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Emissionen verringern 10.09.2019 17:57:00

Continental-Aktie stark: Conti will bis 2040 in Produktion CO2-neutral sein - Kündigungen nicht ausgeschlossen

Continental-Aktie stark: Conti will bis 2040 in Produktion CO2-neutral sein - Kündigungen nicht ausgeschlossen

Bis 2040 will Continental dann in den eigenen Produktionsprozessen CO2-neutral sein, wie CEO Elmar Degenhart bei der Automesse IAA in Frankfurt ankündigte. In einem ersten Schritt wolle der DAX-Konzern Ende 2020 weltweit an allen Produktionsstandorten nur noch Strom aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. "Die Mobilität der Zukunft muss klimafreundlich, wirtschaftlich und sozial sein", sagte Degenhart.

Der Hannoveraner Konzern folgt damit anderen Unternehmen der Autobranche, die sich Klimaschutz auf die Fahnen geschrieben haben. So hatte etwa Bosch im Frühjahr angekündigt, bereits im kommenden Jahr vollständig klimaneutral zu sein. Die mehr als 400 Standorte weltweit sollen keinen "CO2-Fussabdruck" mehr hinterlassen. Um das Ziel zu erreichen, muss Bosch kurzfristig aber Ökostrom zukaufen.

Degenhart forderte während der IAA die gesamte Autobranche auf, mehr für die Klimabilanz zu tun. "Wir sind überzeugt: Bis spätestens 2050 muss die Automobilindustrie CO2-neutral sein", gab Degenhart als Ziel aus. "Das ist machbar, wenn Wirtschaft und Politik das gemeinsam angehen."

Conti-Chef: Kündigungen 'als letztes Mittel nicht ausgeschlossen'

Continental wird wegen der schwachen Autokonjunktur und nachlassenden Nachfrage nach Verbrenner-Technologie mittelfristig wohl nicht um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen. Einen solchen Schritt könne man "als letztes Mittel nicht ausschliessen", sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Dienstag am Rande der Automesse IAA in Frankfurt. Eine genaue "Zielzahl" zu möglicherweise betroffenen Werken oder Mitarbeitern lasse sich derzeit aber noch nicht nennen.

Die konjunkturelle Entwicklung sei kritisch. "Wir schlittern nicht in die Krise hinein, sondern befinden uns mittendrin. Es hilft nicht mehr, die Dinge schönzureden", betonte der Manager. Priorität habe nun eine verantwortungsvolle Planung, betonte Degenhart: "Wir werden alle Hebel ziehen, um unsere Belegschaft zu schützen."

Der Konzern aus Hannover strebt einen Teilbörsengang oder - als "Plan B" - eventuell auch eine komplette Auslagerung seiner Antriebssparte an. Sie soll dann Vitesco heissen. Die klassische Technologie für Verbrenner habe es immer schwerer, während Komponenten etwa für die Elektromobilität an Bedeutung gewönnen. Daher versuche man, mehr Kollegen in die Richtung weiter zu qualifizieren, erklärte Degenhart.

"Für Vitesco sehen wir den Bereich Elektrifizierung als Chance", sagte er. Der Schwerpunkt liege zunehmend auf Elektronik, Sensorik und Software, immer weniger auf Mechanik und Hydraulik. Man habe die Möglichkeit, mehr an Produktwert zu verkaufen als auf der Verbrennerseite. Voraussetzung für einen erfolgreichen Teilbörsengang sei ein positives wirtschaftliches Umfeld 2020: "Vitesco unter Wert zu verkaufen, würde keinen Sinn machen." Ein Komplettverkauf müsste zudem von der Hauptversammlung im Frühjahr 2020 abgesegnet werden.

Conti werde die Verselbstständigung von Vitesco weiter vorantreiben. "Wir wollen zudem bis Ende des Jahres Klarheit haben, wie unser Produktivitäts-Verbesserungsprogramm aussehen wird - auch im Interesse unserer Mitarbeiter." Klar sei: "Wenn Wettbewerbsprobleme existieren, werden wir mit Segmenten oder Standorten konsequenter umgehen als in den letzten Jahren, als wir es uns vielleicht leisten konnten, den einen oder anderen mit durchzufüttern."

Die Continental-Aktie legte im XETRA-Handel um 3,54 Prozent auf 125,94 Euro zu.

FRANKFURT (Dow Jones) / (awp international)

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Bildquelle: Continental AG,360b / Shutterstock.com,Nils Versemann / Shutterstock.com

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Continental AG (spons. ADRs) 12.99 -0.46% Continental AG  (spons. ADRs)