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Dividende wieder gezahlt 14.02.2019 17:52:00

Commerzbank-Aktie springt an: Commerzbank steigert Gewinn

Commerzbank-Aktie springt an: Commerzbank steigert Gewinn

Die Bank verdiente sowohl operativ als auch unter dem Strich mehr als im Vorjahr. Die Aktionäre sollen erstmals seit drei Jahren wieder eine Dividende bekommen, sie soll bei 20 Cent je Aktie liegen.

Die Commerzbank steigerte ihren Nettogewinn 2018 auf 865 Millionen Euro von 128 Millionen im Vorjahr. 2017 hatten Restrukturierungskosten im Zuge des Stellenabbaus und der Restrukturierung unter dem von Vorstandschef Martin Zielke eingeleiteten Strategieprogramm "Commerzbank 4.0" das Ergebnis belastet. Der operative Gewinn stieg um 8,4 Prozent auf 1,245 Milliarden Euro. Analysten hatten im Konsens mit einem Nettogewinn von 828 Millionen Euro und einem operativen Ergebnis von 1,21 Milliarden Euro gerechnet.

Im Schlussquartal stieg das Nettoergebnis deutlich stärker als erwartet auf 113 Millionen von 75 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis konnte die Bank auf 240 Millionen Euro verdoppeln.

Für ausfallgefährdete Kredite musste die Bank deutlich weniger Geld zurücklegen. Die Risikovorsorge belief sich im Gesamtjahr nur noch auf 446 Millionen Euro nach 781 Millionen im Vorjahr. Beim Risikoabbau ist die Bank weiter vorangekommen.

Die Erträge sanken allerdings im Gesamtjahr um 2,2 Prozent auf 8,57 Milliarden Euro, legten bereinigt um Sondereffekte aber um 5,4 Prozent zu.

Commerzbank rückt von Profitabilitätsziel 2020 ab

Die Commerzbank sieht ihr Renditeziel (ROTE) von 6 Prozent als kaum mehr erreichbar an. Es sei offensichtlich, nachdem die Bank das Ertragsziel gesenkt und das Kostenziel gleichzeitig beibehalten habe, "dass wir das ursprünglich erwartete ROTE-Ziel von 6 Prozent wahrscheinlich nicht erreichen werden", sagte Finanzvorstand Stephan Engels in einer Telefonkonferenz mit Analysten.

Die Bank hatte ihr ursprüngliches Ertragsziel für 2020 von 9,8 Milliarden Euro im November gekippt. Das Kostenziel von 6,5 Milliarden Euro hat nach wie vor Bestand.

Für 2020 wird mit mehr Vollzeitkräften als bisher geplant

Die Commerzbank will Ende 2020 mehr Mitarbeiter beschäftigen als im Rahmen des 2016 eingeleiteten Strategieprogramms geplant. Insgesamt plane die Bank mit mehr als 38.000 Vollzeitstellen im Konzern, sagte Engels auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Das wären rund 2.000 mehr als ursprünglich geplant. Das Kostenziel von 6,5 Milliarden Euro für 2020 sei dadurch nicht gefährdet.

"Klar ist, dass sich durch Internalisierung die Zahl der Beschäftigten erhöht", sagte Engels. Die Bank will vor allem IT-Dienstleistungen verstärkt im Hause erbringen. "So können wir Fachwissen kostengünstiger nutzen." Hinzu kämen das Wachstum bei den Commerzbank-Töchtern und der Stellenaufbau für Compliance.

Die Bank hatte 2016 einen Abbau von 9.600 Vollzeitstellen und einen Aufbau von 2.300 Stellen in Wachstumsfeldern angekündigt. Ende 2020 sollte die Bank ursprünglich über rund 36.000 Vollzeitstellen verfügen.

Im Handel kam die Nachricht gut an. Die Papiere verzeichnen zwischenzeitlich ein Plus von mehr als 5,00 Prozent und schlossen 1,51 Prozent höher bei 6,32 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: Bocman1973 / Shutterstock.com,mf,Frank Gaertner / Shutterstock.com,Commerzbank AG