Deflationsgefahr 18.11.2014 13:47:49

Gefahr einer Deflation in der Schweiz ist Realität

Gefahr einer Deflation in der Schweiz ist Realität

Von Mathias Ohanian

«Die Gefahr einer Deflation ist konkret und akut», warnt John Bennett. 26 Jahre Erfahrung hat der Schotte im Geschäft mit europäischen Aktien. Bei Henderson Global Investors ist er seit 2011 für die Verwaltung mehrerer Europa-Fonds verantwortlich. Laut Bennett liege das Risiko sinkendender Konsumentenpreise nicht nur in der kriselnden Euro-Zone bei 50 Prozent oder höher. Das gelte auch für die Schweiz, warnt er.

«Als Aktienmanager sollte ich die Signale der Obligationenmärkte ernst nehmen.» Und eine Verzinsung von 0,4 Prozent bei zehnjähriger Schweizer Staatsanleihen deute auf schwaches Wirtschaftswachstum, oder - schlimmer noch - auf sinkende Konsumentenpreise, so Bennett.

Roche, Novartis oder Syngenta als Deflationsversicherung

Doch was empfiehlt der Investmentexperte angesichts dieser Gefahren? Wie können sich Anleger vor sinkenden Preisen schützen? Bennett glaubt an Aktien als Anlageform. Vorne sieht er vor allem grosse, wachsende Unternehmen mit Preissetzungsmacht. Besonders einige Schweizer Titel scheinen es dem Briten angetan zu haben: Zu seinen grössten Einzelpositionen gehören die Pharmariesen Roche und Novartis - trotz der aktuellen hohen Bewertung. Auch Syngenta sei eine gute Versicherung gegen Deflation, so Bennett.

Daneben setzt Bennett in seiner Auswahl auch auf einige Banken in Europa, die vor allem auf den heimischen Märkten operierten - «langweilige Retailbanken», wie er sagt. Dazu gehörten unter anderem die Svenska Handelsbanken, DNB, ING, Danske Bank, Bankinter oder Nordea.

Lesen Sie auf Handelszeitung Online, was John Bennett zum europäischen Aktienmarkt sagt.

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Bildquelle: Bloomberg

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