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Sparprogramm 30.04.2019 07:32:37

Ceconomy streicht Jobs

Ceconomy streicht Jobs

Mit dem Abbau Hunderter von Stellen, einem strafferen Geschäft und schlankerem Management will Deutschlands grösster Elektronikhändler zu profitablem Wachstum zurückkehren. Das Sparprogramm betrifft vor allem die Verwaltungs- und Zentraleinheiten in Deutschland. Auf dem Prüfstand stehen auch Geschäftsaktivitäten und kleinere Tochterfirmen.

Über die Pläne will der künftig auf ein Duo verkleinerte Vorstand um Ceconomy-Chef Jörn Werner (CEO) und Finanzvorstand Karin Sonnenmoser an diesem Dienstag in Düsseldorf informieren - ebenso der Chef der MediaMarktSaturn Retail Group, Ferran Reverter Planet.

Am Montagabend hatte Ceconomy überraschend mitgeteilt, dass mit dem Sparprogramm Prozesse, Strukturen und Geschäftsaktivitäten der Gruppe gestrafft und Kosten gesenkt werden sollen. Dem Vernehmen nach soll eine "mittlere dreistellige Zahl" Stellen wegfallen. Das Programm umfasse auch die Überprüfung der Geschäftsaktivitäten von kleineren Unternehmen im Portfolio, hiess es weiter.

Auch das Management wird nicht verschont: Die Ceconomy-Spitze werde verkleinert und ab 1. Juni aus nur noch zwei Vorständen bestehen. Ceconomy beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben gut 27 000 Mitarbeiter, einschliesslich der Elektronikmärkte. Weltweit belaufe sich die Beschäftigtenzahl auf gut 60 000.

Die erwarteten Einsparungen des Programms bezifferte Ceconomy auf 110 Millionen bis 130 Millionen Euro jährlich. Diese sollen den Angaben zufolge bereits mehrheitlich ab dem Geschäftsjahr 2019/20 wirksam werden. Doch zunächst fallen Kosten an. Im Geschäftsjahr 2018/19 dürften Aufwendungen von insgesamt rund 150 bis 170 Millionen Euro zu stemmen sein. Darüber hinaus ergeben sich Wertminderungen von Vermögenswerten von rund 20 Millionen Euro.

2018 gab es bereits einen abrupten Managementwechsel auf der ersten und zweiten Führungsebene - unter anderem mit den Abgängen von Konzernchef Pieter Haas und Finanzvorstand Mark Frese, die nach einem Gewinneinbruch das Unternehmen verlassen mussten. Dies kostete Ceconomy bereits mehrere Millionen Euro.

DÜSSELDORF (awp international)

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Bildquelle: Piotr Swat / Shutterstock.com,CECONOMY

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