Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

<
News + Analysen
News + Adhoc
Analysen
Kursziele
>
<
Unternehmen
Termine
Profil
>
<
zugeh. Wertpapiere
Strukturierte Produkte
>
Flughafenausbau 04.03.2024 17:52:00

Flughafen Zürich-Aktie freundlich: Kanton Zürich sagt Ja zur Pistenverlängerung

Flughafen Zürich-Aktie freundlich: Kanton Zürich sagt Ja zur Pistenverlängerung

Der Flughafen Zürich wird ausgebaut: Die Zürcherinnen und Zürcher haben grünes Licht für die Pistenverlängerungen gegeben.

Sie lehnten zudem einen durchgehenden Uferweg am Zürichsee und die "Anti-Chaoten-Initiative" ab. Den Gegenvorschlag zur Initiative nahmen sie an.

Für die Pistenverlängerungen stimmten 324'234 Stimmberechtigte, dagegen 201'198. Die Stimmbeteiligung lag bei 57,56 Prozent. Die Flughafen Zürich AG kann somit die Piste 28 um 400 Meter nach Westen und die Piste 32 um 280 Meter nach Norden verlängern. Die Kosten von 250 Millionen Franken trägt der Flughafen selber. Es handelt sich um die erste Anpassung am Pistensystem seit 50 Jahren.

Ziel ist es gemäss Angaben des Flughafens, die Sicherheit zu erhöhen und die Pünktlichkeit zu verbessern. Dies sorge auch für weniger Fluglärm in den Abendstunden. Unterstützt wurde der Flughafen in erster Linie von bürgerlichen Parteien. Auch der Zürcher Regierungsrat und der Kantonsrat waren dafür.

Gegner finden "Flughafen gross genug"

Fluglärmgegner und linke Parteien kritisierten, dass damit längerfristig eine Erhöhung der Kapazitäten ermöglicht werde. Mehr Flüge führten zu mehr Lärm und noch mehr Emissionen. Der "hochfrequentierte und exzellent angebundene Flughafen" sei schon gross genug, finden sie.

Die Flughafenvorlage gilt im Kanton Zürich als die Abstimmung des Jahres. Entsprechend laut wurde im Vorfeld die Diskussion geführt. Gegnerinnen und Gegner des Pistenausbaus verlangten gar, dass die Abstimmungszeitung nicht ausgeliefert werde - ihre Argumente seien vom Regierungsrat abgeändert und gekürzt worden.

"Die Zürcher Bevölkerung steht zu unserem Landesflughafen. Und dieser soll verlässlich sein", sagte Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP). Es sei auch eine Bestätigung für die regierungsrätliche Flughafenpolitik.

Ja zum Gegenvorschlag

Die "Anti-Chaoten-Initiative" der SVP scheiterte an der Urne. Nur 205'360 Stimmberechtigte nahmen sie an. 297'635 lehnten die Initiative ab, fast 60 Prozent. Der gemässigtere Gegenvorschlag des Kantonsrats wurde hingegen mit 63,8 Prozent angenommen.

Demonstrationen sollen damit künftig stets bewilligungspflichtig sein. Kosten für Polizeieinsätze und Sachbeschädigungen können übertragen werden. Die Veranstalter würden jedoch nur dann zur Kasse gebeten, wenn die Verursacher vorsätzlich handelten. Dies im Gegensatz zur Initiative, de in jedem Fall eine Kostenüberwälzung forderte.

Uferweg blieb chancenlos

Chancenlos blieb die Initiative für einen durchgehenden Uferweg am Zürichsee. 339'540 Nein-Stimmen standen nur 190'752 Ja-Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung betrug 57,8 Prozent. Die Uferinitiative wollte den Kanton dazu verpflichten, am Zürichsee und anderen Gewässern im Kanton durchgehende, öffentliche Uferwege zu realisieren.

Frei zugängliche Gewässer und naturnahe Uferwege besässen eine einzigartige Anziehungskraft, brachten die Befürworter vor. Deren Bedeutung nehme angesichts des Bevölkerungswachstums und der baulichen Verdichtung zu.

