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DKSH Aktie 12667353 / CH0126673539

Mit Roadmap auf Kurs 17.07.2026 16:12:07

DKSH-Aktie verliert dennoch: Weiterhin organisches Wachstum im ersten Halbjahr

DKSH-Aktie verliert dennoch: Weiterhin organisches Wachstum im ersten Halbjahr

Die DKSH-Gruppe hat in der ersten Jahreshälfte 2026 etwas weniger umgesetzt, um Währungseffekte und Akquisitionen bereinigt ist die Gruppe allerdings gewachsen.

Der stark auf den asiatischen Raum ausgerichtete Marktexpansions-Dienstleister sieht sich nach wie vor auf Kurs, um weiter profitabel zu wachsen.

In den Monaten Januar bis Juni sank der Umsatz von DKSH um 0,9 Prozent auf 5,47 Milliarden Franken, wie es in einer Mitteilung vom Freitag hiess. Der Rückgang war vor allem auf ungünstige Währungseinflüsse zurückzuführen. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 4,9 Prozent gestiegen und ohne Zukäufe resultierte ein organisches Wachstum von 4,1 Prozent.

Währungseffekte belasten

Insgesamt hätten die negativen Währungseffekte die Umsatzentwicklung mit knapp 320 Millionen Franken belastet, hiess es weiter. Das beeinflusste auch die Ergebnisentwicklung: Der Kern-Betriebsgewinn (Core-EBIT) sank um 3,5 Prozent auf 163,4 Millionen Franken, legte jedoch in Lokalwährungen gerechnet um 3,6 Prozent zu. Unter dem Strich stieg der Gewinn nach Steuern um 9,2 Prozent (bereinigt +13,3%) auf 105,2 Millionen.

DKSH habe im ersten Halbjahr erneut eine solide operative Leistung erzielt, so die Mitteilung. Dies sei in einem von anhaltenden globalen Unsicherheiten geprägten Marktumfeld gelungen. Zugleich seien die Kompetenzen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) weiter ausgebaut worden, um das Wachstum weiter zu fördern und die Effizienz zu steigern.

Am deutlichsten wuchs die Einheit Performance Materials. Dort kletterte der Umsatz in Lokalwährungen gerechnet um 8,4 Prozent in die Höhe. Aber auch der grösste Geschäftsteil Health Care (+4,9%) sowie die weiteren Einheiten Consumer Goods (+3,4%) und Technology (-4,7%) legten zumindest auf währungsbereinigter Basis zu.

Mit Roadmap auf Kurs

DKSH sieht sich mit der für die kommenden Jahre aufgestellten Roadmap weiterhin auf Kurs. Darin hat sich der Konzern profitables Wachstum zum Ziel gesetzt. Im 2026 geht DKSH in der zweiten Hälfte von einer verbesserten Wachstumsdynamik und im Gesamtjahr weiterhin von einer Steigerung des Kern-Betriebsgewinns aus.

Dies sei vor allem dank einer robusten Pipeline an Geschäfts- und M&A-Chancen sowie dank der Umsetzung von Initiativen zur Steigerung der Effizienz möglich, hiess es. Seit Jahresbeginn hat DKSH bereits drei weitere Akquisitionen aufgegleist, die im Einklang mit der M&A-Strategie in margenstärkeren Bereichen angesiedelt sind.

CEO Stefan Butz sieht den Konzern weiterhin gut positioniert, um im asiatisch-pazifischen Raum auch in Zukunft Wachstumschancen zu nutzen. "Wir sind daher weiterhin zuversichtlich, künftig ein nachhaltiges Wachstum des Kern-EBIT zu erzielen", wird Butz in der Mitteilung zitiert.

So reagiert die DKSH-Aktie

Die Aktien des Marktexpansionsdienstleisters DKSH verzeichnet am Freitag deutlich tiefere Notierungen. Der stark auf Asien ausgerichtete Konzern hat im ersten Halbjahr 2026 zwar mehr umgesetzt als von Analysten vorgegeben, das Kern-Betriebsergebnis blieb indes hinter den Konsens-Erwartungen zurück. Für den Kursrückgang dürften aber auch Gewinnmitnahmen verantwortlich sein.

Zeitweise verlieren die DKSH-Papier 5,03 Prozent auf 64,20 Franken. Bei DKSH bringen wohl auch einige Anleger Gewinne ins Trockene. Denn die Titel hatten vor allem in den letzten Wochen einen Lauf. Aktuell stehen sie seit Jahresbeginn immer noch mit über 10 Prozent im Plus.

DKSH habe in der ersten Jahreshälfte eine gute Umsatzdynamik gezeigt, dies jedoch bei schwächeren Margen, hält Gian Marco Werro von der ZKB fest. Dabei sei etwa die starke Umsatzentwicklung im Bereich Consumer Goods von hohen Ramp-up-Kosten und negativen Effekten zum Geschäftsmix begleitet worden. Das habe in der Berichtsperiode auf die Margen gedrückt.

Insgesamt habe die Geschäftsentwicklung von DKSH im ersten Halbjahr weitgehend den Erwartungen entsprochen, heisst es bei der Bank Vontobel. Der Konzern habe solide Ergebnisse geliefert, welche mit der eingeschlagenen Strategie im Einklang stünden. Zudem seien die Geschäftsaussichten etwa zur Steigerung des Kern-Betriebsgewinns bekräftigt worden, hält Analyst Michael Foeth weiter fest.

DKSH werde mit ihrer Marktstellung und der sehr stringenten Budgetierung die EBIT-Margen, zumindest teilweise, zeitnah wieder in allen Bereichen verbessern können, ist Werro überzeugt. Schliesslich biete das widerstandsfähige "Assetlight"-Geschäftsmodell auch dank des Einsatzes von KI Potenzial zur Steigerung der Profitabilität. Demgegenüber stehe allerdings der anhaltende Gegenwind von der Währungsseite.

mk/hr

Zürich (awp)

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Bildquelle: DKSH,monticello / Shutterstock.com,MacroEcon / Shutterstock.com,360b / Shutterstock.com
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