Delivery Hero Aktie 37200572 / DE000A2E4K43
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| Umsatz- und GMV-Steigerungen |
27.08.2026 16:05:00
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Delivery Hero erhöht Prognose: Aktie unbeeindruckt
Delivery Hero hat überraschend im ersten Halbjahr den operativen Gewinn EBITDA gesteigert und den Ausblick für Umsatz, Bruttowarenwert (GMV) und bereinigtes EBITDA im Gesamtjahr angehoben.
Der MDAX-Konzern rechnet nun beim bereinigten operativen Gewinn EBITDA mit 960 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro anstatt in der oberen Hälfte der Zielspanne von 910 bis 960 Millionen Euro zu landen. Ende April hatte das Unternehmen diese etwas optimistischere Guidance ausgegeben, nur wenige Wochen bevor Mitte Juli bekannt wurde, dass der US-Fahrdienstleister Uber, der in den vergangenen Monaten zum grössten Aktionär geworden ist, das Unternehmen ganz schlucken möchte, für 41,50 Euro je Aktie.
Ausserdem soll im Gesamtjahr der Bruttowarenwert GMV, der auch die Gebühren für die Nutzung der Plattform einschliesst, nun um 9 bis 11 Prozent wachsen anstatt um 8 bis 10 Prozent (2025: 9,0 Prozent) - währungsbereinigt, ohne Effekte aus der Rechnungslegung in Hochinflationsländern und auf Like-for-Like Basis.
Der Gesamtumsatz soll nun um 17 bis 19 Prozent zulegen anstatt um 14 bis 16 Prozent (2025: 23 Prozent), ebenfalls währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis.
Der Free Cashflow soll nun bei mehr als 250 Millionen Euro anstatt mehr als 200 Millionen Euro landen (2025: 250 Millionen).
Im ersten Halbjahr steigerte der Konzern das bereinigte EBITDA auf 426,7 Millionen von 411 Millionen im Vorjahr. Ein Rückgang auf 396 Millionen war in der Konsensschätzung erwartet worden. Die entsprechende Marge blieb stabil bei 1,7 Prozent; eine leichte Verschlechterung auf 1,6 Prozent war erwartet worden.
Delivery-Hero-CFO rechnet "in Kürze" mit Uber-Angebotsdokument
Delivery Hero rechnet zeitnah mit der Veröffentlichung des detaillierten Übernahmeangebots von Seiten des US-Fahrdienstleisters Uber für den Berliner Lieferkonzern.
"Wir erwarten, dass das Angebotsdokument von Uber in Kürze veröffentlicht wird", sagte Delivery-Hero-CFO Marie-Anne Popp im Interview. Dann werden Vorstand und Aufsichtsrat die gemeinsam begründete Stellungnahme veröffentlichen.
Die Delivery-Hero-Gremien hatten bereits ihre Unterstützung für das geplante Uber-Angebot ausgesprochen, als der US-Konzern und inzwischen grösste Aktionär der Berliner Mitte Juli mitteilte, er wolle das MDAX-Unternehmen ganz schlucken und biete 41,50 Euro je Aktie. Delivery Hero wird in der Transaktion mit rund 13 Milliarden Euro bewertet und hat sich bereit erklärt, im Zuge dessen 22 Prozent seiner Märkte abzustossen, in denen beide Unternehmen im Essensliefergeschäft konkurrieren. Im Zuge der Übernahme durch Uber hat Delivery Hero einem Verkauf seines Geschäfts in 14 Ländern für insgesamt 1,4 Milliarden Euro an die US-Investmentgesellschaft SSW Partners zugestimmt. Derzeit ist Delivery Hero in 65 Märkten aktiv. Uber hatte sich zuletzt bereits mehr als 53 Prozent an Delivery Hero gesichert.
CFO Popp rechnet damit, dass die Transaktion wie geplant im zweiten Halbjahr 2027 zum Abschluss kommt. "Bis dahin agieren wir natürlich weiterhin als unabhängiges börsengelistetes Unternehmen", sagte Popp. Dazu gehöre, dass die Finanzkennzahlen jedes Quartal verbessert würden und die Strategie ausgeführt werde. "Da sind wir weiterhin unabhängig und natürlich auch weiterhin mit Wettbewerb mit Uber."
