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Negative Marktentwicklung 19.05.2022 17:58:03

Julius Bär-Aktie schliesst deutlich tiefer: Julius Bär mit leichtem Nettoabfluss in ersten vier Monaten - Neue Ziele bis 2025

Julius Bär-Aktie schliesst deutlich tiefer: Julius Bär mit leichtem Nettoabfluss in ersten vier Monaten - Neue Ziele bis 2025

Die Privatbank Julius Bär hat in den ersten vier Monaten 2022 die negativen Entwicklungen an den Finanzmärkten zu spüren bekommen und weist einen Rückgang der verwaltetem Vermögen aus.

Dazu trug auch ein leichter Nettoabfluss von Vermögen wegen eines Risikoabbaus asiatischer Kunden bei. Die Bruttomarge konnte Julius Bär hingegen dank einer hohen Kundenaktivität verbessern.

Die verwalteten Vermögen (Assets under Management, AuM) lagen per Ende April bei 457 Milliarden Franken gegenüber 482 Milliarden per Ende 2021, wie die Zürcher Vermögensverwaltungsbank am Donnerstag mitteilte. Der Rückgang sei vor allem auf die negative Marktentwicklung, Unternehmensveräusserungen und den Abbau von Fremdfinanzierungen durch Kunden zurückzuführen. So betrug der Effekt aus dem Verkauf der Wergen & Partner sowie der Dekonsolidierung der mexikanischen NSC Asesores rund 5 Milliarden Franken.

Weil "eine Reihe von Kunden in Asien" das Risiko in ihren Anlageportfolios verringerte und die Fremdfinanzierung abbaute, flossen unter dem Strich Vermögen von 2,7 Milliarden Franken ab. Der Effekt habe die anhaltenden Nettozuflüsse der europäischen Kunden übertroffen. Am ausgeprägtesten seien die Auswirkungen des "Deleveraging" im März gewesen, danach habe sich der Trend verlangsamt. Julius Bär erwartet nun, dass sich das Nettoneugeld in der zweiten Jahreshälfte wieder normalisieren wird.

Schliessung von Moskauer Tochtergesellschaft

Rund 0,8 Milliarden Franken wurden ausserdem von AuM zu Custody-Vermögen umqualifiziert, die wegen der Russland-Sanktionen eingefroren wurden. Insgesamt entfielen per Ende April 2022 laut den Angaben rund 1,6 Prozent der von Julius Bär verwalteten Vermögen auf russische Personen, die weder im Europäischen Wirtschaftsraum noch in der Schweiz wohnhaft sind.

Die Gruppe habe zudem ein Kreditengagement gegenüber einer einstelligen Anzahl Kunden, die diesen Sanktionen unterliegen. Die Marktrisikopositionen bezüglich Russland seien nicht signifikant. Die Bank habe derweil die Schliessung ihrer Beratungstochtergesellschaft in Moskau eingeleitet. Der Nettovermögenswert der Einheit betrug per Ende 2021 0,4 Millionen Franken.

Positive Zinserhöhungen

Profitieren konnte die Bank in den ersten vier Monaten von einer im Vergleich zur zweiten Jahreshälfte 2021 wieder verbesserten Kundenaktivität. Die Bruttomarge lag in den ersten vier Monaten "nahe bei 85 Basispunkten" (BP) nach 82 BP im Gesamtjahr 2021. Die Bank sieht sich zudem für einen möglichen signifikanten Anstieg der Bruttomarge aufgrund höherer Zinsen gut positioniert. Die Zinserhöhung der US-Notenbank im März 2022 sei zu spät gekommen, um die Erträge noch deutlich zu beeinflussen.

Die verbesserte Bruttomarge kam auch der adjustierte Cost/Income-Ratio zugute. Diese belief sich in den ersten vier Monaten auf 63 Prozent, eine klare Verbesserung gegenüber den knapp 67 Prozent im zweiten Halbjahr 2021.

Mit den vorgelegten Zahlen hat Julius Bär die Prognosen der Analysten bezüglich der verwalteten Vermögen leicht verfehlt, diese hatten zudem einen positiven Netto-Neugeldzufluss erwartet. Die Bruttomarge fiel dagegen etwas besser aus als vom AWP-Konsens erwartet.

Julius Bär setzt sich neue Ziele bis 2025

Die Julius Bär-Gruppe hat sich neue Mittelfristziele für die Periode 2023 bis 2025 gesetzt. Der Vermögensverwalter will das Geschäft weiter fokussieren und so auch die Kostenbasis weiter reduzieren.

Neu strebt Julius Bär bis ins Jahr 2025 eine adjustierte Vorsteuermarge von 28 bis 31 Basispunkte an, wie die Bankengruppe am Donnerstag mitteilte. Für die vorherige Periode hatte ein Ziel von 25 bis 28 Basispunkten gegolten. Bei der adjustierten Cost/Income Ratio wird neu ein Wert von unter 64 Prozent angestrebt, nachdem zuvor ein Wert von "67 Prozent oder tiefer" angepeilt worden war.

