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09.08.2017 08:44:48

Eon erholt sich im zweiten Quartal stärker als erwartet

   Von Olaf Ridder

   FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einem Milliardenverlust im Vorjahr hat der Energieversorger Eon im ersten Halbjahr nun wieder einen Milliardengewinn abgeliefert. Das kam nicht überraschend, ist in den jüngsten Zahlen doch die Rückzahlung der Brennelementesteuer nebst Zinsen enthalten, die Karlsruhe kürzlich für verfassungswidrig erklärt hat. Im Vorjahr dagegen hatten noch höhere Wertberichtigungen und Rückstellungen das Ergebnis belastet.

   Ohne diese Sonderfaktoren schrieb der DAX-Konzern einen Nettogewinn von 881 Millionen Euro. Das sind 46 Prozent mehr als im Vorjahr und deutlich mehr als von Beobachtern erwartet. Operativ schlug noch einmal das äusserst schwache Auftaktquartal durch. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank deshalb um knapp 12 Prozent auf 1,767 Milliarden Euro und damit weniger als erwartet.

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   Besonders stark entwickelte sich zuletzt das Netzgeschäft, und zwar in allen Regionen. Hier stieg das bereinigte EBIT allein im zweiten Quartal um 31 Prozent. Das Vertriebsgeschäft stabilisierte sich, nachdem zu Jahresbeginn stark gestiegene Netzentgelte der deutschen Transportnetzbetreiber das Ergebnis belastet hatten. Im Geschäftsfeld Erneuerbare Energien sank das bereinigte EBIT im Halbjahr um rund 50 Millionen Euro. Zwar hätten sich die Windverhältnisse verbessert, doch verkaufte Eon anders als im Vorjahr keine Windparks und verbuchte entsprechend keine Buchgewinne.

   Den Ausblick bestätigte Eon. Die angekündigte starke Aufholjagd nach dem mässigen Jahresauftakt sei bereits weitgehend im zweiten Quartal gelungen, erklärte Finanzvorstand Marc Spieker. "Unser Kerngeschäft hat ein starkes Ergebnisplus von 25 Prozent im zweiten Quartal erreicht. Mit dieser Entwicklung liegen wir im Rahmen unserer Prognose für das Gesamtjahr". Danach will Eon den bereinigten Überschuss auf 1,2 bis 1,45 Milliarden Euro steigern. Operativ werden zwischen 2,8 und 3,1 Milliarden Euro Gewinn angepeilt.

   Den warmen Geldregen aus der Brennstoffsteuer hat Eon übrigens zum Schuldenabbau eingesetzt. So fiel die Nettoverschuldung im ersten Halbjahr um 4,8 Milliarden auf 21,5 Milliarden Euro. Im ersten Quartal hatte Eon seine Verschuldung um 1,6 Milliarden Euro reduziert.

   Auf Basis der Halbjahreszahlen hebt der Konzern wie bereits am Dienstag angekündigt seine Dividende an. Mindestens 65 Prozent des Bilanzgewinns soll künftig den Aktionären zufliessen. "Durch die weitere konsequente Umsetzung unseres Entschuldungsprogrammes sind wir auf gutem Wege, Spielraum für eine Steigerung der Dividende zu erarbeiteten", erklärte Konzernchef Johannes Teyssen.

   Teyssen kündigte ferner eine Wachstums- und Investitionsstrategie an. Sie soll bei Vorlage der Jahresbilanz 2017 vorgestellt werden.

   Eon hat sich im vergangenen Jahr vom konventionellen Kraftwerksgeschäft und dem globalen Handelsgeschäft getrennt und konzentriert sich seither auf das zukunftsträchtige Geschäft mit Erneuerbaren Energien. Zum Portfolio gehören allerdings auch die deutschen Atomkraftwerke, die in wenigen Jahren abgeschaltet werden.

   Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com

   DJG/rio/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   August 09, 2017 02:14 ET (06:14 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 14 AM EDT 08-09-17

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