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29.08.2019 09:30:37

BVZ-Chef will mit Glacier Express punkten und sieht Potenzial in Andermatt

Zürich (awp) - Das Bahn- und Touristikunternehmen BVZ, das nebst der Matterhorn Gotthard Bahn unter anderem auch die Gornergratbahn und den Glacier Express betreibt, ist gut auf Kurs. "Wir haben frequenzmässig ein sehr gutes erstes Halbjahr verzeichnen können. Erfolgreich waren auch die Freilichtspiele am Gornergrat", sagte Firmenchef Fernando Lehner im Interview auf schweizeraktien.net (Online, 29.08.). Die Details zum ersten Halbjahr wird die BVZ am 16. September veröffentlichen.

Zulegen will die Gruppe etwa auch mit dem Glacier Express, der zwischen Zermatt und St. Moritz verkehrt und den man gemeinsam mit der Rhätischen Bahn betreibt. Die Bahn werde mit innovativen Angeboten am Markt neu positioniert. Dazu gehört vor allem die "Excellence Class".

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"Für einen Zuschlag von 420 Franken zum 1. Klasse-Billett erhalten die Gäste eine Kreuzfahrt durch die Alpen mit einem 5-Gänge-Menü und Concierge-Service", erklärte Lehner die Idee dahinter. Das Angebot habe im Juli bereits eine Auslastung von 76 Prozent erreicht und im August dürfte diese laut Lehner gar noch höher liegen.

Grosses Potenzial sieht Lehner für die Gruppe in Andermatt, wo man auch in Immobilien investiert. Dabei dürfte der Zugsverkehr von und nach Andermatt in den kommenden Jahren zulegen. Lehner rechnet in der Planperiode von 2019 bis 2024 mit einer Zunahme der Passagierzahlen "in einem guten einstelligen Prozentbereich".

"Wir haben uns entschieden, mit 'Andermatt Central' ein grosses Projekt zu realisieren", sagte der BVZ-Chef mit Blick auf das Immobilienprojekt der Gruppe. Im Dezember 2019 werde die Bahnhofshalle eröffnet und im Sommer 2020 sollen die Wohnungen bezugsbereit sein. Insgesamt würden 58 bezahlbare Wohnungen entstehen. Insgesamt investiert BVZ in das Projekt "Andermatt Central", das mit Partnern entwickelt wird, 36 Millionen Franken.

Für die Finanzierung dieses Projekt und insbesondere für die geplante Beschaffung von Rollmaterial im Umfang von 330 Millionen Franken in den kommenden Jahren sei keine Kapitalerhöhung geplant, versicherte Lehner. "Wir möchten uns, soweit möglich, aus eigener Kraft finanzieren. Das ist unser Anspruch."

mk/tt