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07.09.2026 16:04:00
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Deutsche Bank-Aktie unbeeindruckt: Finanzinstitut erzielt Vergleich - Millionen-Klage vom Tisch
Die Deutsche Bank hat sich eine 152-Millionen-Euro-Klage eines ehemaligen Investmentbankers mit einem aussergerichtlichen Vergleich vom Hals geschafft.
Der Mann hatte Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe von seinem ehemaligen Arbeitgeber verlangt (Az.: 2-19 O 153/24). Anlass waren frühere Geschäfte des Frankfurter Dax-Konzerns mit der italienischen Banca Monte dei Paschi di Siena , die in Italien ein Strafverfahren nach sich gezogen hatten.
Der ehemalige Investmentbanker verlangte einen Ausgleich "wegen angeblicher Schäden, die seiner Karriere durch das italienische Strafverfahren und das erstinstanzliche Urteil entstanden seien". So steht es im Deutsche Bank-Geschäftsbericht 2025. Laut Landgericht hatte der Kläger angeführt, die Bank habe in früheren Jahren von einer fraglichen Bilanzierungsmethode Gebrauch gemacht und ihn dann als "Sündenbock" vorgeschoben, als Aufsichtsbehörden und Presse darauf aufmerksam geworden seien.
Deutsche Bank hält Klagen für unbegründet
Vier weitere entsprechende Klagen sind noch in London anhängig. Streitwert in diesen Fällen nach Angaben der Deutschen Bank: Insgesamt mehr als 600 Millionen Pfund, umgerechnet rund 700 Millionen Euro. Mit einem sechsten Ex-Mitarbeiter hat sich das Geldhaus ebenfalls bereits aussergerichtlich geeinigt.
Die Deutsche Bank hat die Forderungen der Ex-Mitarbeiter und deren Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Im Geschäftsbericht 2025 heisst es: "Die Deutsche Bank hält alle derartigen Klagen für unbegründet und wird sich entschieden gegen sie verteidigen, einschliesslich der Anfechtung der überhöhten und unrealistischen behaupteten Verluste."
Anlass des Rechtsstreits liegt Jahre zurück
Hintergrund des Rechtsstreits sind komplexe Derivategeschäfte, die die Deutsche Bank 2008 mit der Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) und einer Tochtergesellschaft der MPS abgeschlossen hatte und die später neu klassifiziert wurden. 2019 wurden in diesem Zusammenhang fünf ehemalige und ein damals aktiver Mitarbeiter der Deutschen Bank in Italien wegen Beihilfe zur Bilanzfälschung in Tateinheit mit Marktmanipulation zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. In einem Berufungsverfahren gab es 2022 dann Freisprüche für alle Beklagten.
Die Deutsche Bank-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,18 Prozent tiefer bei 35,505 Euro.
/ben/DP/stw
FRANKFURT (awp international)
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