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Ziele bestätigt 10.10.2019 18:15:00

Givaudan-Aktie gewinnt: Givaudan setzt Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten fort

Givaudan-Aktie gewinnt: Givaudan setzt Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten fort

Vor allem mit dem organischen Wachstum wusste der Dufthersteller zu überzeugen. Die Analystengemeinde findet dafür lobende Worte.

Der Umsatz lag in den ersten neun Monaten bei 4,66 Milliarden Franken, wie es in einem Communiqué vom Donnerstag hiess. Das organische Umsatzwachstum betrug in diesem Zeitraum 6,4 Prozent, im dritten Quartal allein waren es 6,5 Prozent.

Rolle der Zukäufe

Nebst dem organischen Wachstum spielten aber auch Akquisitionen eine zentrale Rolle. Die seit Mai 2018 getätigten Zukäufe trugen insgesamt 380 Millionen Franken zum Umsatz bei, wie das Unternehmen ausführte. 306 Millionen entfielen allein auf Naturex.

Die Rolle der Zukäufe wird künftig nicht abnehmen. Im Rahmen der Strategie 2020 des Unternehmens sei man bestrebt, "durch gezielte Akquisitionen Wert zu schaffen", schrieb Givaudan.

Nach Sparten betrachtet profitierte der Branchenprimus bei den Düften einerseits von neuen Geschäftsabschlüssen, andererseits konnte er Preiserhöhungen durchsetzen. Schliesslich betrug das Umsatzplus hier im dritten Quartal auf vergleichbarer Basis satte 8,3 Prozent.

Getränke und Süsswaren

Die Sparte Aromen verzeichnete im dritten Quartal derweil einen um 4,9 Prozent höheren Umsatz. Zu diesem Wachstum hätten vor allem Bereiche wie Getränke oder Süsswaren beigetragen, teilte Givaudan mit.

Trotz der insgesamt überzeugenden Leistung findet sich im Zahlenkranz auch ein kleiner Wermutstropfen, wenn man den Blick auf die Region Nordamerika schweifen lässt. Hier war das organische Wachstum im Aromasegment leicht rückläufig, wie auch die UBS in einem Kommentar anmerkte.

Dafür fiel das Wachstum in Lateinamerika überaus positiv auf. Auf vergleichbarer Basis stieg in den ersten neun Monaten um knapp 20 Prozent - vor allem dank Ländern wie Mexiko, Kolumbien, Peru und Argentinien. In Asien-Pazifik ging es für Givaudan immerhin um 6,7 Prozent nach oben.

So reagiert die Givaudan-Aktie

Für die Givaudan-Aktien geht es am Donnerstag nach der Vorlage starker Umsatzzahlen für die ersten neun Monate nach oben. Einmal mehr hat der traditionsreiche Aromen- und Riechstoffhersteller aus Genf mit den Neunmonatsumsatzzahlen die Markterwartungen übertroffen. Analysten sind mit dem Wachstumstempo der Genfer zufrieden.

In Zürich gewann die Givaudan-Aktie zum Handelsende 2,12 Prozent auf 2'795 Franken. Ihr Jahreshoch von 2'835 Franken, das die Valoren im Juni erreicht hatten, scheint wieder in Reichweite.

Die Bank Vontobel betont, dass Givaudan dank eigener Innovationskraft in allen Segmenten Neugeschäfte abgeschlossen habe und oftmals geradezu ein Trendsetter sei. Das Unternehmen mache sich damit unentbehrlich für alle Akteure der Branche, so die lobenden Worte des Analysten.

Positiv wird in Analystenkreisen auch das starke Abschneiden im Riechstoffgeschäft und insbesondere jenes im hochmargigen Geschäft mit Feinriechstoffen hervorgehoben. Doch auch im Geschäft mit Aromen sei Givaudan etwas stärker gewachsen als gedacht, hiess es.

Analystin Theodora Lee Joseph von Goldman Sachs betont hierzu, dass die Umsatzentwicklung die Erwartungen über alle Produktbereiche und Regionen hinweg übertroffen habe. Sie erachtet den vorliegenden Zahlenkranz auch vom qualitativen Aspekt her als solide. Gemäss Joseph hebt sich Givaudan auch in Nordamerika von anderen Rivalen ab, hätten letztere doch dort mit einer Wachstumsschwäche zu kämpfen gehabt.

Allerdings konnten auch die Westschweizer in dieser Region nicht vollends überzeugen. Denn das organische Umsatzwachstum der Aromadivision in Nordamerika war leicht rückläufig. Entsprechend gibt es hierzu auch Kritik, beispielsweise von UBS-Analyst Patrick Rafaisz.

Im Geschäftsbereich Aromen habe sich die Absatzsituation in Nordamerika gegenüber der ersten Jahreshälfte leicht verschlechtert, schreibt er denn auch. Ansonsten bezeichnete aber auch Rafaisz die Umsatz- und Wachstumsentwicklung als stark.

Was die diesjährige Entwicklung der Rohstoffkosten anbetrifft, so bestätigte Givaudan auf Anfrage, dass die zuletzt im Juli gemachten Aussagen noch immer Gültigkeit haben. Die Genfer rechnen im laufenden Jahr mit einem Anstieg der Rohstoffkosten um 5 bis 6 Prozent. Die ZKB betont diesbezüglich, dass das gute Wachstumstempo im dritten Quartal auch von den durchgesetzten Preiserhöhungen aufgrund der höheren Rohmaterialpreise begünstigt wurde.

An seinen Mittelfristzielen hielt das Unternehmen im Communiqué vom Donnerstag wie erwartet fest. Konkrete Zielvorgaben für das laufende Jahr gab es wie üblich keine ab.

Die Zürcher Kantonalbank geht von einem organischen Umsatzwachstum von 5,6 Prozent im Gesamtjahr aus. Erst nächstes Jahr werde Givaudan dann vermutlich zur Jahresmitte neue mittelfristige Ziele kommunizieren.

Vernier (awp)

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Bildquelle: Keystone,IgorGolovniov / Shutterstock.com

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Basiswert Valor Fälligkeitstag Maximale Rendite p.a.
Givaudan / Nestlé N / Novartis N / Roche GS 33873727 09.02.2022 5.43 %