| Spätstarts |
16.09.2026 11:52:00
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Flughafen Zürich-Aktie tiefer: Zürcher Kantonsräte wollen Antworten zu Nachtflügen
Der Streit um Spätstarts und die Verspätungsregel am Flughafen Zürich beschäftigt die Kantonspolitik.
Die beiden Ratsmitglieder David Galeuchet (Grüne, Bülach) und Ivo Hasler (SP, Dübendorf) wollen vom Regierungsrat wissen, ob das Zeitfenster für den Verspätungsabbau nach dem regulären Betriebsschluss ordnungsgemäss genutzt wird oder ob systematische Fehlnutzungen vorliegen.
Sie verlangen vom Regierungsrat deshalb eine "umfassende Aufklärung der Bewilligungs- und Kontrollpraxis". Sie wollen wissen, wie viele Abflüge und Landungen nach 23 Uhr stattfinden und was die konkreten Gründe dafür sind. Zudem fordern sie Auskunft darüber, wer diese Sonderbewilligungen im Einzelnen erteilt.
Ein weiterer Punkt der Anfrage betrifft die Aufsicht: Die Kantonsräte wollen auch wissen, ob die Regierung einen Missbrauch der Regelung feststellt. Sie hinterfragen zudem die Transparenz bei der Veröffentlichung von Flug- und Lärmstatistiken.
Lärmgegner werten Daten aus
Auslöser der Diskussion war eine Mitteilung des Vereins "Fair in Air" von Montag. Der Verein hatte Flugdaten der Sommermonate Juni und Juli ausgewertet. Dabei stellte er fest, dass "an allen ausgewerteten Tagen Starts und Landungen" nach 23 Uhr stattfanden.
Laut Betriebsreglement endet die reguläre Betriebszeit um 23.30, wobei die letzte halbe Stunde ausschliesslich dem Abbau unvorhergesehener Verspätungen dient.
Darüber hinaus entstehe eine Verzerrung, weil Flüge auf öffentlichen Kanälen teilweise bereits beim Pushback am Gate als gestartet geführt würden, fanden die Fluglärmgegner. Bis zum eigentlichen Abheben auf der Piste vergingen jedoch bis zu 40 Minuten.
Flughafen weist Vorwürfe zurück
Der Flughafen Zürich wies die Vorwürfe zurück. Die Behauptung, für die Verspätungsstatistik sei die Zeit des Pushbacks am Gate relevant, sei falsch. Korrekt sei, dass das Abheben von der Piste als Startpunkt des Flugzeugs gelte.
Die Abflugspünktlichkeit des Sommerbetriebs 2026 habe sich gegenüber derjenigen des Sommerbetriebs 2025 verbessert. Zudem habe der Flughafen Zürich bereits heute die kürzesten Betriebszeiten unter allen vergleichbaren Flughäfen Europas.
Im SIX-Handel zeigt sich die Flughafen Zürich-Aktie zeitweise 0,75 Prozent tiefer bei 198,50 CHF.
Zürich (awp/sda)
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