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Klage eingereicht 19.05.2022 18:00:00

CS-Aktie schliesst verlustreich: Credit Suisse wird wohl in Beschattungsaffäre verklagt - Grossinvestor fordert Ablösung von CEO - Fitch senkt Rating

CS-Aktie schliesst verlustreich: Credit Suisse wird wohl in Beschattungsaffäre verklagt - Grossinvestor fordert Ablösung von CEO - Fitch senkt Rating

Die Credit Suisse ist offenbar wieder von der Beschattungsaffäre um den früheren Top-Manager Iqbal Khan eingeholt worden.

Gegen die Grossbank ist laut der "Handelszeitung" vor dem Bezirksgericht Zürich eine Klage eingereicht worden.

Dabei handle es sich um eine Zivilklage eines der Privatdetektive gegen die CS, schrieb die Zeitung am Mittwoch in einer Vorabmeldung. Bei der CS war keine Stellungnahme erhältlich: "Wir kommentieren die Sache nicht", sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.

Grossinvestor Artisan Partners fordert Ablösung von CS-CEO

Der Investor Artisan Partners hat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters die Ablösung des umstrittenen Credit-Suisse-Chefs Thomas Gottstein gefordert. Laut Reuters zählt Artisan mit einem Anteil von 1,5 Prozent zu den zehn grössten Investoren der Grossbank.

Managing Director David Samra von Artisan kritisierte im Interview mit der Nachrichtenagentur die Leistung Gottsteins. Seiner Ansicht nach gebe es keinen Grund, dass dieser in seinem Amt bleiben sollte. Es brauche vielmehr eine neue Führung, damit die Bank in einigen Jahren wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden könne und sich dies auch im Aktienkurs wiederspiegle.

Ohne das richtige Personal werde die Bank gemäss Samra aber keinen Fortschritt machen. Dann müsste die Bank auch über eine Vereinfachung der Struktur nachdenken. Dies könnte den Verkauf von Bereichen, einen separaten Börsengang von einzelnen Teilen oder die Fusion mit einer Schweizer oder US-Bank bedeuten, so Samra weiter.

Gottstein solle aber erst ersetzt werden, wenn ein hochkarätiger Nachfolger gefunden ist. Gegenüber Reuters zeigten sich auch andere Grossinvestoren kritisch gegenüber der Leistung Gottsteins, der Rücktrittsforderung wollte sich aber keiner von ihnen anschliessen. Ein Wechsel der Führung bringe nicht automatisch auch Verbesserungen.

Noch am Freitag hatte CS-Verwaltungsratspräsident Axel Lehmann seinem CEO bei Bloomberg das Vertrauen ausgesprochen. Ein CS-Sprecher bekräftigte die Aussagen gegenüber Reuters.

Fitch stuft CS-Rating auf 'BBB+' von 'A-' herunter - Ausblick 'stabil'

Die Ratingagentur Fitch stuft das langfristige Emittentenrating der Credit Suisse auf 'BBB+' von 'A-' herunter. Auch die Viability Ratings (VR) wurden auf 'bbb+' von 'a-' gesenkt. Den Ausblick belässt Fitch auf 'stabil', wie die Ratingagentur am Mittwochabend bekannt gab.

Grund für die Herabstufung sei die schwache operative Rentabilität der Schweizer Grossbank im Vergleich zur Konkurrenz. Diese zeige das Risiko, die Restrukturierung in einer schwierigen Marktlage umzusetzen. Und es verdeutliche die Herausforderungen für die Bank, ihre finanzielle Performance und ihr Risikomanagement in den nächsten 24 Monaten zu verbessern, schrieb Fitch.

Im Jahr 2022 dürfte die Profitabilität der Credit Suisse unter Druck bleiben nach dem ersten Quartal, in dem die CS schwächere Ergebnisse erzielt habe als ihre Konkurrenten. Die Bank habe rund 400 Millionen Franken für Restrukturierungskosten verbucht, schrieb Fitch. Zudem könnten weitere Rückstellungen für Rechtsfälle die Kosten hochtreiben.

Den stabilen Ausblick begründete Fitch damit, dass das Rating auf dem aktuellen Niveau genügend Spielraum habe, um eine Periode schwächerer Rentabilität zu überstehen, wenn die Gruppe ihr Geschäftsmodell beibehalte. Sollte der strategische Plan der Gruppe nicht erfolgreich umgesetzt werden, würde dies zu Druck auf die Kerngeschäftsfelder Vermögensverwaltung und Investment Banking führen.

Dies ist erste Herabstufung für die CS von Fitch seit sechs Jahren. Letztmals war die Note der Grossbank im Mai 2016 m eine Stufe auf 'A-' von 'A' gesenkt worden.

Papiere der Credit Suisse verloren am Donnerstag an der SIX schlussendlich 1,69 Prozent auf 6,53 Franken.

jb/pre

Zürich (awp)


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