Die Zielsetzung für den adjustierten Gewinn vor Steuern bleibt mit einer jährliche Wachstumsrate von über 10 Prozent während des Zyklus unverändert. Auch die adjustierte Rendite auf dem Kernkapital (CET1) soll unverändert mindestens 30 Prozent erreichen. Dagegen verzichtet die Bank - im Unterschied zu anderen Vermögensverwaltungsinstituten - weiterhin auf ein explizites Ziel für das Netto-Neugeldwachstum.

Verpflichtung zu Aktienrückkäufen

Mit einem "strategischen und dynamischen Kostenmanagement" will Julius Bär zudem bis 2025 Bruttoeinsparungen von 120 Millionen Franken - linear über den Zyklus - erzielen. Konkret sollen die geografische Präsenz und die Marktabdeckung weiter gestrafft werden. Ausserdem soll die Effizienz erhöht werden - mithilfe von Technologie und agilen Arbeitsmethoden sowie durch unter anderem eine verbesserte Organisationsstruktur.

Ausserdem aktualisiert der Vermögensverwalter seine Kapitalausschüttungspolitik. Man verpflichte sich ausdrücklich, überschüssiges Kapital an die Aktionäre zurückzugeben. 50 Prozent des bereinigten Konzerngewinns sollen als ordentliche Dividende ausgeschüttet werden, wie bei der Präsentation des Jahresergebnisses im Februar 2022 angekündigt worden war. Die ordentliche Ausschüttung je Aktie soll dabei mindestens der Vorjahresdividende entsprechen, sofern keine bedeutenden Ereignisse eintreten.

Ausserdem soll das gesamte Kapital, das am Ende des Geschäftsjahres eine BIZ CET1 Kapitalquote von 14 Prozent deutlich übersteigt, im darauffolgenden Jahr über Aktienrückkäufe ausgeschüttet werden. Es sei denn, es ergäben sich Möglichkeiten für M&A-Transaktionen, hiess es.

So reagiert die Aktie

Die Aktien von Julius Bär stehen am Donnerstag im Schweizer Handel deutlich unter Druck. Der Vermögensverwalter legte einen durchwachsenen Zwischenbericht nach vier Monaten vor, der unterschiedlich kommentiert wird. Negativ überrascht hat der Netto-Neugeldabfluss.

Julius Bär-Aktien verloren an der SIX letztlich 5,92 Prozent auf 45,75 Franken. Bär stehen im Jahresverlauf 2022 fast ein Viertel im Minus.

Der Zwischenbericht für die ersten vier Monate weiss bei Analysten nicht zu überzeugen. Bei wichtigen Kennzahlen wurden die Analystenschätzungen knapp verfehlt. So war die Entwicklung bei den verwalteten Vermögen etwas stärker rückläufig als erwartet. Analysten zeigen sich besonders überrascht, dass Julius Bär für die Berichtsperiode sogar einen Nettoneugeldabfluss in Milliardenhöhe zu beklagen hat. Das sei ziemlich ungewöhnlich für die Zürcher Bank.

Julius Bär zeige sich im bisherigen Jahresverlauf ordentlich unterwegs, wobei das eingetrübte Marktumfeld das Neugeld mehr belastet hat als die Ertragsmarge, heisst es bei der ZKB. Die Marge habe vermutlich speziell von gestiegener Volatilität profitiert.

Nicht schlecht kommt derweil das Strategie-Update an. Das sei erwartungsgemäss allerdings nicht allzu einschneidend ausgefallen, heisst es am Markt. Erste Analysten kündigten jedoch an, ihre Schätzungen aufgrund der neuen Mittelfristziele überarbeiten zu wollen. Das gilt insbesondere für die künftige Vorsteuermarge.

Analyst Kian Abouhossein von J.P. Morgan begrüsst neben den neuen Mittelfristziele auch die zur Kapitalrückführung an die Aktionäre gemachten Aussagen des Unternehmens. Bei RBC heisst es dazu jedoch, die neue Politik zu Aktienrückkäufen impliziere für 2023 geringere Rückkäufe als die eigenen bisherigen Schätzungen.

Bei den Zielen hat Julius Bär die Messlatte etwas nach oben gelegt und zudem das Potenzial für Aktienrückkäufe präzisiert, kommentiert zudem der zuständige ZKB-Analyst das Strategie-Update. "Unterstellt man für 2023 normales Marktumfeld, bietet die Aktie eine Dividendenrendite von gut 6 Prozent vor Rückkäufen, was sie günstig erscheinen lässt." Erfahrungsgemäss sei ein nervöser Markt wie aktuell allerdings nicht bereit, einen wieder normalen Marktverlauf für die Zukunft voll einzupreisen.

Zürich (awp)


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