Das Übernahmeangebot zeige, dass Delivery Hero "ein attraktives Unternehmen" sei. Durch das Zusammengehen mit Uber und seinem Fahrdienstangebot über Fahrzeuge bietet sich für Delivery Hero die Chance, das eigene Geschäft noch einmal in andere Sphären zu heben. Delivery Hero beschäftigt traditionell Fahrer, die bisher meist auf Zweirädern unterwegs sind, während Uber in vielen Ländern im Wettbewerb mit Taxis steht.
"Auf der Mobilitätseite ist natürlich Uber noch mal anders unterwegs über ihre ganze Mobility Sparte", sagte Popp. Dadurch bekäme die Everyday-App-Strategie von Delivery Hero die Chance für "noch mehr Firepower".
Das Portfolio des Berliner Lieferkonzerns reicht inzwischen breit von Essenslieferungen über Blumenschmuck bis hin zu Dingen des täglichen Bedarfs und Medikamente.
Delivery-Hero-CFO: Testen über Kontrollgruppen Wirkung von KI-Assistenten
Delivery Hero testet nach Aussage von CFO Marie-Anne Popp über "Kontrollgruppen" die Wirksamkeit seiner agentischen KI-Assistenten. Der Berliner Lieferkonzern hatte mit den Ergebnissen zum zweiten Quartal mitgeteilt, dass bei der Tochter Glovo Restaurants, die den KI-Assistenten nutzen, die Bestellungen um 15 Prozent gestiegen seien. Das Ergebnis sei mit Hilfe von Kontrollgruppen ermittelt worden, also durch den Vergleich von Restaurants, die mit KI bedient werden und solchen ohne, sagte Popp im Interview mit Dow Jones Newswires.
Der im August vorgestellte agentische KI-Assistent soll Geschäfte und Restaurants bei der Wachstumsbeschleunigung unterstützen, indem er Massnahmen wie Rabattaktionen, Anzeigenkampagnen, Verbesserungen von Menüinhalten und Antworten auf Kundenbewertungen entwickelt und implementiert. Die Restaurants und Geschäfte müssen zunächst der Anwendung zustimmen. Das Tool unterstütze bereits über 40.000 der rund 1,5 Millionen Partner der Gruppe, ein breiterer Rollout stehe bevor, teilte der Konzern mit.
Der agentische KI-Assistent hat je nach Region und Markt unterschiedliche Namen in den bisher mehr als 20 Ländern, in denen das Rollout stattgefunden hat. In Ländern wie Ägypten oder den Vereinigten Arabischen Emiraten agiere er derzeit als "Sara" mit den Partnern auf der Plattform, in Argentinien als "Flor", in der Türkei als "Bilge", wie aus dem Unternehmen verlautete. Die Liste könne und werde sich voraussichtlich mit dem breiteren Rollout noch ändern.
Bereits zuvor hat der Konzern Herogen eingeführt, den autonomen Softwareentwicklungs-Agenten, der jährlich so viel Code schreibe wie 130 erfahrene Entwickler zusammen, mit steigender Tendenz.
Delivery-Hero-Aktionäre können bis 5. November ihre Aktien Uber andienen
Delivery-Hero-Aktionäre können ab sofort bis zum 5. November ihre Aktien dem US-Fahrdienstleister Uber andienen, wie der US-Konzern im Zuge der Veröffentlichung der Angebotsdokumente mitteilte.
Die Annahmeperiode habe am 27. August begonnen und ende am 5. November 2026 um 24:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) beziehungsweise um 18:00 Uhr (Ortszeit New York).
Wie bereits bekannt, bietet Uber 41,50 Euro je Delivery-Hero-Aktie in bar. Dies entspreche einem Aufschlag von 108 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten Schlusskurs der Delivery-Hero-Aktie am 8. Mai 2026 sowie von 127 Prozent gegenüber dem unbeeinflussten volumengewichteten Xetra-Durchschnittskurs in den letzten drei Monaten bis einschliesslich 8. Mai 2026.
Uber rechne damit, dass Vorstand und Aufsichtsrat von Delivery Hero zeitnah ihre gemeinsame begründete Stellungnahme veröffentlichen und das Angebot unterstützen.
Die Delivery Hero-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise auf Vortagesniveau bei 36,95 Euro.
DJG/uxd/mgo
Dow Jones Newswires
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| 10.09.26 | Delivery Hero Neutral | UBS AG | |
| 04.09.26 | Delivery Hero Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 03.09.26 | Delivery Hero Outperform | Bernstein Research | |
| 01.09.26 | Delivery Hero Neutral | UBS AG | |
| 28.08.26 | Delivery Hero Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) |
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