Gemäss den Gegnern wäre der Bau eines Zürichsee-Uferwegs aber nur mit einem "massiven Eingriff ins Privateigentum" möglich. Die Kosten von 350 bis 650 Millionen Franken - ein Grossteil für Landerwerb und Entschädigungen - seien unverhältnismässig.

Problemlos angenommen wurde die nicht umstrittene vierte kantonale Vorlage, welche die Voraussetzungen für die Wahl an die kantonalen Gerichte änderte. Fast 90 Prozent stimmten dafür.

Flughafen Zürich-Chef: "Freuen uns über die deutliche Zustimmung"

"Wir freuen uns über die deutliche Zustimmung zum wichtigen Sicherheitsprojekt Pistenverlängerungen", lässt sich daher Flughafen-Chef Lukas Brosi in einer Mitteilung vom Sonntagnachmittag zitieren.

Im Vorfeld der Abstimmung habe Brosi viele Gespräche mit der Bevölkerung geführt. "Auch nach der Abstimmung ist und bleibt der Dialog mit allen Anspruchsgruppen wichtig", sagte er weiter. So arbeite der Flughafen etwa daran, den Betrieb robuster zu machen.

Nach dem "Ja" an der Urne werde der Flughafen Zürich auf Basis der Vorlage nun ein Gesuch ausarbeiten. Bis zur rechtskräftigen Plangenehmigung vom Bund dürfte mehrere Jahre vergehen. Nach aktuellen Wissensstand geht der Flughafen mit dem Baubeginn im Jahr 2030 aus. Die Kosten von rund 250 Millionen Franken werden bekanntlich vollständig vom Flughafen getragen.

Regierung freut sich über Pistenverlängerungen - Junge Grüne prüfen Initiative

Der Zürcher Regierungsrat hat sich am Sonntag "sehr erfreut" über die beschlossenen Pistenverlängerungen gezeigt. Erstmals seit fünfzig Jahren könne das komplexe Pistensystem leicht angepasst werden, sagte Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP).

"Die Zürcher Bevölkerung steht zu unserem Landesflughafen. Und dieser soll verlässlich sein", sagte Walker Späh. Es sei auch eine Bestätigung für die regierungsrätliche Flughafenpolitik.

Der Flughafen wird nun ein Plangenehmigungsgesuch ausarbeiten. Dann liegt der Ball beim Bund. Bis die Bagger auffahren, wird es aber noch Jahre dauern. Walker Späh rechnet mit einer Planungs- und Bauphase von rund zehn Jahren.

FDP: "Falsche Argumente der Gegner"

Ihre Partei, die FDP, freute sich wenig überraschend ebenfalls. Die Bevölkerung habe sich klar für einen verlässlichen und pünktlichen Flugbetrieb ausgesprochen. Die "falschen Argumente der Gegner", also dass dadurch die Kapazität ausgebaut werde, hätten offensichtlich nicht verfangen. Die FDP erwarte, dass die Gegner den Entscheid respektieren und auf juristische Störmanöver verzichten würden.

Auch die SVP reagierte erfreut. "Die Bevölkerung kann sich nicht nur auf mehr Sicherheit freuen, sondern auch auf pünktlichere Flüge und mehr Nachtruhe", wird Kantonsrat Ueli Bamert in einer Mitteilung zitiert.

SP: "Nicht zum Kapazitäts-Ausbau missbrauchen"

Enttäuscht reagierte die SP. Das Ja zum Pistenausbau sei ein Vertrauensvorschuss an den Flughafen Zürich, teilte sie mit. Diesem müssten die Verantwortlichen gerecht werden.

"Die Pünktlichkeit muss nun steigen und die Nachtruhe muss endlich besser eingehalten werden", wird Co-Präsidentin Priska Seiler Graf in der Mitteilung zitiert. Die verlängerten Pisten dürften auch nicht zum Ausbau der Kapazität missbraucht werden.

Die SP werde die Entwicklung am Flughafen weiter "kritisch begleiten" und sich für die Einhaltung der Lärmgrenzwerte und Nachtruhe einsetzen.

