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01.08.2018 14:54:37

EU erlaubt Bayer längere Behandlungsintervalle für Augenmittel

BERLIN (awp international) - Der Bayer-Konzern hat von der EU grünes Licht für ein neues Behandlungsschema des Augenmedikaments Eylea erhalten. Ärzte können nun die individuellen Behandlungsintervalle für Patienten mit der sogenannten neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) je nach Befund ausdehnen, wie der Pharma- und Agrarchemiekonzern am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Patienten müssen sich das Mittel dann nicht mehr so häufig ins Auge spritzen lassen.

Bisher waren zur Behandlung der nAMD mit Eylea im ersten Jahr monatliche Injektionen und anschliessend Injektionen alle zwei Monate vorgesehen. Jetzt können die Abstände, in denen das Mittel in das Auge injiziert werden muss, nach den notwendigen ersten Verabreichungen auf zwölf oder mehr Wochen ab dem ersten Behandlungsjahr verlängert werden.

Mit dieser Änderung werde Eylea auch in der Zukunft eine sehr gute Wettbewerbsfähigkeit haben, sagte der Medizinchef der Augenheilkunde von Bayer, Patrick Bussfield, der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Belastung für die Patienten, für die längeren Behandlungsintervalle in Frage kommen, wird deutlich geringer. Gleichzeitig können Ärzte aufgrund der frei werdenden Kapazitäten potenziell mehr Patienten behandeln.

Damit sieht sich Bayer also gewappnet für mögliche Konkurrenz durch den schweizerischen Pharmakonzerns Novartis und dessen Wirkstoff RTH258 (Brolucizumab). Der wirkt gegen das gleiche Signalmolekül wie Eylea, ist aber kleiner und erlaubt daher laut Analysten womöglich Abstände von drei Monaten zwischen den Injektionen.

Bayers Eylea bindet einen bestimmten Eiweissstoff, der an krankhaften Neubildungen von Blutgefässen im Auge beteiligt ist. Bei der feuchten AMD wachsen Gefässe in die Netzhaut ein und sondern Flüssigkeiten ab, die das Sehvermögen bis hin zur Erblindung beeinträchtigen.

Der Dax -Konzern hält für Eylea die Vermarktungsrechte ausserhalb der USA. Der Entwicklungspartner Regeneron besitzt sie für die USA. Für die Leverkusener ist das Medikament ein wichtiger Wachstumstreiber im Pharmageschäft. Bayer hatte den Umsatz mit Eylea 2017 wechselkursbereinigt um mehr als 18 Prozent auf fast 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Das waren mehr als 11 Prozent des Umsatzes der Pharmasparte./mis/stw/jha/

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