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Strikter Sparkurs 06.06.2019 13:21:37

Französische Grossbank Crédit Agricole traut sich mehr Gewinn zu

Französische Grossbank Crédit Agricole traut sich mehr Gewinn zu

So soll der Gewinn der börsennotierten Bank bis 2022 auf fünf Milliarden Euro anziehen, wie die Bank am Donnerstag in Paris mitteilte. Das sind rund 600 Millionen Euro oder knapp 14 Prozent mehr als 2018.

Zudem legt die Crédit Agricole die Messlatte für die Kapitalrendite höher als zuletzt und will die Aktionäre mit weiter hohen Dividenden bei Laune halten. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital soll bis 2022 auf mehr als elf Prozent steigen. In den bisher formulierten mittelfristigen Zielen hatte die Bank sich ein Ziel von 10 Prozent bis 2019 gesetzt.

Um das Geschäft anzukurbeln, setzt Bankchef Philippe Brassac vor allem auf die Firmenkundensparte und die Vermögensverwaltung. Weitere Eckpfeiler des neuen Plans sehen vor, in allen Märkten zu wachsen, die vorhandenen Kapazitäten in der Gruppe besser zu nutzen und in Technologie zu investieren. So sollen bis 2022 gruppenweit zehn Milliarden Euro der Erträge aus der besseren Zusammenarbeit der Sparten kommen - 2018 waren dies 8,7 Milliarden Euro und damit 27 Prozent der gesamten Erträge.

Ausserdem will die Bank den technologische Wandel durch Investitionen in die Informationstechnik in Höhe von 15 Milliarden Euro über vier Jahre vorantreiben. Dadurch soll die Gruppe effizienter werden. Keine Prognose gab es dagegen mehr für das Wachstum bei den Erträgen insgesamt. Hier ist Brassac wegen der vielen neuen Regeln für die Banken, der Erwartung einer schwächeren Entwicklung der Wirtschaft und den weiter niedrigen Zinsen, die auf die Erträge der Banken drücken, vorsichtig.

Brassac hatte die Bank umgebaut und weniger profitable Teile über die Jahre verkauft. Die neu gesteckten Ziele sind eine Reaktion darauf, dass die Bank schon vorzeitig ihre wichtigsten Punkte für 2019 erreicht hatte. Damit steht die Crédit Agricole ganz anders da als ihre heimischen Konkurrentinnen BNP Paribas und Societe Generale , die sich zuletzt von wichtigen Zielen verabschieden mussten.

Crédit Agricole ist eines der wenigen Geldhäuser, die zuletzt durch Übernahmen unter anderem des Fondsanbieters Pioneer von der Unicredit gewachsen sind. Im April hatten die Franzosen den Kauf des Hauptdepotgeschäfts und der Aktivitäten im Anlageservice der spanischen Bank Santander vereinbart. Damit will die Bank ihre Position in einem von US-Firmen dominierten Geschäft verbessern.

Die Crédit Agricole ist börsennotiert, gehört aber mehrheitlich kleineren Genossenschaftsbanken. Von der Struktur her ist das Geldhaus damit in Deutschland am ehesten mit der Frankfurter DZ Bank vergleichbar, die als Zentralinstitut für den Genossenschaftssektor dient - die DZ Bank ist allerdings nicht börsennotiert.

/elm/zb/jha/

PARIS (awp international)

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Bildquelle: Martin Good / Shutterstock.com,Credit Agricole

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