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Dividende erhöht 01.03.2024 13:02:00

Daimler Truck-Aktie springt hoch: Daimler Truck überrascht mit starkem Quartal

Daimler Truck-Aktie springt hoch: Daimler Truck überrascht mit starkem Quartal

Daimler Truck hat vergangenes Jahr angesichts höherer Verkaufspreise sowohl den Umsatz als auch den Gewinn deutlich erhöht.

Im Schlussquartal überraschte der DAX-Konzern mit einer hohen Rendite. Angesichts der guten Entwicklung - Umsatz und operatives Ergebnis konnten 2023 prozentual zweistellig gesteigert werden - zahlt das Unternehmen eine höhere Dividende von 1,90 Euro nach 1,30 Euro je Aktie im Vorjahr. Der Ausblick für das neue Gesamtjahr fällt allerdings angesichts sinkender Ordereingänge wie erwartet vorsichtig aus.

Im abgelaufenen Jahr kletterte der Umsatz laut Mitteilung um 10 Prozent auf 55,89 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg noch deutlicher um 39 Prozent auf 5,489 Milliarden Euro. Die bereinigte Umsatzrendite des Industriegeschäfts lag bei 9,9 Prozent gegenüber 7,7 Prozent im Vorjahr.

Damit erreichte der DAX-Konzern komfortabel die eigenen Schätzungen, wonach die Rendite zwischen 8,5 und 10 Prozent und der Umsatz zwischen 54 Milliarden uns 56 Milliarden Euro liegen sollten.

Im vierten Quartal erzielte Daimler Trucks den weiteren Angaben zufolge noch ein Umsatzplus von 1 Prozent auf 14,950 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg sogar um 52 Prozent auf 1,559 Milliarden Euro. Die entsprechende Rendite erreichte 10,6 nach 7,0 Prozent im Vorjahr. Analysten hatten laut Visible Alpha nur mit 9,4 Prozent gerechnet. Die Dividende wurde nur bei 1,78 Euro je Anteil erwartet.

Für 2024 erwartet das Unternehmen eine "Normalisierung" der Lkw-Märkte. Das schwächere Geschäft zeigt sich bereits am Auftragseingang, der im vierten Quartal um 21 Prozent gesunken ist. Der Umsatz auf Konzernebene dürfte 2024 zwischen 55 Milliarden und 57 Milliarden Euro liegen. Beim bereinigten EBIT rechnet Daimler Truck einen Wert auf Vorjahresniveau. Die bereinigte Umsatzrendite für das Industriegeschäft sieht das Unternehmen zwischen 9,0 bis 10,5 Prozent.

Daimler Truck erwartet trotz Auftragsminus robustes Geschäft

Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck rechnet trotz schwächerer Bestellungen im neuen Jahr mit überraschend robusten Geschäften. Der Absatz dürfte gegenüber dem gut gelaufenen Vorjahr zwar abnehmen und der operative Gewinn auf Konzernebene auf Vorjahresniveau verharren. Angesichts der mauen Wirtschaftslage, hoher Zinsen und spürbar gesunkener Aufträge nahm sich das Management um Chef Martin Daum aber spürbar mehr vor, als Experten dem DAX-Konzern bislang zugetraut hatten. Die Aktie legt stark zu. Im XETRA-Handel notiert die Daimler-Truck-Aktie zeitweise 15,80 Prozent fester bei 43,75 Euro Damit setzte es seine Rally der vergangenen Wochen fort. Vom Jahrestief bei gut 30 Euro Mitte Januar hat der Kurs bislang im Xetra-Handel schon mehr als ein Drittel zugelegt. JPMorgan-Analyst Jose Asumendi bezeichnete den Ausblick als "sehr stark".

Daum erwartet im neuen Jahr mit einem Gesamtumsatz von 55 bis 57 Milliarden Euro in der Mitte der Spanne in etwa so viel Erlös wie 2023, das er als "Rekordjahr" für das noch nicht lange eigenständige Unternehmen bezeichnete. Der Absatz dürfte dabei von 526 053 Fahrzeugen auf 490 000 bis 510 000 Stück zurückgehen, wie das Unternehmen am Freitag in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.

Vom Rückgang dürfte das profitablere Geschäft in Nordamerika weniger betroffen sein als die Region Europa. Der Auftragseingang im Konzern zeigt schon seit längerem nach unten. Im vergangenen Jahr sackte er um 18 Prozent auf 426 910 Fahrzeuge ab. Daimler Truck sprach von einem "normalisierten Bestellverhalten". Allerdings liegt er nun auch deutlich unter dem Absatz, das mit den hohen Bestellungen in der Pandemie entstandene Auftragspolster schmilzt ab. Der Orderbestand normalisiere sich in allen Regionen, hiess es vom Konzern.

Bei den Renditeaussichten ist Daimler Truck zuversichtlich, auch in "weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen", wie es vom Konzern hiess. Im Industriegeschäft - also ohne Finanzdienstleistungen gerechnet - geht Daimler Truck von 9,0 bis 10,5 Prozent Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sonderposten aus. Analysten hatten im Schnitt einen Wert unter neun Prozent auf dem Zettel. Auch hier hält Daum den mit 9,9 Prozent starken Wert aus dem Vorjahr für möglich.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern dürfte insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres liegen, als es um 39 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro stieg. Damit geht der Konzern davon aus, dass es in einer Bandbreite von minus bis plus fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt. Der freie Mittelzufluss (Free Cashflow) aus dem Tagesgeschäft sollte sogar leicht zulegen - was bei Daimler Truck ein Plus von 10 bis 25 Prozent bedeutet.

Die Schwaben verzeichneten beim Ergebnis ein unerwartet starkes Schlussquartal, obwohl sie in den letzten drei Monaten beim Verkauf ein Minus von 10 Prozent einsteckten und somit letztlich noch die Absatzprognose leicht verfehlten. Das margenstarke Geschäft in Nordamerika zeigte sich auch beim Absatz noch vergleichsweise stabil, und bei der vor allem in Europa und Südamerika vertretenen Lkw-Marke Mercedes-Benz verzeichnete die Marge einen regelrechten Höhenflug. Daimler Truck spart seit längerem bei Mercedes-Benz und profitiert hier von Preiserhöhungen und einem starken Ersatzteilgeschäft. Das schlägt sich seit geraumer Zeit in besseren Ergebnissen nieder.

Insgesamt erreichte die bereinigte operative Marge im Fahrzeuggeschäft auf Jahressicht 9,9 Prozent und lag damit 2,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Der Umsatz zog bei einem leicht gestiegenen Absatz um 10 Prozent auf 55,9 Milliarden Euro an. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre mit 3,78 Milliarden Euro 42 Prozent mehr Gewinn.

Die Anteilseigner sollen eine um 60 Cent auf 1,90 Euro erhöhte Dividende je Papier erhalten. Im laufenden Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2 Milliarden Euro wurden bis Ende 2023 Aktien im Umfang von 557 Millionen Euro erworben.

DJG/kla/mgo

FRANKFURT (Dow Jones)


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Bildquelle: Daimler Truck AG