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Bezugsrechtsangebot 09.12.2022 17:54:00

Credit Suisse-Aktie gesucht: Aktionäre der Credit Suisse zeichnen 98,2 Prozent neuer Aktien - UEK gewährt Ausnahme von Angebotspflicht

Credit Suisse-Aktie gesucht: Aktionäre der Credit Suisse zeichnen 98,2 Prozent neuer Aktien - UEK gewährt Ausnahme von Angebotspflicht

Die Aktionäre der Credit Suisse haben im Rahmen des Bezugsrechtsangebots 98,2 Prozent der angebotenen neuen Aktien gezeichnet.

Die restlichen neuen Aktien sollen am Markt zum Ausgabepreis oder darüber verkauft werden.

Insgesamt nimmt die Grossbank im Rahmen der Kapitalerhöhung wie geplant weitere 2,24 Milliarden Franken oder sogar noch etwas mehr ein, wie die Grossbank am Donnerstagabend mitteilte. Sie hat so in zwei Schritten ihr Kapital um rund 4 Milliarden Franken aufgestockt.

Die bestehenden Aktionäre konnten im Rahmen der Kapitalerhöhung neue CS-Aktien zum Preis von 2,52 Franken zu zeichnen. Je Aktie hatten sie ein Bezugsrecht erhalten, wobei sieben Bezugsrechte zum Kauf von zwei neuen Aktien berechtigten. Die CS-Aktie schloss am Donnerstagabend auf 2,942 Franken.

Die CS-Aktionäre zeichneten nun laut der Mitteilung 873 Millionen der insgesamt 889 Millionen neu ausgegebenen Aktien. Diese können ab dem (morgigen) Freitag an der Schweizer Börse gehandelt werden. Damit bleiben nur noch 16,4 Millionen neue Aktien, für die noch ein Abnehmer am Markt gesucht wird.

CS-CEO Ulrich Körner wertet den erfolgreichen Abschluss der Kapitalerhöhung als "wichtigen Meilenstein" für die "neue" Credit Suisse. Die Bank habe in den letzten Wochen bei der Umsetzung der strategischen Massnahmen wichtige Fortschritte gemacht.

Saudi National Bank seit November an Bord

Weitere 1,76 Milliarden Franken hatte die Credit Suisse bereits Ende November über eine Kapitalerhöhung von einer Gruppe von qualifizierten Anlegern eingenommen. Dazu gehört die Saudi National Bank (SNB), die mit einem angepeilten Anteil von 9,9 Prozent neu die grösste Aktionärin der Credit Suisse ist.

Die Credit Suisse benötigt neues Kapital zur Finanzierung ihrer Ende Oktober angekündigten tiefgreifenden Restrukturierung. Dabei soll die verlustträchtige Investmentbank-Einheit deutlich verkleinert und teilweise ausgelagert werden. Zudem soll die Belegschaft bis 2025 von rund 52'000 auf noch etwa 43'000 Angestellten verkleinert werden.

Die Grossbank ist seit den Debakeln um den milliardenteuren Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos und die Liquidierung der Greensill-Fonds im Jahr 2021 schwer angeschlagen. Nach einem hohen Verlust im vergangenen Jahr dürfte sie auch das Jahr 2022 tief in den roten Zahlen abschliessen. In den vergangenen Monaten hatte sie ausserdem mit massiven Abflüssen von Kundengeldern zu kämpfen.

UEK gewährt Banken der CS-Kapitalerhöhungen Ausnahme von Angebotspflicht

Die Grossbank Credit Suisse hat über einen formalen Entscheid der Übernahmekommission im Zuge mit den jüngst durchgeführten Kapitalerhöhungen informiert. Die Behörde hat das involvierte Bankenkonsortium temporär von einer Angebotspflicht befreit.

Die CS sowie andere internationale Grossbanken hatten ein Gesuch um die Befreiung von der Pflicht zur Unterbreitung eines öffentlichen Kaufangebots bei der Übernahmekommission im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung eingereicht, wie die Schweizer Bank am Freitag mitteilte. Dieses habe die Übernahmekommission (UEK) am 14. November gewährt.

Ein Konsortium aus Banken verpflichtete sich für das Bezugsrechtsangebot in einem ersten Schritt neue Aktien fest zu übernehmen und in einem zweiten Schritt den Aktionären bzw. Investoren zuzuteilen, welche ihre Bezugsrechte ausgeübt haben. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Grenzwert der Stimmrechte an der Credit Suisse Group AG, welcher normalerweise eine Angebotspflicht nach sich ziehen würde, für einen kurzen Zeitraum überschritten wird.

Mit dem heutigen Vollzug der Kapitalerhöhung und damit der Lieferung der Namenaktien an die Investoren endet die Befreiung dann.

So reagiert die Credit Suisse-Aktie

Die Aktien der Grossbank Credit Suisse tendieren am Freitag deutlich fester. Am Markt zeigt man sich in gewisser Weise erleichtert, dass die Kapitalerhöhung durch bestehende Aktionäre - anders als teilweise befürchtet - gut gelaufen ist. Immerhin wurden 98,2 Prozent der angebotenen neuen Aktien gezeichnet.

Credit Suisse Papiere stiegen letztlich an der SIX um 6,76 Prozent auf 3,141 Franken. Bereits am Vortag hatten die Titel 3,2 Prozent zugelegt. Im zu Ende gehenden Jahr 2022 stehen die Bankaktien allerdings über 60 Prozent im Minus. Das Allzeittief markierten sie bei 2,654 Franken am 1. Dezember.

Insgesamt nimmt die Grossbank im Rahmen der Kapitalerhöhung, die am (heutigen) Freitag abgeschlossen wird, wie geplant weitere 2,24 Milliarden Franken ein oder sogar noch etwas mehr, wie die Grossbank am Donnerstagabend mitteilte. Sie hat ihr Kapital so in zwei Schritten um rund 4 Milliarden aufgestockt.

Die ZKB wertet die Details zum abgeschlossenen Bezugsrechtsangebot als positiv. Auch dass die CS, in den vergangenen Wochen laut eigener Aussage bei der Umsetzung der strategischen Massnahmen wichtige Fortschritte gemacht habe, goutiert der zuständige Analyst. "Dass die eingeleiteten Kostensenkungsinitiativen circa 80 Prozent des für 2023 angestrebten Ziels umfassen werden, werten wir positiv." Negativ blieben aber weiterhin die Umsetzungsrisiken bei der Restrukturierung sowie die Unklarheit bezüglich möglichen weiteren Abflüssen von Vermögensgeldern.

Mit Blick auf das Bezugsrechtsangebot für bestehende Aktaktionäre wird am Markt auch zu bedenken gegeben, dass das Angebot trotz des tiefen Preisniveaus nicht vollständig angenommen wurde oder gar überzeichnet war. Die Credit Suisse sei knapp um eine weitere Blamage herumgekommen, wird kommentiert. Es sei aber davon auszugehen, dass die Aktie volatil bleiben werde, trotz Abschluss der Kapitalerhöhung.

tp/ra/jb

Zürich (awp)


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