United Airlines Holdings Aktie 11810912 / US9100471096
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14.04.2026 22:11:00
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Fusionsfantasie beflügelt Airline-Aktien: United Airlines und American Airlines im Aufwind - Auftrag für Dormakaba
Fusionsfantasien beflügeln die US-Airline-Branche: Berichte über mögliche Gespräche zwischen United Airlines und American Airlines lassen die Aktien deutlich steigen
• United Airlines-CEO Scott Kirby bringt offenbar Zusammenschluss ins Spiel
• Spekulationen um Mega-Airline in den USA
Die Aktien der grossen US-Fluggesellschaften United Airlines und American Airlines haben am Dienstag deutlich zugelegt. Auslöser sind Berichte über mögliche Fusionsgespräche, die das Potenzial hätten, die Kräfteverhältnisse in der globalen Luftfahrtbranche nachhaltig zu verändern.
Kursanstieg nach Bericht über Fusionsidee
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, hat United-Airlines-CEO Scott Kirby eine mögliche Kombination mit American Airlines ins Spiel gebracht. Demnach stellte Kirby die Idee sogar hochrangigen Regierungsbeamten vor. Auch Reuters berichtete über eine ähnliche Entwicklung und bestätigte damit die Relevanz der Spekulationen. Ob daraus ein konkreter Deal entstehen könnte, ist derzeit jedoch unklar.
An den Märkten sorgte die Meldung dennoch für Bewegung: Die Aktie von American Airlines legte im NASDAQ-Handel am Dienstag schlussendlich um 8,01 Prozent zu auf 12,13 US-Dollar, während United Airlines ein Plus von 2,07 Prozent auf 97,17 US-Dollar verzeichnete.
Grösster Airline-Konzern der USA möglich
Ein Zusammenschluss der beiden Konzerne hätte weitreichende Folgen für die Branche. United Airlines und American Airlines sind gemessen an der Marktkapitalisierung aktuell die zweit- und viertgrössten Fluggesellschaften der USA. Eine Fusion könnte somit den grössten Airline-Konzern des Landes schaffen - noch vor Delta Air Lines, wie investing.com betont.
Darüber hinaus verfügen beide Unternehmen über die grössten Flugzeugflotten der US-Luftfahrtbranche mit jeweils mehr als 1'000 Maschinen. Eine Zusammenlegung würde die operative Schlagkraft erheblich erhöhen und könnte neue Effizienzpotenziale heben.
Kartellrechtliche Hürden bleiben hoch
Trotz der strategischen Attraktivität eines solchen Deals dürfte der Weg dorthin steinig sein. Laut investing.com unter Berufung auf Bloomberg würde eine Fusion wahrscheinlich einer intensiven Prüfung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Wettbewerb unterzogen, selbst unter einer wirtschaftsfreundlichen US-Regierung.
Der US-Inlandsflugmarkt wird derzeit von vier grossen Playern dominiert: American Airlines, Delta Airlines, United Airlines und Southwest Airlines. Eine weitere Konsolidierung könnte regulatorische Bedenken verstärken und den Wettbewerb erheblich einschränken.
Dormakaba erhält Auftrag von American Airlines für Boarding-Gates
Dormakaba hat einen Auftrag in den USA an Land gezogen. Der Schliesstechnikkonzern liefert an American Airlines 18 Boarding-Gates für den Flughafen Dallas Fort Worth, wie die grösste US-Fluggesellschaft am Dienstag in einem Communiqué bekannt gab.
Der Auftrag von American Airlines soll für das Schweizer Unternehmen zum Türöffner bei Fluggesellschaften in den USA werden. Während in Europa solche automatischen Schleusen an den Abfluggates der Flughäfen gang und gäbe sind, ist das in den USA anders.
Dort seien solche Boarding-Gates, an denen die Passagiere ihren Durchlass mit dem Scannen ihrer Boardingkarte erhalten, noch viel weniger verbreitet, sagte der Dormakaba-Verantwortliche für das Geschäft mit Fluggesellschaften und Flughäfen, Lars Rosenberger, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.
In den USA werde der Boarding-Prozess zum allergrössten Teil vom Personal durchgeführt. Das soll sich nun ändern.
Grosses Potenzial
Die 18 Boarding-Gates am Flughafen Dallas sollen im Juni installiert werden. Der Auftrag hat eine Grössenordnung von 400'000 bis 600'000 Euro, wie Rosenberger sagte.
Aber das Potenzial sei enorm. Denn American Airlines habe neben Dallas noch weitere Grossflughäfen als Drehkreuze wie beispielsweise JFK in New York, Chicago, Miami, Phoenix, Philadelphia, Washington oder Los Angeles. American Airlines plane, solche elektronischen Boarding-Gates mit der Zeit auch an weiteren Hubs einzuführen, schrieb die US-Fluggesellschaft.
Das biete ein Potenzial von mehreren hundert Boarding-Gates, sagte Rosenberger: "Wir gehen davon aus, dass weitere Schritte gegen Ende Jahr erfolgen."
Dormakaba hofft, dass sich das Beispiel von Europa wiederholt. Dort habe man solche Boarding-Gates an die grossen Fluggesellschaften wie Lufthansa, British Airways oder Air France geliefert und die kleineren Airlines seien dann gefolgt. Die zehn grössten Flughäfen in Europa seien in Dormakaba-Hand, sagte Rosenberger.
Die Dormakaba-Aktie notiert via SIX zeitweise 0,75 Prozent höher bei 53,80 Franken.
Bettina Schneider, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.ch mit Material von AWP
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