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"Wow no Cow" 16.04.2021 23:31:00

IPO voraus? Spekulationen rund um Oatly-Börsengang

Unternehmen, die auf pflanzenbasierte Nahrungsmittel setzen, liegen derzeit im Trend. Auch an der Börse kommt das gut an, jedoch gibt es bislang nur wenige börsennotierte Unternehmen mit diesem Geschäftsmodell. Springt mit Oatly bald ein weiterer Kandidat aufs Börsenparkett?

• Der Milchalternativen-Hersteller könnte 2021 an die Börse gehen
• Blackstone, Oprah Winfrey and Natalie Portman sind prominente Unterstützer
• Morgan Stanley soll engagiert worden sein

Oatly ist ein schwedisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Herstellung von Milchersatzprodukten ohne Soja spezialisiert hat. Bekannt sind besonders die Hafergetränke, die sich mit dem Slogan "Wow no cow" zieren, aber auch vegane Alternativen für Joghurts, Frischkäse und Eis gehören zur Produktpalette der Schweden.

Oatly - ein kurzes Konzernprofil

Rickard Öste und Skånska Lantmännen riefen 1994 Ceba Foods AB ins Leben, 2001 kam die Einführung der Marke Oatly, nach der - weitere fünf Jahre später - das Unternehmen umbenannt wurde. Heute befindet sich der Hauptsitz in Malmö im Süden Schwedens. Inzwischen füllen die pflanzenbasierten Produkte von Oatly die Ladenregale in mehr als 20 Ländern in Europa und Asien. Zu den Eigentümern gehören neben den Gründern und einigen anderen Verlinvest, China Resources und Blackstone.

Der Anteilsverkauf an letztere Investmentgesellschaft rief Kritik empor, da Blackstone auch in Unternehmen investiert sein soll, denen Umweltzerstörung vorgeworfen werde. Oatly schreibt jedoch selbst auf seiner Webseite, es identifiziere sich mit den Punkten Gesundheit und Nachhaltigkeit. Der schwedische Konzern startete beispielsweise 2019 in Deutschland eine Petition, die die Kennzeichnung von in Deutschland vertriebenen Lebensmittel mit deren CO2-Fussabdruck erwirken sollte.

Veggie-Aktien an der Börse eine Rarität

Nachdem Beyond Meat mit offenen Armen an der Börse empfangen wurde, lässt sich vermuten, dass der Weg an den Aktienmarkt für weitere auf pflanzenbasierte Nahrung spezialisierte Firmen vorgegeben worden ist. Denn Beyond Meat hat inzwischen nicht mehr den Status als einziges börsennotiertes Unternehmen mit reinem Veggie-Sortiment inne. Auch der direkte Konkurrent Impossible Foods könnte noch folgen.

Und auch über einen möglichen Börsengang von Oatly wird in den vergangenen Monaten immer lauter spekuliert. Die Schweden wären das dritte Unternehmen, das sich auf pflanzenbasierte Produkte fokussiert, aber das erste an der Börse, das Milchalternativen produziert. Prominente Unterstützung hat Oatly bereits. Unter anderem auch von Oprah Winfrey und Natalie Portman.

Gerüchte zum Börsengang von Oatly

Bereits im September 2020 kursierten erste Spekulationen um mögliche Oatly-Börsenpläne. Zu diesem Zeitpunkt schmetterte Kommunikationsmanagerin Linda Nordgen die Gerüchte als das ab, was sie sind: "Einfach Gerüchte," äusserte sie gegenüber der Seite vegconomist. Doch im Januar des neuen Jahres keimten diese Gerüchte erneut auf, als CNBC - gestützt auf interne Quellen - über einen möglichen Börsengang 2021 berichtete. Nahrung bekamen die Spekulationen dann rund einen Monat später, als Havre Global AB, die Muttergesellschaft von Oatly, das Formular F-1 vertraulich bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) einreichte, mit dem der Weg für einen möglichen Sprung aufs Börsenparkett geebnet wurde. Der Konzern treibt seinen Börsengang also tatsächlich voran, wie auch die Einbindung der US-Investmentbank Morgan Stanley in die IPO-Pläne vermuten lässt.

Oatly mit 10 Milliarden US-Dollar Unternehmenswert?

Details, etwa zum geplanten Volumen oder der Preisspanne blieb Oatly in diesem Zusammenhang noch schuldig. Am Markt zirkuliert aber eine mögliche IPO-Bewertung von 10 Milliarden US-Dollar, ein Börsengang noch in diesem Jahr wird immer wahrscheinlicher, schätzt etwa die "Financial Times".
Dabei sind es - neben der zuletzt deutlich stärkeren Nachfrage nach pflanzenbasierten Lebensmitteln - insbesondere auch die Expansionspläne von Oatly, die die Bewertung in die Höhe treiben könnten. Die Schweden nehmen neben US-Markt auch den Markteintritt in China ins Visier. Im vergangenen Jahr habe Oatly seine Erlöse verdoppelt, schreibt die FT weiter - und die Ziele bleiben ambitioniert: Auch für 2021 peilt der Konzern wohl eine Umsatzverdopplung auf bis zu 800 Millionen US-Dollar an, so das Blatt.

Gute Voraussetzungen für eine Börsenaufnahme, zumal die Marktstimmung aktuell ausgesprochen positiv ist.

Theresa Holz / Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Oatly


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