Taiwan Semiconductor Manufacturing Aktie 724641 / US8740391003
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| Chipriese vor Zahlen |
20.07.2026 22:22:00
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Intel-Aktie im Plus: Analysten erwarten starken Jahresauftakt - mit einem Vorbehalt
Wedbush traut Intel vor den Quartalszahlen ein deutliches Umsatz- und Margenplus zu, sieht aber ausgerechnet die Marktstimmung als grösstes Risiko.
- Wedbush erwartet für Intel starke Zahlen im zweiten Quartal
- Servergeschäft und PC-Preise sollen laut Wedbush die Ergebnisse treiben
- Trotz starker Prognose bleibt die hohe Bewertung ein Risiko für die Aktie
Wenn Intel am 23. Juli 2026 seine Zahlen zum zweiten Quartal vorlegt, rechnet Wedbush Securities mit einem deutlichen Ergebnisplus. Analyst Matt Bryson sieht Umsatz und Marge klar über den bisherigen Erwartungen, warnt aber davor, dass am Ende nicht die Zahlen selbst, sondern die Reaktion des Gesamtmarkts über den Kursverlauf entscheiden könnte. Am Montag zog die Intel-Aktie an der NASDAQ um 2,13 Prozent auf 97,06 Dollar an.
Rechenzentren treiben das Wachstum
Nach Einschätzung von Bryson steuert vor allem das Servergeschäft auf ein starkes Ergebnis zu, mit einem Umsatzplus von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorquartal und rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zusätzlich stützt eine im zweistelligen Prozentbereich gestiegene durchschnittliche Verkaufspreisspanne die Erlöse. Die laufende Umstellung älterer Fertigungslinien auf den neuen 18A-Prozess soll zusätzliche Serverkapazitäten freisetzen, was Intel nach Ansicht von Wedbush helfen dürfte, die eigenen Umsatzschätzungen zu übertreffen.
PC-Preise und Marge als zusätzliche Stütze
Auch bei den PC-Prozessoren bleibt die Preisstärke hoch, obwohl die weltweiten PC-Auslieferungen zuletzt schwächer ausfielen als erwartet. Dieser Trend soll sich auch im dritten Quartal fortsetzen und macht es laut Bryson wahrscheinlicher, dass Intel die eigenen Umsatzziele übertrifft statt sie zu verfehlen. Bei der Marge rechnet Wedbush mit Werten deutlich über den bisherigen Schätzungen, ein Effekt, der nach Einschätzung des Analysten noch mehrere Quartale anhalten dürfte.
TSMC-Beispiel als Warnung
Als Warnung dient Bryson der Blick auf Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC): Selbst eine deutliche Umsatzbeschleunigung reichte dort zuletzt nicht aus, um einen breiten Ausverkauf bei Halbleiter- und Hardware-Werten zu verhindern. Als Auslöser nennt der Analyst diffuse Sorgen rund um chinesische Fortschritte bei KI-Modellen, die zunehmende Eskalation zwischen dem Iran und den USA mitsamt ihren möglichen Folgen für die Zinspolitik sowie Zweifel an der Investitionsrendite der Rechenzentrumsbetreiber. Intel könnte laut Bryson aber bei mindestens einem dieser Themen besser dastehen, da China für KI-Anwendungen weiterhin auf Rechenleistung angewiesen bleibt.
Intel-Aktie: Hohe Bewertung als Schwachstelle
Trotzdem bleibt Bryson bei seiner Neutral-Einstufung mit einem Kursziel von 95 US-Dollar. Die Bewertung der Intel-Aktie liege deutlich über dem historischen Durchschnitt und über der von Wettbewerbern, was das Papier anfälliger für breite Marktschwankungen mache. Genau darin liegt für Wedbush die eigentliche Unsicherheit vor dem Bericht, nicht in den Geschäftszahlen selbst, sondern in der Frage, wie der Gesamtmarkt auf sie reagiert.
Der nächste belastbare Datenpunkt ist der Bericht am 23. Juli 2026. Vor allem die Reaktion der Aktie in den Stunden danach dürfte zeigen, ob sich Anleger stärker an den Zahlen oder an der allgemeinen Marktstimmung orientieren.
Thomas Zoller, Evelyn Schmal, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.ch
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