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13 Mitarbeiter wechseln 17.07.2019 17:47:36

CS-Aktie deutlich leichter: Credit Suisse verliert Team von Vermögensberatern in Italien an Deutsche Bank

CS-Aktie deutlich leichter: Credit Suisse verliert Team von Vermögensberatern in Italien an Deutsche Bank

Insgesamt verlassen "rund ein Dutzend Mitarbeitende" die Schweizer Grossbank, wie die CS am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der "Financial Times" (FT) bestätigte.

Die FT hatte in ihrem Artikel geschrieben, dass insgesamt 13 Mitarbeitende von der CS zur Deutschen Bank wechseln. Sie gehörten zum Team zur Betreuung von Superreichen (Ultra-High-Net-Worth Individuals) unter der Führung von Roberto Colleta.

Die Credit Suisse betreut laut eigenen Angaben seit 30 Jahren italienische Kunden. Der italienische Markt sei für die Bank von "strategischer Bedeutung" und die CS werde dort weiterhin "wachsen, investieren und erfahrene Talente einstellen", wie eine CS-Sprecherin erklärte.

Die Deutsche Bank hatte erst jüngst eine umfassende Restrukturierung und den Abbau von rund 18'000 Stellen weltweit angekündigt, wovon insbesondere das Investment-Banking betroffen ist. In der Vermögensverwaltung sollen indes neue Stellen geschaffen werden.

CS-Vermögensverwaltungschef will Wachstumsmärkte stärker bearbeiten

Der neue Chef der CS-Vermögensverwaltung, Philipp Wehle, will neue Wachstumsinitiativen vorantreiben. So will er sich stärker auf die Wachstumsmärkte in Subsahara-Afrika, Zentralasien und Brasilien konzentrieren. "Diese Märkte, die wachsende Unternehmervermögen verzeichnen, werden einer der Schwerpunkte sein, die wir ausbauen wollen.", sagte Wehle in einem Interview mit der "Handelszeitung" (Vorabdruck der Ausgabe vom 18.7.2019).

Als einen weiteren Kernmarkt bezeichnete Wehle den Mittleren Osten. "Das ist für uns ein absoluter Kernmarkt mit sehr vermögenden Unternehmern und Familien, die ihr Vermögen lokal erworben haben und die wir dabei unterstützen, ihre Assets global zu diversifizieren." Der Bereich der sehr Vermögenden in der Region wachse pro Jahr zwischen 6 und 7 Prozent.

Saudi-Arabien wichtig

Ein wichtiger Markt sei dabei Saudi-Arabien. Die Credit Suisse habe dort eine Banklizenz für eine Zweigniederlassung erhalten, bestätigte Wehle frühere Informationen. "Ein entsprechendes Projekt befindet sich bereits in der Implementierungsphase." Politische Risiken gebe es nicht nur in Saudi-Arabien, sagte er auf eine entsprechende Frage. "Auch in Lateinamerika oder Russland gibt es Risiken, denen wir mit den entsprechenden Vorkehrungen im Bereich Risk und Compliance begegnen."

Als neuer Chef der Vermögensverwaltung werde er viel reisen, sagte Wehle. "Es ist für mich sehr wichtig, in meiner neuen Funktion als CEO nahe bei den Kunden und Teams in allen Märkten zu sein und einen engen und offenen Dialog zu führen."

Philipp Wehle war per Anfang Juli zum neuen Chef der internationalen Vermögensverwaltung bei der Credit Suisse ernannt worden. Er ersetzt in der Funktion Iqbal Khan, der überraschend zurückgetreten war.

CS-Aktien verloren im Schweizer Handel am Morgen über 1 Prozent bis auf 12,22 Franken, konnten dann zwischenzeitlich ins Plus drehen und verloren schliesslich zum Handelsende wieder 0,97 Prozent auf 12,28 Franken.

Zürich (awp)

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