Junge Grüne prüfen "Begrenzungsinitiative"

Die Jungen Grünen wollen verhindern, dass die Kapazitäten am Flughafen - trotz anderslautender Versprechungen - nun dennoch ausgebaut werden. Sie überlegen sich gemäss Mitteilung, eine "Begrenzungsinitiative" zu lancieren, welche eine Obergrenze der Flugbewegungen ins Gesetz schreiben würde.

Eigentlich wäre gemäss den Junge Grünen gar "eine massive Verringerung von Flugbewegungen notwendig". Auch dies sei eine Variante, welche sie nun prüfen würden.

GLP fordert "vertrauensbildende Massnahmen"

Die Grünliberalen, die Stimmfreigabe beschlossen hatten, nehmen das Ergebnis "zur Kenntnis". Sie seien weiterhin überzeugt, dass der Weg zur Klimaneutralität nur gemeinsam mit der Wirtschaft beschritten werden könne, wird Vize-Präsident Jörg Mäder zitiert.

Dafür brauche es vertrauensbildende Massnahmen von Seiten der Wirtschaft und des Flughafens. Dies beinhaltet nach Ansicht der GLP die klare Einhaltung der Nachtruhe und ein zügiger Umstieg auf nachhaltigen Luftfahrttreibstoff.

Die Mitte reagierte "erleichtert", wie sie mitteilte. Der Pistenausbau bringe viele Vorteile, mehr Sicherheit, Stabilität und Pünktlichkeit. So bleibe der Wirtschaftsstandort Zürich stark und international wettbewerbsfähig.

Die EVP, welche die Nein-Parole vertrat, besteht nun darauf, dass der in Aussicht gestellte Verspätungsabbau in den Abendstunden auch erfolgt und Ausnahmebilligungen zurückhaltender gesprochen werden. So könnten die lärmgeplagten Einwohnerinnen und Einwohner im Osten besser geschützt werden.

Die AL wiederum reagierte enttäuscht. Der Pistenausbau sei unnötig. Die Kapazitäts- und Gewinnerhöhungen des Flughafens auf Kosten der Bevölkerung müssten ein Ende haben. Umso wichtiger sei es, jetzt die Volksinitiative zur Einhaltung der Nachtruhe ab 23 Uhr zu unterstützen. Für diese Initiative werden aktuell Unterschriften gesammelt.

An der SIX legten Flughafen Zürich-Papiere schliesslich um 0,80 Prozent zu auf 188,80 Schweizer Franken.

Zürich (awp/sda)


INFLATION: WELTWEIT STEIGEN DIE PREISE

Viele Anleger setzen deshalb auf den Aktiv verwalteten Global Inflation Protection Basket. Informieren Sie sich über die breit gestreute Auswahl an robusten Aktien & ETFs.

Weitere Links:


Bildquelle: Pixeljoy / Shutterstock.com,Keystone

Analysen zu Flughafen Zürich AG

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
Zu diesem Datensatz liegen uns leider keine Daten vor.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

SWISS – Mit Nachhaltigkeit auf Rekordkurs? – BX Morningcall mit François Bloch und Léa Wertheimer
Heute im BX Morningcall zu Gast: Léa Wertheimer, Head of Corporate Communications bei der SWISS.

Mit einem Rekordergebnis in 2023 erzielte die SWISS das beste Jahresresultat ihrer Unternehmensgeschichte.
Léa Wertheimer (Head of Corporate Communications, Swiss) diskutiert mit David Kunz (COO der BX Swiss), und Investmentstratege François Bloch, über die aktuelle Situation bei der Swiss:

✈️ Rekordergebnis 2023
✈️ Ausblick nach der Corona-Pandemie
✈️ Rolle der Nachhaltigkeit
✈️ aktuelle Herausforderungen

👉🏽 https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

SWISS – Mit Nachhaltigkeit auf Rekordkurs? – BX Morningcall mit François Bloch und Léa Wertheimer

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 11’866.51 19.32 BXSSMU
Short 12’094.09 13.90 0QSSMU
Short 12’549.84 8.90 JESSMU
SMI-Kurs: 11’379.58 12.04.2024 17:31:22
Long 11’080.00 19.76
Long 10’667.12 13.57 SSQMTU
Long 10’236.70 8.97 T9SSMU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit