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Starke Dividende 08.02.2019 14:21:00

EMS-CHEMIE steigert Umsatz und Gewinn deutlich - vorsichtiger Ausblick für 2019

EMS-CHEMIE  steigert Umsatz und Gewinn deutlich - vorsichtiger Ausblick für 2019

Allerdings bremst die Verlangsamung beim Wirtschaftswachstum auch das von SVP-Nationalrätin Magdalena Martullo-Blocher geführte Unternehmen aus.

Die Wachstumsraten für das vergangene Jahr können sich trotz Gegenwind aus der Automobilindustrie und höheren Rohstoffkosten sehen lassen. Der Umsatz legte zu um 8,0 Prozent auf 2,318 Milliarden Franken. Den grössten Teil davon erzielt EMS mit Polymeren, aus denen etwa Autoteile, Skischuhe oder Spielkonsolen gefertigt werden. Zudem ist EMS auch in der Spezialchemie tätig. Im Vorjahr hatte das Umsatzplus 8,2 Prozent betragen.

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Der Betriebsgewinn kletterte auf Stufe EBIT um 6,6 Prozent auf 620 Millionen Franken. Damit blieb leicht weniger vom Umsatz als Betriebsgewinn übrig als im Vorjahr, die entsprechende Marge sank auf 26,8 von 27,1 Prozent. Allerdings ist dies auch rechnerischen Effekten durch die Weitergabe der teureren Rohstoffe in Form von Preiserhöhungen geschuldet. Unter dem Strich blieben 522 Millionen Franken - ein Plus von 7,8 Prozent.

Die Aktionäre sollen davon über eine ordentliche Dividende von 15,50 Franken pro Aktie und einer ausserordentlichen Dividende von 4,25 Franken profitieren - also insgesamt 19,75 Franken. Im Vorjahr hatte es 18,50 Franken pro Aktie gegeben. Das bedeutet auch Millionenausschüttungen für Firmenchefin Martullo-Blocher und ihre beiden Schwestern, die zusammen über 60 Prozent von EMS besitzen.

Mit den Zahlen hat EMS die Erwartungen von Branchenbeobachtern beim Umsatz knapp erfüllt und beim Gewinn und der Dividende übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im Schnitt einen Umsatz von 2,319 Milliarden, einen EBIT von 614,5 Millionen und einen Reingewinn von 508,1 Millionen Franken vorausgesagt. Bei der Dividende tippten sie auf 19,63 Franken.

Der Abkühlung der Weltwirtschaft und der Verlangsamung im Automobilsektor, der rund 60 Prozent zu den Gruppenumsätzen beiträgt, kann sich allerdings auch EMS nicht komplett entziehen.

Für das laufende Jahr geht EMS von einer weltweit verhalteneren und unsicheren Wirtschaftsentwicklung aus. Vor allem im ersten Halbjahr dürften ungeklärte politische und wirtschaftliche Beziehungen unter den Grossmächten auf die allgemeine Konsumstimmung drücken, wie EMS in der Mitteilung schrieb.

Erstmals seit einigen Jahren rechnet EMS nicht mehr zwingend mit einem weiteren Wachstum, sondern erwartet nun den Nettoumsatz und den EBIT mindestens auf Vorjahresniveau. Analysten hatten allerdings im Vorfeld befürchtet, EMSkönnte rückläufige Ergebnisse prognostizieren. EMS sei zuversichtlich betreffend eigener Geschäftsentwicklung, hiess es in der Mitteilung. EMS wolle die globalen Märkte mit neuen, hochmargigen Produkten und Anwendungen weiter erschliessen.

Investitionen in neue Anlagen

Zwar verringerte sich die Marge im letzten Jahr leicht, allerdings ist das vor allem einem rechnerischen Effekt geschuldet: "Der Gewinn muss sich aufgrund der Preiserhöhungen an einem höheren Umsatz messen", erklärte Firmenchefin Martullo.

Dennoch, ganz zurücklehnen kann sie sich nicht. Bereits 2018 lancierte sie ein Paket mit rund 400 Massnahmen zur Kostenverbesserung und Effizienzsteigerungen, von schmaleren Gabelstaplern für mehr Lagerraum bis hin zu einem Alarmsystem für Maschinenausfälle. Am stärksten dürften sich jedoch die Investitionen in neue Anlagen auswirken. "Wir kommen nun in eine Grössenordnung von Mengen, wo wir auch Grossanlagen betreiben können", sagte Martullo.

Schwäche im Automarkt

Auf ihrem Wachstumskurs weht der Gruppe allerdings inzwischen ein deutlich rauerer Wind entgegen. Zwar spielen Trends wie strengere Abgasvorschriften EMS in die Hände, weil sie mit ihren Produkten zur Gewichtseinsparung beiträgt. Aber die sich abzeichnende Abkühlung der Wirtschaft geht auch an dem Bündner Unternehmen nicht spurlos vorbei.

Der grösste Kundenmarkt von EMS, die Autoindustrie, schrumpfte im letzten Jahr leicht. Zwar blieb der Umsatzanteil der Autohersteller bei EMS bei über 60 Prozent stabil. Doch für das laufende Jahr könnte die Schwäche im Automarkt auch das sonst so selbstverständlich scheinende Wachstum bei EMS ins Stocken bringen. Erstmals seit Jahren stellt EMS nicht mehr einen Umsatz und Betriebsgewinn "leicht über dem Vorjahr" in Aussicht, sondern "mindestens auf Vorjahresniveau."

Verkaufsmannschaft in USA aufstocken

Einen Einbruch der wichtigen Ertragsbasis von EMS befürchtet Martullo jedoch nicht. "Wir haben noch viele Projekte, die aufgegleist sind", sagte die Firmenchefin. Besonders im Autogeschäft in den USA sehe es sehr gut aus. Während sich die Konjunktur in Asien und Europa verlangsame, sei die USA dabei die grosse Ausnahme.

Überhaupt setzt EMS vermehrt auf Amerika, gerade auch was das Geschäft ausserhalb des Automarktes angeht. Bis 2022 plant EMS, seine Verkaufs- und Entwicklungsmannschaft in den USA zu verdoppeln.

Anwendungsmöglichkeiten für seine Polymere sieht das Unternehmen etwa bei Gesundheitsgeräten, Sicherheitskameras, Smartwatches, Lacrosse-Schlägern oder Landwirtschaftsmaschinen. Derzeit ist Amerika zwar mit einem Umsatzanteil von knapp 17 Prozent nur der drittgrösste Markt für EMS hinter Europa und Asien. Allerdings liessen Firmen oft Anwendungen in den USA entwickeln und produzierten dafür im Ausland.

Die EMS-Chefin und Politikerin wünscht sich daher auch, dass die Schweiz die Freihandelsgespräche mit den USA vorantreibt. "Die Schweiz könnte jetzt technische Vorschläge bringen. Die Amerikaner, die wenig Zeit haben, könnten dann nur noch unterschreiben", sagte sie. Die USA stellten das grösste Freihandelspotenzial dar, das die Schweiz überhaupt habe.

Chancen auch in Turbulenzen

Von den USA erwartet sich die EMS-Chefin zudem den einschneidendsten Einfluss auf die Weltwirtschaft. "Das Verhältnis zu China wird entscheidend sein." Sie hoffe allerdings, dass US-Präsident Donald Trump mit seinem Amtskollegen Xi Jinping eine Lösung finden werde. Trump stünde innenpolitisch unter Druck, Xi wegen der Wachstumsschwäche - beide hätten daher eine Interesse an einem aussenpolitischen Erfolg.

Doch auch wenn sich diese Hoffnungen zerschlagen sollten, zeigt sich Martullo als Optimistin hinsichtlich der Auswirkungen auf EMS: "Wir sind sowieso weltweit tätig. Wenn eine Firma ihre Produktion verlegt, sind wir sofort auch dort." Und schwierige wirtschaftliche Zeiten würden auch Chancen für EMS bergen: Denn diese erhöhten den Druck zu Innovationen und Kostensenkungen. "Jedes Erdbeben gibt auch eine Goldader wieder frei."

Domat/Ems (awp)

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Bildquelle: EMS-CHEMIE,keystone,Keystone

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