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Marge gesteigert 03.08.2022 16:35:00

Infineon-Aktie stärker: Infineon hebt die Prognose nochmals an - Infineon-Chef sieht Vorzeichen möglichen Abschwungs in Chip-Branche

Infineon-Aktie stärker: Infineon hebt die Prognose nochmals an - Infineon-Chef sieht Vorzeichen möglichen Abschwungs in Chip-Branche

Infineon hat bei starkem Wachstum trotz steigender Kosten im dritten Geschäftsquartal die Marge gesteigert.

Der Halbleiterkonzern wird für das Schlussquartal noch einmal optimistischer und erhöhte bei Vorlage der Neunmonatszahlen seine Jahresprognose, wie er in Neubiberg bei München mitteilte. Es ist die dritte Anhebung der Jahresziele. Infineon peilt nunmehr rund 14 (zuvor: 13,5) Milliarden Euro Umsatz sowie eine Segmentergebnismarge von mehr als 23 (zuvor: über 22) Prozent an. Auch der Free Cashflow wird mit 1,4 Milliarden Euro um 300 Millionen höher erwartet als bisher.

Der operative Gewinn für die Monate April bis Juni - das sogenannte Segmentergebnis - erreichte 842 Millionen Euro und lag damit 11 Prozent über dem Wert des Vorquartals (761 Millionen Euro), wie der Halbleiterkonzern mitteilte. Bei einem Umsatz von 3,6 Milliarden Euro - ein Plus von 10 Prozent - entspricht das einer Marge von 23,3 (Vorquartal: 23,1) Prozent. Damit hat Infineon seine Ziele übertroffen.

Analysten hatten im Schnitt mit 3,424 Milliarden Euro Umsatz und 727 Millionen Euro Segmentergebnis gerechnet.

"In einer schwierigen Grosswetterlage ist Infineon dank seines differenzierenden Portfolios weiterhin gut unterwegs", sagte der neue Vorstandschef Jochen Hanebeck. "In einigen konsumentennahen Endmärkten entwickelte sich die Nachfrage zuletzt schwächer. Wir beobachten die Marktentwicklung genau und sind darauf vorbereitet, umgehend zu handeln."

Im vierten Quartal erwartet Infineon bei einem durchschnittlichen Euro/Dollar-Wechselkurs von 1,05 rund 3,9 Milliarden Euro Umsatz und eine Segmentergebnismarge von etwa 25 Prozent.

Infineon-Chef sieht Vorzeichen möglichen Abschwungs in Chip-Branche

Der neue Infineon-Vorstandschef sieht die zuletzt schwächere Nachfrage in einigen konsumentennahen Endmärkten als Vorbote einer womöglich insgesamt endenden Aufschwungphase: "Es scheint, dass wir uns dem Ende eines langen Aufschwungs nähern", sagte Jochen Hanebeck in der Telefonpressekonferenz zu den Drittquartalszahlen. Der Manager geht jedoch davon aus, dass sich die verschiedenen Teilmärkte der Chip-Branche sehr unterschiedlich entwickeln werden.

Bei Personal Computern, Smartphones, Haushaltgeräten und batteriegetriebenen Geräten lasse die Nachfrage schon jetzt nach, sagte Hanebeck. In den Bereichen Automotive, Energie und Datencentern sei dagegen weiterhin strukturelles Wachstum zu erwarten.

Er werde jetzt aber keine Prognose für das im Oktober beginnende neue Geschäftsjahr von Infineon abgeben, sondern wie üblich bis zur Bilanzvorlage im November warten, fügte Hanebeck auf die Frage hinzu, was das alles für sein Unternehmen bedeute. Man habe aber alle für die Marktentwicklung wichtigen Indikatoren im Blick und werde nötigenfalls umgehend reagieren - etwa bei Investitionen und Neueinstellungen. Die für das laufende Geschäftsjahr geplanten Investitionsbudgets von 2,4 Milliarden Euro werde Infineon allerdings komplett umsetzen.

Auch das im Februar angekündigte neue Werk im malaysischen Kulim steht nicht zur Disposition - zumal signifikante Umsätze dort erst 2025 zu erwarten seien: Bei den Halbleitermaterialien Siliziumkarbid und Galliumnitrid, die dort für die Produktion energieeffizienterer Leistungshalbleiter zum Einsatz kommen sollen, "werden wir weiter auf dem Gaspedal bleiben", so Hanebeck.

Zeitweise gewinnt die Infineon-Aktie via XETRA 3,23 Prozent auf 27,32 Euro hinzu.

FRANKFURT (Dow Jones)


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