Währungseffekten, wie es heisst.

Auf der Ertragsseite konnte die Bank von einer starken Kundenaktivität im Umfeld der volatilen Finanzmärkte profitieren. Gleichzeitig konnte das Institut weiter Kosten einsparen. Das zugrundliegende Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich im ersten Halbjahr auf 62,6 Prozent gegenüber einem Wert von 68,2 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Wie bereits kommuniziert, will Julius Bär bis 2028 Bruttoeffizienzsteigerungen von 130 Millionen Franken realisieren. Im ersten Halbjahr 2026 hätten Umsetzungskosten 7 Millionen Franken betragen, während die daraus resultierenden Nettokosteneinsparungen 11 Millionen betrugen, wie es heisst.

Mittelfristziele bestätigt

Das Institut bekräftigt gleichzeitig seine Mittelfristziele. Die Bank bestätigt ausdrücklich auch ihr Ziel eines Neugeldwachstums von 4-5 Prozent bis 2028, auch wenn die Auswirkungen der Implementierung ihres Risiko- und Compliance-Rahmens bis ins Jahr 2027 anhalten dürften, wie sie schreibt.

Mit den Semesterergebnis hat Julius Bär die Erwartungen der Analysten übertroffen - diese hatten den Gewinn im Schnitt bei 630 Millionen Franken (AWP-Konsens) erwartet. Bei den Neugeldzuflüssen hatten die Experten einen Nettozufluss in der Höhe von 5,2 Milliarden Franken prognostiziert.

Bär-Aktien fallen nach Halbjahreszahlen klar zurück

Die Aktien der Privatbank Julius Bär hatten am Dienstag nach den Halbjahreszahlen einen schweren Stand. Analysten äusseren sich grundsätzlich zwar wohlwollend zu den Zahlen, einige Experten warnen aber vor zu viel Optimismus.

Im SIX-Handel verlor die Julius Bär-Aktie schlussendlich 3,96 Prozent auf 70,80 Franken. Allerdings hatten die Titel zuletzt auch einen starken Lauf, so dass einige Investoren mit den Zahlen sicher auch einen Teil ihrer Gewinne versilbern.

Einig sind sich die Experten, dass die Zahlen der Privatbank gut ausgefallen seien. Dabei heben Experten wie etwa von JPMorgan oder Jefferies vor allem die gute Kostenkontrolle hervor. Auch die Nettoneugeldzuflüsse (NNM) werden von den Experten durchweg positiv erwähnt. "Nach sehr schwachen NNM in den ersten vier Monaten kam es zu einer Erholung in Mai-Juni, sodass die Nettoneugelder die niedrigen Erwartungen übertrafen", ordnet der zuständige Analyst der ZKB ein.

Für die zuständige RBC-Analystin bedeuten die Halbjahreszahlen nach dem enttäuschenden Management-Update für die ersten vier Monate zwar auch eine gewisse Beruhigung, "doch die Prognose, dass die Nettoneugelder im Jahr 2027 aufgrund von Risikominderungsmassnahmen und dem anhaltenden Rückgang der Anzahl Berater weiterhin mit Gegenwind zu kämpfen haben, wirft einige Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit dieser Trends auf."

tp/rw

Zürich (awp)

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Bildquelle: FABRICE COFFRINI/AFP/GettyImages,l i g h t p o e t / Shutterstock.com
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